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Butera Pelican
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Butera |
| Hersteller: | Peter Stockebye, (Paul Olsen A/S) |
| Schnittbreite: | ribbon cut |
| Typ: | englisch |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 2 oz. Dose |
| Preis: | ca. $7.20 |
Frank Nicolai
Eine Dose dieses Tabak habe ich von Björn geschenkt bekommen. Und dafür möcht ich mich hier gleich noch einmal bedanken. Denn der Tabak hat mir von Beginn an gefallen.
Ich kann nicht sagen, wie alt die Dose schon war - der Tabak war jedenfalls schon ziemlich trocken. Das kommt mir jedoch entgegen, da ich gerade Engländer gern trockener habe als es normal ist. Ich kann es nicht genau erklären: aber sie schmecken mir einfach besser wenn sie so wenig Feuchte haben, das andere schon Wiederbelebungsversuchen machen würden.
Der Pelican ist tiefschwarz. Und besteht aus etwas, das auf der Dose "ribbon" genannt wird: sehr kurz geschnittener Tabak. Der Geruch ist sehr, sehr englisch. Wer den Discovery kennt: hier hat er einen Mitstreiter gefunden. Pascal schrieb in seinem Review, dass ihn der Geruch an Salmiak erinnerte. Ich würd zwar nicht Salmiak sagen, weiss aber, was er meinte. Denn richtig hat der Tabak aus der Dose einen ein wenig strengen, beißenden Geruch.
Was mich aber nicht abschreckte, den Tabak in meine Lieblingspfeife zu stopfen und zu entzünden. Der Geschmack entspricht nicht dem Geruch. Im Gegenteil wirkt der Rauch sehr weich und samtig. Hier ist es schwer zu sagen, welcher Tabakanteil den größeren Geschmacksanteil mitbringt: die Süße der Virginias ist zu schmecken (am besten, wenn man ab und an die Pfeife aus dem Mund nimmt - dann bilden sich auf der Zunge richtig süße "Inseln" [ich weiss nicht, wie ich das anders beschrieben soll... die Spucke läuft zusammen und man schmeckt, dass es süß ist]). Dabei ist der Latakia aber immer mit voller Wucht und vollrauchiger Würze dabei. Und immer hat man das Gefühl: eine winzige Prise mehr davon wäre zu viel und der Tabak würde umkippen. Ich finde: ein gelungener Drahtseilakt.
Die Mischung ist hervorragend ausbalanciert und bietet eine Vielzahl von geschmacklichen Nuancen. Allerdings: man muss solchen Hard-Core-Engländer mögen um den Tabak wirklich auskosten zu können.
Ich kann mir vorstellen, dass es den Anfänger, den Ungeübten erschlägt.
Der Tabak glimmt - auch aufgrund seiner Trockenheit - kondensatarm und problemlos zu einem kleinen Häufchen feiner, grau-weisser Asche herunter. Der Raumduft ... man muss es mögen und selbst ich lüftete nach dem Rauchen immer :-)
Fazit:
Björn hat mir mit dem Butera Pelican wirklich ein Geschenk gemacht. Ein wunderbarer Tabak, von dem ich mir in den letzten Tagen nur jeweils eine Pfeife zum Abend gönnte. Und das nur, um noch lange was davon zu haben. Zudem ist er zu schade, um ihn nebenher zu rauchen. Der Pelican hat es verdient, ihm konzentriert zuzusprechen.
Es ist schwer, eine Empfehlung auszusprechen für einen in Dänemark hergestellten Tabak, der nur in den USA vertrieben wird. Mir wäre es sehr lieb, wenn ich ihn mir wöchentlich im Laden um die Ecke kaufen könnte. Aber so: falls mir mal wieder einer ne Dose Tabak schenken möchte: den Pelican nehme ich gern an.
(04.05.04)