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Own Mixture

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John Aylesbury Own Mixture

(Pfeifentabak)

Markenname:John Aylesbury
Hersteller:Kohlhaase & Kopp
Mischung:Virginia , Latakia , Perique
Schnittbreite:ca. 1,5 mm breiter rubbed Flake , breitere Virginia-Teile
Typ:naturbelassen
Stärke:medium
Verpackung:100 Gramm Dose
Preis:13,29 Euro

Manfred Arenz

Auch als Hausmischung bei diversen Händlern erhältlich (z.B. PH #15)

Nachdem dieser Tabak schon von Etlichen in der NG gelobt wurde, und ich mir auch noch 2 Pröbchen nachbesorgt habe, wird es Zeit für ein Review:

Der "Own Mixture" kommt in einer Hochdose mit grünem Etikett, welche ihn als "Englisch Mixture" in der John Aylesbury Reihe ausweist. Beim Öffnen der Dose dachte ich zuerst, dies wäre eine sehr starke Latakia- Mischung, ein sehr herber. leicht teeriger Duft ließ meine Frau sofort die gelbe Karte zücken. Erst beim zweiten "Hinriechen" erkennt man auch süße und rauchige Noten, welche auch den Geschmack dominieren.
Die "Own Mixture" besteht aus einem zerrubbelten Flake in recht schmaler Breite, welchem einige Anteile hellen Virginia Blattgutes und eine Portion Latakia beigemischt wurden. Den Perique vermute ich in den Flakefasern.
Stopfen lässt sich dieser Tabak in Pfeifen jedweder Größe, das Anzünden geht recht einfach, manchmal genügte eine Feuerung. Das Abglimmen erfolgt ohne große Kondensat- oder Hitzeprobleme, Reste in der Pfeife verblieben so gut wie keine, die Rauchzeit lag mit einer größeren Pfeife bei ca. 1,5 h.
Überraschend ist, das der Tabak fast keine Spur der teerigen Herbe im Geschmack hinterlässt, sondern ein hoher Anteil natürlicher Süße angenehm den rauchigen Grundton abrundet. Nur eine kurze Zeit zum 1. Drittel der Füllung wurde er für meinen Geschmack etwas bissig, der Rest der Füllung rauchte sich wirklich angenehm. Auch die Raumnote ist eher neutral - tabakecht.

Fazit:
Ein naturbelassener, freundlicher Engländer. Recht mild und unkompliziert in der Handhabung, eine Empfehlung Latakiaraucher im Sommer oder Beginner dieser Richtung. J.A. Own Mixture hat nicht zu Unrecht alleine durch "Mundpropaganda" einige Liebhaber in der NG gewonnen.

(20.08.2001)


Wolf-Rüdiger Jürgens

Es tauchen immer wieder mal neue Englische Mixturen am Markt auf, diese hinterließen aber kaum bleibenden Eindruck bei mir. Letztes Jahr der Vauen No.15 und der Black Velvet. Beiden konnte ich einiges abgewinnen, sie sind noch in meiner Rotation, auch wenn ich im letzten halben Jahr kaum Latakia Blends geraucht habe. Der ständige Streit mit der Familie zermürbt halt ;-) Zitat: "Rauchst du wieder alte Autoreifen?" :)
So hatte ich den Genuss auf Latakia-freie Blends eingeschränkt, bis ich von Peter eine Probe des John Aylesbury "Classic English" aus der Reihe "Own Mixture" bekam. Dieser Tabak hat mich von der ersten Probe an begeistert.
Laut Hersteller besteht er aus VA, Latakia und Orientals. Diese werden scheinbar gepresst und danach zu einem ready-rubbed zerkleinert. Das Tabaksbild ist sehr dunkel, man erkennt gröbere VA-Flake Stücke und viel loses Blattgut welches wahrscheinlich beim Ausrubben entstanden ist. Der erste Geruch aus der Dose erinnert stark an DanPipes Discovery aber auch an Kong Frederik Full und den Vauen No.15. Ein teeriger, tiefdunkler Geruch vom verwendeten Latakia übertönt alle Versuche des VA sein heuiges Aroma verbreiten zu wollen. Meine Vermutung, es wurde der selbe Latakia in allen 3 Blends benutzt. Ich habe den Geruch aber auch beim GLP "Mephisto" erlebt und von allen Latakiagerüchen gefällt mir dieser "teerige" am meisten.
Das Stopfen ist einfach zu handhaben, notfalls muss man die zu groben Flakeanteile etwas in der Hand bzw. zwischen den Fingern aufrubben. Zum Anzünden genügen 2-3 Hölzer, dann glimmt die Oberfläche gleichmäßig. Der Tabak lässt sich leicht rauchen, er neigt weder zum Heißrauchen noch zum bissig werden. Die Kondensatentwicklung ist sehr gering, oft ist der Filter nur wenig braun verfärbt und noch trocken.
Der Geschmack ist teerig, sehr nussig und süß. Nachdem andere Tester irgendwie die Süße nicht nachvollziehen konnten, habe ich versucht dafür eine Erklärung zu finden, und habe sie auch gefunden. Ganz einfach, der fehlende Filter. Ich weiß auch nicht wieso, aber lass ich den AKF weg und benutze Papierfilter, geht die Süße vielleicht um 80% zurück und der Tabak schmeckt viel herber. Nachfolgende Tests zeigten noch andere Auswirkungen, mit White Elefant AKF gewinnt die Süße noch mehr Überhand, während sie mit den Stanwell-AKF am angenehmsten von mir empfunden wird. Wieso Filter süß machen kann ich mir noch nicht erklären, eigentlich sollten sie doch alle Stoffe im Rauchstrom gleichmäßig filtern. Die Stärke würde ich leicht bis medium einschätzen, allerdings hat man auch immer einen Mund voll Rauch, so das die Stärke Frage sich mir nicht stellt. Über die Raumnote wird sich die Familie oder Anwesende latakia-typisch bestimmt nicht positiv äußern.

Fazit:
Ein wohlschmeckender Engländer, der aber besser mit AKF geraucht werden sollte da er dabei ein besseres Geschmackerlebnis produziert. Er ist nicht stark und kann bedenkenlos von Anfängern probiert werden. Bemerkenswert fand ich noch die Eignung bei hohen Außentemperaturen, sowie die gute Geschmackskonstanz bis zum Ende der Füllung. Der Tabak ist auch als Hausmarke erhältlich, z.B. bei Peter Heinrichs in Köln unter der Bezeichnung PH #15.

(27.08.2001)


Ingo Gebert

An der Dose wird der Tabak mit folgenden Worten beschrieben: „Diese interessante Mixture –hergestellt in traditioneller englischer Machart –besticht durch ihren einmaligen Charakter. Gepreßt, geschnitten und geröstet nach alter Tradition, wird hier ein aufwendiges Verfahren praktiziert, das diese Mixture -verfeinert mit Orienttabaken, Louisiana Perique, feinstem Latakia und aromareichen Virginatabaken zu einem klassischen Raucherlebnis der englischen Art macht.“

Dieser Tabak wurde mir bei Linzbach als "Neuerscheinung" vorgestellt, und da dass Probepfeifchen einen ganz passablen Eindruck auf mich gemacht hat. Bei Öffnen der Dose sieht meine kleine aufgeriebene Flakestücke und –stränge, welche eine doch ziemlich dunkle Farbe haben. Den Latakia kann man bei der Geruchsprobe gut wahrnehmen, ohne dass er dabei jedoch zu aufdringlich wirkt. Ein Topflavour oder eine sonstige Aromatisierung kann ich nicht "erschnüffeln". Der Schmauch lässt also einen tabakechten Genuss erwarten, und um es vorwegzunehmen, dem ist auch so. Kurz nach dem Anzünden der Pfeife dominiert der Virginia, der Latakia kommt erst so nach und nach zum Zuge. So ab der Mitte der Pfeife kommt der Latakia im Geschmack heraus, und geht eine meiner Meinung gute Verbindung mit den anderen Tabaken ein. Von der Stärke her würde ich den Tabak als medium einstufen, auch ist der Tabak zungenfreundlich, ich habe ihn nur ohne AKF geraucht, und dabei gab es keine unangenehmen Begleiterscheinungen.

Fazit:
Daumen hoch, ich glaube, auf diesen Engländer werde ich, wenn denn seine Zeit gekommen ist, zurückgreifen. Bislang habe ich noch keinen "Stammengländer", aber der "My Own Blend" hat durchaus einen Listenplatz gefunden...

(07.12.2001)


Frank Nicolai

Die Own Mixture ist meiner Meinung nach etwas Besonderes auf dem Markt. Ich kenne keinen weiteren ready rubbed Latakia-Blend. (Hausmischungen wie den identischen PH 15 einmal ausgenommen.) Hierzu habe ich ja bereits im Dezember 2001 ein Review geschrieben. Aber manchmal ändern sich ja Geschmäcker...

Nein, an meiner Einschätzung von damals ändert sich kaum etwas. Noch immer gefällt mir der Tabak außerordentlich. So muß ein kräftiger Abend-Engländer sein. Tagsüber und nebenher rauche ich ja lieber "meinen" NTP #17 - aber Abends, zu einem Glas Roten kommt die Own Mixture zu Ehren.

Was mir besonders gefällt ist dieses Spiel der geschmacklichen Nuancen. Zwischen Virginia-Süße und Lataria-Teer findet die Zunge jede Menge Geschmack. Was dem Discovery - wenn er frisch ist - fehlt hat dieser hier: die Süße eines vollreifen VA's. Und was ich letztens beim Germains Latakia Flake bemängelte (dass sich die Aromen der beiden Haupttabake nicht vermählen): hier ist es perfekt. Nie schmeckt ein Tabak vor - immer ist beides zu erschmecken: der süße VA und der sehr dunkel, teerig-nussige Latakia. Weder der Orient noch der Perique sind zu erschmecken - aber beide geben das Ihre dazu.

Wenn ich oben sagte: käftiger Engländer, dann meint "kräftig" in diesem Falle mal nicht den Nikotin-Anteil. Hier ist der Tabak eher als medium einzuordnen. Nein, kräftig meint hier den Geschmack, der auch bei kleinen, nippenden Zügen immer das Gefühl von Mundfülle ergibt.

Ein klitzekleines Problem gibt es... der Tabak ist feucht und trocknet auch nicht ab, wenn man die Dose nächtensüber offen stehen läßt. Daher muss man beim Stopfen eher vorsichtiger zu Werke gehen.
Aber für diesen Tabak nimmt man das gern in Kauf.

Über bleibt ein kleiner Haufen grauer Asche und ein Duft nach Kartoffelfeuer und feuchtem Herbst. (Das war der erste Tabak, über dessen Geruch sich mein Sohn beschwerte.)

Fazit: Ein Must-Have für alle Freunde der dunkel Seite. Weicher und süßer als der Discovery (aber von ähnlichem Charakter), schmackhafter und runder als der Germains Laktakia Flake und wirklich - wie Wolf schon schreibt - in der Nähe des VAUEN #15 angesiedelt.

Schön, dass ich noch eine weitere Dose da hab :-)

(18.10.04)

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