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Hans Schürch Onyx
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Hans Schürch |
| Hersteller: | Hans Schürch (Schweiz) |
| Mischung: | Virginia, Latakia, Perique |
| Schnittbreite: | ~1-2mm Schnittbreite |
| Typ: | englisch |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 50g, 100g, 250g, 500g, 1Kg |
| Preis: | 8CHF/16CHF/40CHF/80CHF/16 |
Wolf-Rüdiger Jürgens
Nach einer ersten Bekanntschaft mit den Mixturen von Hans Schürch, durch eine Probe "Don Carlos" von Jörg Eichelberger, bestellte ich spontan begeistert die 8 verschiedenen klassischen englischen Mischungen von Hans Schürch bei http://www.synjeco.ch . Es werden also noch mindestens 7 Reviews folgen ;-) .
Zurück zum Onyx, er besteht laut Aussage des Herstellers aus 2 Sorten Virginia, einer davon ein extrem seltener Virginia, syrischem Latakia und einer Prise Perique. Das Tabakbild ist geprägt von dunkel- und hellbraunem Virginia sowie schwarzem Latakia. Der Duft der beim Öffnen des ZipLock-Beutels zu riechen ist, ist sehr appetitlich, natürlich nur für Latakia-Liebhaber. Im Geruch ist nichts chemisches oder künstliches feststellbar. Das Stopfen ist völlig unproblematisch , es sollte etwas fester gestopft werden, weil der Abbrand sonst etwas zu emsig gerät. Der Tabak lässt sich ohne Probleme entzünden, meist reichen 2 Hölzer völlig aus. Die ersten Züge lassen mich sofort in begeisterte Ah´s und Oh´s ausbrechen. Der Geschmack ist für einen "Engländer" erstaunlich süß, wird aber deutlich vom Latakia gewürzt. Es entsteht ein fantastisch vielschichtiger Geschmack , obwohl keine Orient Anteile in der Mischung sind, was echt verwundert. Ich habe ungläubig nachgefragt, der "Orientalische" Geschmack kommt laut Aussage von Tarek (Synjeco) von dem verwendeten seltenen Virginia. Der Geschmack ist bis zum Ende stabil, wird nur etwas dunkler und reicher je näher man dem Ende der Füllung kommt. Bis auf weiße/graue Asche bleibt nichts übrig, nach dem die Pfeife zu Ende geraucht ist. Man sollte auf keinen Fall zu heftig an der Pfeife ziehen, der Onyx brennt sonst sehr schnell heiß, lässt sich aber sonst recht kühl rauchen. Man sollte ihn also in Ruhe genießen, dann entfaltet er seinen Geschmack am besten. Ich will nicht den Eindruck erwecken er ließe sich schwierig rauchen, nein ganz im Gegenteil , aber er verlangt Aufmerksamkeit und die hat er auch verdient.
Fazit:
Eine sehr hochwertige englische Mischung, die sich bei mir auf Anhieb eine festen Platz erobert hat. Zusammen mit den Rattray´s sicher ein Highlight auf dem Markt der europäischen Latakia Mischungen. Bill Bailey´s Balkan Blend wurde mal mit der Musik Wagner´s verglichen, ich weiß solche Vergleiche hinken, aber ich würde den Onyx mit der Musik von Johan Sebastian Bach vergleichen wollen.
(11.04.2000)