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Ozona Cherry

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Pöschl Ozona Cherry

(Schnupftabak)

Markenname:Pöschl
Hersteller:Pöschl
Verpackung:5 Gramm
Preis:1,55 Euro

Sven Königsmann

Das Pulver kommt in der typischen Ozona Rund-Drehdose mit bonbonrotem Etikett. Er ist ebenso fein gemahlen, wie der bekannte Ozona, auch ist Menthol enthalten, jedoch in angenehmer und nicht zu hoher Dosierung. Der Snuff brennt nicht in der Nase. In den ersten Sekunden wird das prickeld-frische Mentholaroma wahrgenommen, dann dominiert der fruchtige Duft, der in der Tat an Kirschen erinnert, für meinen Geschmack aber etwas wenig süß und dafür etwas herber hätte ausfallen können. Das Aroma hält recht lange.

Fazit: Für Aroma-Schnupfer sicher keine schlechte Wahl, mir wie gesagt ein wenig zu süß, wenn mir der Sinn nach Frucht in der Nase steht, würde ich den Gawith Apricot aus gleichem Hause vorziehen. Wie bei einem Pöschl-Snuff zu erwarten war: recht gute Qualität.

(11.11.2002)


Jan Hauck

Manchmal frage ich mich, ob ich zu viel erwarte. Im August habe ich mich schon auf den neuen Ozona Cherry gefreut, weil ich gute Erfahrungen mit Pöschl gemacht habe, aber auch mit dem Ozona Raspberry, und deshalb meinte ich, der Cherry habe ebensolche Qualitäten. Dem ist meine Meinung nach nicht so. Warum? Als ich die runde Dose erstmals auf Öffnung drehte, dachte ich "Plastik!". Damit meine ich das Aroma, nicht die Dose. Danach dachte ich "Naja, aber doch irgendwie kirschig." Jetzt weiß ich, nach dem ich der Sache etwas Ruhe gegönnt habe, daß meine Reaktion daher rührt, daß sich für mich die Fruchtaromen nicht mit zu viel Menthol vertragen. Gawith Apricot ist dabei ausgewogen, Silverstone Orange ist auch gut, Ozona Raspberry sehr in Ordnung, aber dieser neue Snuff ist in der Hinsicht falsch konzipiert. Mich hat das Menthol ganz erschlagen. Zwar bemerkte ich nach dem Erstkonsum, es sei zu wenig Frucht enthalten. Stimmt aber nicht. Es ist wie bei der heimischen Musikanlage. Es sind durchaus genügend Tiefen vorhanden, aber die Bässe hätte man etwas zurücknehmen können. Mit weniger Menthol hätte der Ozona Cherry fruchtiger, vielleicht sogar etwas natürlicher gewirkt, was den Genuß vergrößert hätte. Aber wer weiß, womöglich wird er bei Lagerung besser.

(13.11.2002)


Detlev Büscher

Beim Ozona Cherry handelt es sich um eine relativ neue Snuff-Sorte im Poeschl Programm, die nun zusammen mit dem Ozona Raspberry (das Design der Dose wurde entsprechend veraendert) so eine Art Kleinserie bildet. Die 5g Rund-Dose ist mit einem Rundum-Klebestreifen versiegelt, so dass der Tabak seine Feuchte und sein Aroma auch im Fall einer laengeren Lagerdauer beim Haendler halten duerfte.

Der dunkelbraune Snuff ist feucht genug, um sich zielsicher in den unteren Nasenbereich schnupfen zu lassen. Er faellt aber auch gut und neigt kaum zur Kluempchenbildung. Das Cherryaroma ist sehr intensiv und hat, aehnlich wie z.B. bei einem Tee mit Wildkirscharoma, sehr wenig mit dem Geschmack frischer Kirschen gemeinsam. Vielmehr erinnert es an den marzipanigen Geschmack einer kandierten, eingelegten Amarenakirsche. Beim vorliegenden Snuff bekommt das Aroma durch das Menthol zusaetzlich noch so eine Art "medizinische Note". Die Mentholisierung liegt auf der staerkeren Seite von "medium" ;-) und ist vergleichbar mit dem Gawith Apricot oder der Loewenprise. Das Tabakaroma spielt eher eine Nebenrolle, rundet den Gesamtgeschmack aber sehr schoen unten herum ab.

Der Ozona Cherry faehrt angenehm ein und unterstuetzt damit meine Lieblingstechnik von zwei bis drei kleineren Prisen pro Nasenseite in Folge. Nach ein paar Minuten laesst sich auch gut noch etwas nachlegen, bevor die Gesamtprise, wiederum ein paar Minuten spaeter, die Nase wieder verlassen muss. Nach dem Ausschnupfen bleibt das Ultra-Kirscharoma noch lange in der Nase, man sollte diese Art der Aromatisierung also schon moegen. Doch wenn das der Fall ist, macht der Nachduft nach kurzer Zeit schon Appetit auf die naechste Prise. Nach einem ganzen Abend mit dem Ozona Cherry ueberzeugt einen allerdings nur der Blick in den Spiegel, dass sich die eigene Nase zum Glueck noch nicht in eine schwarz-rote, klebrig tropfende Dekoration eines italienischen Eisbechers verwandelt hat. ;-)

Fazit: Fuer manchen sicher ein modischer Designer-Snuff und bestimmt auch ein Extrem-Aromat, fuer Liebhaber des beschriebenen Aromas aber eine echte Leckerei ohne Kalorien.

Mein aktuelles Snuff-Profil: Top 3: Red Bull Aromatic, Edel Frucht, Poeschl's Jubilaeumsprise Nicht so gern: silverstone orange

(17.01.2004)


Dennis Schmolk

Nach Lektüre der einschlägigen Rezensionen auf d.a.f.t. war mir klar, was mir an diesem Snuff so gefällt: die Nähe zur Jubiläumsprise. An sich bin ich eher ein Fan gering aromatisierter, starker Engländer mit viel Menthol. Aber dieser Snuff ist einfach rund, lecker-kirschig, frisch und sanft. Der Tabak ist dunkel und mild, mittelfein und eher feucht. Hustenreiz: Fehlanzeige. Das likörige Aroma hält lange an und ist ein ideales Naschwerk nach leichterem Essen (und ich freue mich schon auf den ersten Amarenabecher des Jahres, der wird mit einer Prise verdaut!). Fazit: Klarer Tipp für Aromatenfreunde, obwohl ihn unter denen garantiert eh jeder schon kennt. Ich werde ihn in Ehren halten und alle paar Tage mal davon naschen.

(01.04.2009)

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