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PO My Own Blend Sirius

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Poul Olsen My Own Blend Sirius

(Pfeifentabak)

Markenname:Poul Olsen
Hersteller:Poul Olsen, Dänemark (Orlik?)
Mischung:Ready-Rubbed Virginia Flake, loser Virginia, Black Cavendish
Schnittbreite:Mixture
Typ:aromatisiert
Flavour:dänisch, Frucht-Vanille
Stärke:leicht-medium
Verpackung:100 Gramm Hochdose
Preis:14,85 Euro

Dieser Tabak wurde als Blindtest an drei Raucher verschickt.

Uwe Lohr

Probe 3: laut „Ausschreibung“ leicht aromatisiert

Aussehen: Farbspektrum mittel- bis dunkelbraun – weder rot noch gold noch schwarz dabei. Es handelt sich wahrscheinlich um eine VA / Burley Mischung. Der Tabak hat eine Schnittbreite von 2-3mm in verschiedenen Längen; dazu rubbed Flake Anteile.

Duft: sehr angenehm zurückhaltendes Flavour: etwas Vanille, nussig ( daher mein Burley Tipp ) und noch was, was ich nicht genau einordnen kann – evtl. Waldhonig?

Als Pfeife steht hier mein Bischoff Poker mFi zur Verfügung.

Wie bei den anderen beiden Proben ist stopfen und anzünden sehr simpel. Nach dem Nachstopfen nachzünden und los geht’s. Nach etwa zwei Dritteln ist die Pfeife allerdings aus und ich muss noch mal nachzünden.

Von Anfang fällt mir sehr angenehm auf, dass ich es hier nicht mit einer sprichwörtlichen „Flavourbombe“ zu tun habe, vielmehr entwickelt der Tabak ein genauso unaufdringliches, nicht zu fruchtiges Aroma auf Zunge und im Umland wie trocken im Tütchen schon angedeutet. Erwartungsgemäß raucht sich diese Probe heißer als die anderen beiden und die Zunge hat ein bisschen was einzustecken.

Der Tabak braucht etwas Zeit, um sich zu entwickeln: leicht süß, nussig ( evtl. Pistazie? ). Den Hauptteil des Aromas schmeckt und riecht man im Mitteldrittel des Rauchopfers. Bis hierher halte ich den Tabak noch für eine willkommene, dezentere Alternative zu den Aromaten, die ich so zu Hause habe ( der leichteste ist hier der Caledonian Highland Cream ). Ein kurzes Heißrauchen dankt die Pfeifenfüllung mit Pattexduft, der sich aber vergleichsweise schnell wieder gibt. Das letzte Drittel fällt dann aber doch steil ab: Das Aroma ist sozusagen wie weggeblasen; das Ganze schmeckt nur noch bitter und ich bin froh, als der Tabak aufgeraucht ist.

Was mir auffällt, ist, dass dieser Tabak der „schnellste“ war; der Flake von Probe 1 lies sich fast doppelt so lange Zeit, bis alles aufgeraucht war.

Was den Nikotingehalt angeht, handelt es sich um eine sehr leicht Mixture, die auch für mich „Mittagspause-im-Büro-rauchen“-tauglich ist und kaum Einfluss auf meinen geistigen Zustand nimmt.

Fazit: lässig angefangen mit starkem Höhepunkt in der Mitte, aber leider ein tiefer Fall zum Ende hin. Ohne Filter fällt der Höhepunkt komischerweise nicht so deutlich auf, obwohl Filter ja eigentlich Aroma abfangen sollen. Dieser Tabak hier ließ sich mit Filter geschmacksintensiver genießen. Der Rest des Reviews steht dann aber für mFi und oFi.

Eigentlich schade, denn das Aroma hatte durchaus seinen Reiz und war sehr angenehm. Vielleicht versuch ich den Tabak einfach in ein/zwei Jahren noch mal, wenn ich mehr Erfahrungen sammeln konnte.

(30.06.2008)


Frank Kalinowski

Schon beim Öffnen der Tüte kommt mir ein wunderbar, herb/süßlicher Tabakduft in die Nase. Ein Duft wie ich ihn liebe! Anklänge von Trockenobst, etwas leicht Alkoholisches und Spuren von Vanille verbinden sich harmonisch mit dem lieblichen Duft des "ready rubbet" Virginias. Zur Auflockerung des Tabakbildes, finde ich etwas Cavendish und einige wenige Tupfen breiter goldener Virginiagrades. - Meine "Baustelle"! Augenzwinkern

Ich wähle eine filterlose Genod mit mittlerem Füllvolumen und fülle den Tabak locker bis oben hin. Nur mit dem Eigengewicht des Daumens wird einige Mal nachverdichtet, bis die Pfeife den richtigen Zug hat. Das Anzünden gestaltet sich fast schon zu einfach und legt die Vermutung nahe, daß hier etwas nachgeholfen wurde, aber wer hierüber nachdenken, oder sich ärgern wollte, wird entschädigt. Probe Nr. 3 hält geschmacklich nichts vom kleckern. Mit einem Paukenschlag wird es vollsüß und fruchtig in der Mundhöhle, mit leichten Tönen von Mandellikör und einem angenehm zurückhaltenden Duft von Whiskey in der Luft. Ich bin vom Fleck weg verliebt, aber auch gleichzeitig von der Angst beseelt dass er das nicht wird durchhalten können. Geschmacklich bin ich an den "Sun of Kentucky" erinnert, empfinde ihn aber als etwas dezenter, runder. Etwas weniger Aroma und einen Tick mehr Tabakgeschmack, einfach klasse gemacht. Nach etwa 20 Minuten kommt dann aber doch was kommen muß: Der Virginia fühlt sich vernachlässigt und fordert einen größeren Anteil an Aufmerksamkeit der Geschmacksknospen. Das Frucht-Mandel-Wiskey-Potpuri hält sich aber tapfer und bleibt bis zum Schluss deutlich spürbar präsent. Zurück bleibt am Ende nur ein kleiner Haufen hellgrauer Asche. Kondensatprobleme hatte ich, nicht einmal ansatzweise, wozu allerdings auch nur wenig Zeit war. Probe Nr. 3 brennt nämlich rasant ab, was den Genuss deutlich verkürzt (wie schon fertig?!), möglicherweise war meine Probe aber auch schon ein wenig zu trocken (oder die Zeit verging wie im Fluge leider hab ich nicht auf die Uhr geschaut).

Fazit:
Ich will wissen was ich da geraucht habe!!!!!

(30.06.2008)


Oliver Ramm:

Tabakbild: Es handelt sich um eine Mixture mit kleineren und größeren Anteilen von mittelbrauner Farbe mit einigen hellen Sprenklern. Beim Geruch ist eine deutliche Aromatisierung erkennbar, deren Richtung ich allerdings nicht wirklich einordnen kann.

Stopfen und anzünden: hier verläuft alles problemlos, auf Grund des guten Schnittes.

Rauchphase: Dieser Tabak lässt sich gutmütig rauchen, einmal entzündet glimmt er vor sich hin, auch ein zu Starkes ziehen wird nicht dauerhaft bestraft. Da er weder zum Sottern noch zum Ausgehen neigt, halte ich ihn auch für Anfänger geeignet. Falls er doch mal ausgeht, ist dies aber auch kein Problem.

Die Aromabeständigkeit ist in Ordnung, auch wenn er im letzten Drittel in meinen Augen etwas abflacht, die Abbrandeigenschaften sind aber wirklich gut.

Fazit: Ein Aromat der zu überzeugen weiß, trotzdem kein Tabak den ich unbedingt in meinem Vorrat haben muss, zum einen entspricht er nicht meinen Vorlieben, und zum anderen kommt er etwas altbacken daher. Irgendwie hat man das Gefühl diesen Tabak zu kennen, irgendwie schon mal da gewesen. Mir persönlich fehlt das Besondere, etwas was diesen Tabak von anderen unterscheidet. Mit der Zeit wachsen die Anforderungen, die man persönlich an einen Tabak stellt, bzw. entwickelt seinen eigenen Geschmack, meinen trifft dieser Tabak nicht, kann mir aber vorstellen, das er für Anfänger und Aromatenraucher seinen Reiz hat.

(30.06.2008)

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