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Peterson Perfect Plug

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Peterson 3 P Perfect Plug

(Pfeifentabak)

Markenname:Peterson 3 P Perfect Plug
Mischung:Virginia aus Afrika und Brasilien, Malawi-Burley
Schnittbreite:wild cut mit rubbed Flake
Typ:leicht aromatisiert
Aromatisierung:leichtes Fruchtcasing
Stärke:full
Verpackung:50 Gramm Rechteckdose
Preis:9,95 Euro

Markus Voigt

Der "3 P" kommt in einer Blechdose mit hellgrünem Label, als (typisch für einen Plug) fester Block im Cellophanbeutel daher, so etwa 5x7x2cm groß. Das Tabakbild ist sehr dunkel mit nur wenigen mittelbraunen Einsprengseln.

Er riecht schokoladig/nussig und nach Rosinen und Feigen, erinnert mich irgendwie an Früchtebrot - alles in allem für mich eine durchaus angenehme Aromenmischung, die allerdings von der Fruchtnote her nicht so ganz natürlich auf mich wirkt.

Vorbereitung: mit einem scharfen Messer eine etwa 1mm breite Scheibe von einer Schmalseite des Blockes geschnitten, die so entstandene "Flakescheibe" gut aufgerubbelt und erst mal eine gute halbe Stunde ablüften lassen. Der "3 P" kommt zwar nicht wirklich zu feucht daher, meiner Erfahrung nach tut das Ablüften aber speziell den Plugs ganz gut, da die feste Pressung sonst oft schwer entzündlich ist.

Danach eine kleine Bulldog, die ich für naturbelassene Tabake, wie z.B. den University Flake aus gleichem Hause, nutze, befüllt, nur locker gestopft und angezündet.

Der "3 P" brennt nun leicht an, ein bis zwei mal Anfeuern genügt. Der Tabak entwickelt einen milden, cremigen Rauch, den ich hier mit dem University Flake vergleichen möchte: Die beiden Tabake ähneln sich in gewisser Weise, sowohl vom Nikotingehalt (den ich durchaus als hoch einstufe, nach einer kleinen Pfeife hat man mitunter schon etwas weiche Knie) als auch vom Geschmack her - beide haben diesen typischen Rosinen- und (Trocken-)Feigengeschmack, beim UF ist da noch ein Trockenpflaumenunterton dabei, der beim "3 P" als undefinierbarer Fruchtgeschmack vorhanden ist. Der "3 P" schmeckt insgesamt kräftiger und etwas herber, mit einer leichten Zartbitterschoko-Note, was sich so auch im Geruch des Rauchs wiederfindet - er erinnert ein ganz klein wenig an Zigarre. Insgesamt also ist der "3 P" würzig-süßlich mit einer herben und einer Fruchtkomponente - mir schmeckt er, aber der Unoversity Flake schmeckt mir noch besser. Der "3 P" scheint mir ein Tabak hoher Qualität zu sein, der sich kühl und trocken raucht; es bleibt dunkelgraue Asche mit ein paar Klümpchen darin übrig. Ach ja: zu schnell geraucht wird er scharf und kratzig, aber das gilt ja für viele Tabake - auch beim "3 P" sollte man sich Zeit nehmen.

Alles in allem ein interessanter neuer Tabak, der, wegen der Plugform, etwas mehr Zeit benötigt; deswegen und wegen der Stärke kein Anfängerkraut, wie ich meine.

Mein Fazit: Daumen waagerecht mit Tendenz nach oben - ein guter Tabak mit einer mir nicht so ganz passenden Fruchtnote, die ich, obwohl nicht wirklich unnatürlich, als leicht "aufgesetzt" empfinde.

(18.10.2009)


Manfred Arenz

Irgendwie hat K&K wohl den Plug entdeckt, nachdem es diese Schnittart (bzw. eher nicht - Plug = ungeschnittener Pressquader) jahrzehntelang nur von der Insel gab...

Der "3 P" ist in der Dose zusätzlich in Cellophan geschweißt, die Größe des Quaders ist ca. 50x20x70mm, das leichte Casing riecht erst mal nach Tabak, Zartbitterschokolade, etwas zigarrig und leicht fruchtig.

Zubereiten kann man den Plug nach verschiedenen Methoden
- kreuz und quer zu Quadratschnitt (Granulated) schneiden
- einzelne Scheiben abschneiden und wie Flake behandeln
- passend zur Pfeife rund zurechtschnitzen (weniger empfehlenswert) ;-)

Ich habe den "3 P" mit dem Messer längs der Pressrichtung abgehobelt und die Scheiben anschließend zerbröselt - die entstandenen Krümel obenauf gestopft zum besseren Anbrennen.

Auf jeden Fall sollte man dem Tabak nach dem Zubereiten und vor dem Stopfen etwas ablüften/trocknen gönnen.

Geschmacklich entwickeln sich nach ein paar notwendigen Anfeuerungen bis zum Glimmen eine interessante zigarrige Note, etwas undefiniertes Fruchtaroma und vor Allem eine Vollmundigkeit wie bei den Flakes von Peterson. Eine leichte aber nicht aufdringliche Schärfe begleitet die ganze Füllung über den Geschmack, der von Anfang bis Ende sehr gleichmäßig durch hält.

Wer gerne stärkere dominikanische Zigarren raucht, wird den "3 P" mögen. Für Beginner ist er sicher ob der aufwändigen Zubereitung und der Stärke eher wenig empfehlenswert.

Mein Fazit:
Ein interessanter Tabak mit Charakter, sollte man mal probieren. Für den Kenner englischer Plugs sogar etwas schwachbrüstig...

(21.02.2010)

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