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Oxenfisl Twist

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Gawith & Hoggarth Oxenfisl Twist

(Pfeifentabak)

Markenname:Gawith & Hoggarth
Hersteller:Gawith Hoggarth TT Ltd.
Mischung:Virginia
Schnittbreite:Twist
Typ:naturbelassen
Stärke:leicht

Karl-Heinz Krebs

Vom Aussehen, so wie die "Wurst" vor mir lag, habe ich ein kräftiges Raucherlebnis erwartet. Zwei rund 2 cm dicke Scheiben vom Strang abgeschnitten, sorgfältig aufgerubbelt, so bereite ich mir den Tabak zum Rauchen vor.
Stopfen und Anzünden bereiten mir keine Schwierigkeiten, nach einigen Streichhölzern glimmt er ganz gut. Der erste Eindruck, der Tabak ist sehr mild und flach im Geschmack. Ich vermisse die einem reinen Virginia nachgesagte Süße, doch da kommt nichts. Allerdings ist der Rauch sehr weich. Auf meiner Suche nach der Süße ziehe ich wohl immer heftiger, mir wird das überhaupt nicht bewusst. Ein anderer Virginia würde mich mit "Zungenbeißen" sofort auf mein "Fehlverhalten" hinweisen. Der Oxenfisl bleibt friedlich.
Nach mehreren Pfeifenfüllungen, mit und ohne Filter, habe ich die Süße gefunden, weit im Hintergrund. Den Tabak empfinde ich im Rauch als sehr sauber, rein, klar, ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll. Ihm fehlt etwas Auffälliges, etwas woran ich ihn festmachen kann. Damit will ich nicht sagen, er ist fade, das würde ihn falsch charakterisieren. Freunde von reinen Virginias, die es nicht zu kräftig mögen, für sie könnte er etwas sein. Mir! ist er zu schwach. Rauchen lässt er sich unkompliziert, er verglimmt zu einem kleinen Rest Asche.

Vertrieb: http://www.synjeco.ch/

(16.04.2001)


Amelie Zapf

Von Joachim Acker erhielt ich als Tabakprobe ein Stück Oxenfisl Twist (Danke, Joachim!), von dem ich mir für das Review fünf Füllungen genehmigte und damit die Probe nahezu vernichtete. Als Testpfeifen verwandte ich eine Stanwell Pfanne sowie eine ebensolche Pot. Der Tabak kommt als kompakter, in einen "trapezoiden" Querschnitt gepresster Strangtabak, der sehr leicht mit dem Messer zu schneiden ist. Farblich ist er mittelbraun mit hellen Einsprengseln. Geruchlich erinnert er etwas an schwarzen Tee, ein Casing ist jedoch nicht vorhanden.
Zur Tabakaufbereitung ging ich folgendermaßen vor: ich schnitt von der "Wurst" ca. 1 mm dicke Scheiben mit dem Skalpell ab und stellte diese zusammengedreht senkrecht in der Pfeife auf (Escudomethode). Obenauf kamen zum besseren Anzünden einige aufgerubbte Krümel. Das Anzünden gestaltet sich unproblematisch, nach 1-2 Zündhölzern glimmt der Tabak ordentlich. Im Abbrand ist der Tabak unkompliziert, einmal angezündet, brennt die Pfeife ohne Sottern (!) bis unten durch.
Der Rauch des Tabaks ist verblüffend leicht, die Schwarzteenote setzt sich hier, wenngleich sehr gelinde, fort. Ansonsten ist der Rauch sehr mild und tabakecht. Oxenfisl ist ein sehr gutmütiger Tabak, von Zungenbiss kann keine Rede sein, selbst wenn man ihn (wie ich es zu Testzwecken mit Vorsatz tat) heißraucht. Das Aroma bleibt konstant, bis der Tabak zu hellgrauer, feinpulvriger Asche verglommen ist.
Bei diesem Tabak vermisse ich "das besondere Etwas". Er ist ob seiner gutmütigen Eigenschaften ein hervorragender Tabak zum Bei-der-Arbeit-Rauchen, gewissermaßen Schwarzbrot erster Qualität, jedoch kein Galadiner. Da ich meist stärkeren Tabak rauche, ist er mir einen Tick zu leicht. Optimal ist er jedoch meiner Meinung nach für Preßtabak-Einsteiger.

(10.02.2002)


Ingo Gebert

Kurz und knapp beschreibt Daniel seinen Haus-Twist so:
"Hergestellt aus verschiedenen Virginasorten, gesponnen wie ein Seil."

Der Oxenfisl Twist ist von seiner Aufbereitung her ziemlich unproblematisch. Mit einem Messer lassen sich ohne größere Schwierigkeiten dünne Scheibchen absäbeln, andere Twists sind da durchaus etwas widerstandsfähiger. Beim Anzünden des Tabaks brauchte ich etwas Geduld, es waren mehrere Versuche erforderlich, bis das Kraut einigermaßen vor sich glimmte. Nachdem der Tabak dann seine richtige Betriebstemperatur erricht hat, kann ich einen fruchtige, frische Note, mit einer dezenten Süße erschmecken, und dabei kam mir dieser Geschmack zu keiner Zeit chemisch oder künstlich aufgesetzt vor. Ich hatte schon einen "Seifen- oder Rasierwassertabak" befürchtet, aber ich wurde durchaus angenehm überrascht. Von der Stärke würde ich den Oxenfisl Twist als am Anfang der Pfeifenfüllung als leicht-mittel einstufen, und ab der Mitte der Füllung nimmt er dann doch eine Spur an Stärke zu, ohne einen gleich aus den Socken zu hauen. Hieran kann man auch die gute Tabakbasis des Twists erkennen.

Fazit: Daumen rauf, der Oxenfisl Twist ist sicherlich Wert, kennen gelernt zu werden

(13.04.2005)

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