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Pfeifenmachertabak Nummer 17

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Nils Thomsen Pfeifenmachertabak Nummer 17 (Nic) [Neu: NTP#E6]

(Pfeifentabak)

Markenname:Nils Thomsen
Hersteller:K&K
Mischung:Virginia, Black Cavendish, Latakia
Schnittbreite:Mixture mit ready-rubbed-Anteilen
Typ:englisch
Stärke:medium
Verpackung:250 g Bulk
Preis:30,00 Euro

Frank Nicolai

Der NTP #17 ist auf Nils' Website noch nicht zu finden; im Laden sehr wohl. Und das es sich hier um einen Tabak handeln muss, der mir gefällt, ist schon im "Untertitel" des Namens erkennlich. Die Nummer 17 geht auf meine Idee für einen Tabak zurück; einen Tabak, den ich täglich und in Mengen rauchen möchte. Gemeinsam mit Nils und K&K gelang dieser wunderbare Engländer.

Bei der Lieferung im Bulk (es gibt ihn natürlich auch in 50 und 100 Gramm Dosen) fällt auf, dass der Tabak sowohl aus groben ready-rubbed-Stücken als auch aus sehr feinem Tabak besteht. Es empfiehlt sich hier, den Tabak vorher etwas umzurühren, in ein Vorratsgefäß umzufüllen und sich seinen Tagesbedarf in kleineren Dosen abzufüllen. Der Tabak ist - so wie ich ihn bekam - sehr elastisch und mit genau der rechten Feuchte. So ist das Stopfen und Entzünden kein Problem.

Schon beim ersten Schnuppern am Tabak entfuhr mir ein "Aha!". Mir scheint der Tabak leicht aromatisiert zu sein - dieser (natürlich) süße Duft kommt mir für reinen Tabak fast unnatürlich vor. Insgesamt überwiegt ein fast fruchtig zu nennender Geruch. Die süß-sauren Töne des Virginias sind zu erkennen und der Latakia versteckt sich auch nicht. Den BC meine ich an einigen harten und schwarzen Tabak-Stücken zu erkennen.

Nach dem Entzünden entfaltet sich ein vollmundiger, fast sämiger Geschmack. Er ist geprägt von einer anmutigen Süße, die von der immer präsenten Latakia-Würze begleitet, aber nie erschlagen wird. Dieses Zusammenspiel vom wirklich wunderbar weichen Geschmack des Virginias (und des BC) und der dagegen gestellten Rauchigkeit des Latakias habe ich noch bei keinem anderen Tabak gefunden.

Interessanterweise konnte ich schon einige Pfeifenraucher zum NTP 17 "bekehren", die zuvor nur Aromaten rauchten. Der Tabak riecht zwar im Raumdurft eindeutig englisch; schmeckt aber vordergründig natürlich süß.
Er brennt hervorragend ab und schmeckt mir mit Filter etwas gleichförmiger. Ohne Filter kommt er mir spannender vor; aber auch etwas zungenreizender. Insofern rauche ich den Tabak mal so und mal so.

Der NTP 17 glimmt relativ langsam und gleichmäßig ab und braucht nur wenig Aufmerksamkeit. Selten ist ein Nachstopfen erforderlich; selten die Benutzung eines Reinigers. Die Asche ist nicht homogen, sondern variiert zwischen weiss und schwarz.

Fazit:
Die Nummer 17 ist von der ersten Probe an mein Favourit geworden. Ich habe hier meinen All-Day-Smoke gefunden. Sicherlich gibt es etliche Engländer, die ausnehmend gut sind. Und die werden auch weiterhin in meiner Tabakbar Platz finden. Aber die Nummer 17 hat meinen bisherigen All-Day-Engländer (Th. Timm 59) von Thron gestoßen.
Vergleichbar ist der Tabak ansatzweise mit dem Red Tag (Keistler) - der allerdings kräftiger aromatisiert zu sein scheint. Andere Vergleiche fallen mir nicht ein.

Unnötig zu erwähnen, dass der Tabak meine uneingeschränkte Empfehlung hat. Mit dem ebenfalls sehr alltagstauglichen Tabak #16 und der überaus gelungenen Nummer 8 ein Highlight in Nils Hausmischungen.

(05.01.04)


Manuel Evertz

Als ich heute morgen den Briefkasten öffnete, viel mir unter anderem ein etwas dickerer Brief in die Hände, der verdächtig nach englischer Herkunft roch :-) Es war die von Nic versprochene Probe des Nils Thomsen Pfeifenmachertabak Nummer 17 (Nic) in nicht geringer Menge. Vielen Dank dafür !

Beim Öfnnen des Briefes rieche ich als erstes mal den Latakia. Latakia kann sich einfach nicht tarnen täuschen oder verpissen, wenn er anwesend ist, wird er bemerkt :-) Öffnet man dann den Ziplockbeutel, sieht man eine gelb-braune Tabakmischung mit dunkelbraun bis schwarzen Bröseln drin. Der Geruch direkt aus dem Beutel ist nicht mehr nur vom Latakia bestimmt. Es riecht süsslich, aber nicht künstlich süsslich.
Das Zeug muss in die Pfeife, aber sofort ! Eine Bent aus dem Schrank gefischt und nach der Propf Methode von Achim gestopft. Von der Konsistenz her ist der Tabak prima dazu geeignet.
Nach dem Entzünden, das ohne jegliche Probleme von statten geht (Streichhölzer kann ich nicht zählen, ich bin ein Feuerzeugbanause), kann sich der Latakia nur ganz kurz im Vordergrund halten (ohne dabei jemals seifig zu schmecken) ehe er von den süssen Anteilen der Mischung Paroli geboten bekommt. Ein seidiger Geschmack umschmeichelt meine Zunge und das Zusammenspiel zwischen rauchiger Würze und der Süsse von Virginia und BC ist sehr gut gelungen. Schon fast eine homogene Mischung :-) Man kann auch mal etwas gieriger an der filterlosen Pfeife ziehen ohne direkt mit Brennen auf der Zunge rechnen zu müssen. Apropos Brennen : Das tut er und ohne Murren bis unten hin durch, auch wenn er ein wenig nachgestopft werden möchte.
Übrig bleibt dann grauweisse Asche mit wenigen verkohlten Tabakbröseln. Der Tabak ist auch nicht zu stark, ich hab ihn heute das erstemal direkt nach dem Frühstück geraucht und bin nicht träge am Tisch sitzen geblieben :-)

Fazit:
Ich rauche gerne mal eine Latakia Mischung und das ist eine, die man ohne Probleme tagsüber immer weiter rauchen kann. Er schmeckt wirklich lecker und raucht sich tadellos. Für abends scheint er mir ein wenig zu schwach auf der Brust, was jedoch auf gar keinen Fall negativ gemeint ist, es muss nicht jeder Tabak ein All evening Smoke sein, das Zeug zu einem All Day Smoke hat er auf jeden Fall, wenn mein selbstauferlegtes Tabakkaufverbot für diesen Monat abgelaufen ist, werd ich ihn auf meiner Einkaufsliste wiederfinden :-)

(21.01.2004)


Peter Friedl

Ich kann mich der Wertschätzung der beiden anderen Tester nur vorbehaltlos anschließen: ein ganz vorzüglicher Tabak ! Hinzufügen möchte ich noch, daß der Tabak geschmacklich einen feingliedrigen Eindruck macht. Man kann viele feine Nuancen "erschmecken", die das Raucherlebnis immer wieder genußvoll gestalten.

Ein wenig Vorsicht ist allerdings beim Rauchen geboten: zum einen sollte man die Pfeife keinesfalls zu fest stopfen, zum anderen sollte man den Tabak gaaanz langsam rauchen. Hält man sich nicht daran, quittiert der Tabak die zu große Hitze (wie bisher kein anderer Tabak bei mir) mit einer deutlichen Eintönigkeit sowie einer bitterlichen Tendenz.

Fazit:
das ist ab jetzt mein Stammengländer !

(18.03.2004)


Adrian Schmidtke

Bei Tabak Nr. 1 handelt es sich um eine Mixture, die etwa zu gleichen Teilen aus dünngeschnittenen hellen und schwarzen Blattanteilen besteht. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei den schwarzen Blattanteilen zu einem guten Teil um Black Cavendish, da man den Latakia im Duft nur sehr moderat ausmachen kann. Der Duft ist süßlich, leicht rauchig und wirkt für eine Latakia-Mixture sehr unaufdringlich. Der Tabak ist optimal konditioniert, stopft sich spielend leicht und brennt schnell und unkompliziert an.

Der Abbrand ist vorbildlich, die Kondensatentwicklung gering. Mit den ersten Zügen macht sich eine sehr angenehme, leicht malzige Süße im Mundraum breit, die sich mit dem sehr milden und weichen Latakia ausgezeichnet verbindet. Im Verlaufe des zweiten Drittels legt der Tabak ein wenig an Gehalt zu, bleibt aber hell, dezent süß und mild, obwohl sich der Latakia etwas weiter in den Vordergrund schiebt. Weite und komplexe Aromen tun sich keine auf, der Tabak ist schon ein wenig eindimensional; in dieser Eindimensionalität ist er aber sehr lecker. Heftiges Ziehen allerdings bekommt dem Tabak nicht wirklich gut, dann nämlich wird er leicht bissig und bitter. Drosselt man das Tempo, findet der Tabak jedoch schnell wieder zur ursprünglichen Milde zurück.

Das Aroma und die wirklich guten Raucheigenschaften kippen auch im letzten Drittel nicht um; mir persönlich schmeckte der Tabak ab der Hälfte der Füllung, wenn das Aroma etwas rustikaler und der Tabak insgesamt etwas gehaltvoller wurde (Medium überschreitet er zu keinem Zeitpunkt)am besten. Auch gelegentliche Pausen im Rauchvorgang, die für mich immer so etwas wie eine Feuerprobe für einen neuen Tabak darstellen, schaden dem Tabak nicht, eher das Gegenteil ist der Fall.

Fazit:
Gar nicht übel!. Ein sehr angenehm süßer, aromatischer, leichter und unkomplizierter Tabak, der mir recht gut gefallen hat.
Zwar verfügt er über keine allzu große Komplexität und ein wenig mehr Volumen würde mir persönlich gut gefallen, dennoch ohne Einschränkung empfehlenswert.

(11.08.2004)


Stephan Beeck

Geruch:
Erster Eindruck: Nur ein leichter Latakia-Anklang. Tabak riecht süß, würzig, vor allem tabakecht und natürlich durch denVirginia, der auch das Hauptaroma von sich gibt.

Optik:
Der Tabak ist das was ich als "MiX-Cut" beschreiben würde. Latakia, Virginia, stellenweise auch als Flakestückchen Die Farbe schwankt von hellem goldgelb über braun bis hin zum schwarz des Latakia.
Die Zusammensetzung würde ich vorsichtig mit einem syrischen Latakia (max.25%) sowie verschiedenen Virginias (Mahagony, darkfired?) angeben.

Stopfen/Anzünden:
Der Tabak ist, was meinen Geschmack angeht, vielleicht ein wenig zu feucht. Meine "Engländer" hab ich lieber nahezu "ausgetrocknet" - dennoch läßt er sich wunderbar anzünden und ist eigentlich richtig konditioniert. Der Tabak brennt gleichmäßig an und ist danach nicht weiter problematisch.

Geschmack/Beurteilung:
Als erstes bemerkt man den Geschmack des Virginias. Die Süße und dann nach ein paar Zügen spielt der Latakia mit. Allerdings nur leicht, wirklich sehr leicht rauchig - für einen unbedarften mag dies entweder kaum wahrnehmbar oder aber sogar auch störend wirken, da man mit diesem Geschmack nicht wirklich rechnet, wenn man vorher nicht weiß, daß Latakia in der Mischung ist.

Die Süße bleibt die ganze Füllung über konstant. Kurzzeitig gibt es eine pfeffrige Note, die aber nicht lange vorherrscht.

Es kommen Anklänge von Honig - Orientgeschmäcker, wie in vielen englischen Mischungen üblich, kommen gar nicht zum Vorschein - jedenfalls nicht schmeckbar für mich.

Nach etwa 10 Minuten schmeckt man vom Latakia eigentlich bewußt nichts mehr. Er sorgt aber dafür, daß die Eigensüße der VAs etwas gedämpft wird und der Tabak dadurch harmonisch abgestimmt wirkt. Dies bleibt bis weit über die Hälfte der Füllung so. Erinnerungen an die "Benson & Hedges Mellow Mixture" kommen auf. Aber durch Farbe und Schnitt kann ich sagen, daß es nicht der B&H MM ist.

Die Raumnote wird auch eher vom VA als vom Latakia geprägt. Sie erinnert an den Geruch den auch Richmond NC und Capstan hinterlassen, was IMHO für die Oberhand des VA in dieser Mischung spricht.
Der Rauch ist sehr dick und sehr weiß. Der Tabak brennt gutmütig ab und neigt sogar dazu, wenn man unregelmäßig zieht kaum noch zu Rauchbildung zu neigen. Was einem dann anzeigt, daß man den Stopfer mal benutzen könnte.
Zu keiner Zeit raucht er sich aber nass oder heiß. Er ist und bleibt - auch wenn man es provoziert - gutmütig und im Geschmack konstant.
Er kippt nicht und bleibt bis zum Ende der Füllung tabakecht und lecker. Er kommt sanft und zungenschonend daher und schmeckt durchaus mild und ausgewogen.

Im letzten Drittel meldet sich dann noch mal der Latakia, der dann ein wenig dominanter wird und ein wenig mehr hervortritt. Hier erinnert der Tabak an den Larsen 20, bei dem das auch so ist.

In diesem letzten Drittel wird der Tabak ein wenig herber und es kommt einem so vor, als würde der Tabak einen schleichend auf diesen Wechsel, der nicht abrupt kommt vorbereiten. Ebenso neigt der Tabak zum Ende hin dazu dann doch ein wenig heiß zu werden, was man aber durch nachstopfen wieder im Griff hat.
Kurz vor Ende (wirklich die letzten 6-8 Züge) kippt der Tabak dann doch noch, ohne aber zu beißen. Man merkt halt lediglich, daß es vorbei ist. Er ist dann ein wenig pfeffrig was man auf der Zunge spüren kann.

Die übrig gebliebene Asche ist grau und pudrig. Ein paar einzelne Stücke des Flakes der in der Mischung vorhanden war, kamen noch zum Vorschein.
Der Pfeifenkopf jedoch ist trocken und von der grauen Asche innen wie ausgepudert.

Fazit:
Gerade auch durch die Eigenschaften die ich weiter oben beschrieben habe und auch durch den nicht allzu hohen Latakia-Anteil eignet sich der Tabak hervorragend, für alle die mit Engländern anfangen wollen oder auch für den Pfeifen-Anfänger der bei Null anfängt. Der Tabak hilft einem sogar das Rauchen zu lernen, da er einem zeigt wann man stopfen muß oder auch dabei hilft, gleichmäßig zu rauchen da man einen wirklich wahrnehmbaren Rauch hat.
Geschmacklich ist er nicht zu aufdringlich. Die Honigsüße und auch die Raumnote können ihn für den ein oder anderen zu einem echten Allday machen. Er ist nicht wirklich "streng" das was man unter "englisch" versteht.
Daumen hoch, aber für mich als wirklichen Latakia-Freund zu leicht, also nichts für immer aber durchaus einer, den ich annehmen und rauchen würde, böte man ihn mir an.

(11.08.2004)


Manuel Evertz

Das Erscheinungsbild des Tabaks ist gelbbraun mit ein paar schwarzen Bröseln drin. Der Virginia liegt teilweise als ready rubbed vor. Der Tabak riecht nach Heu mit Latakia, wobei sich der Würztabak dezent im Hintergrund hält. Es gibt wohl verschiedene Sorten Latakia und hierbei handelt es sich anscheinend um eine nicht allzu kräftige Sorte. Das Kraut ist relativ leicht angezündet und brennt von da an, um es vorweg zu nehmen, ziemlich rasch und unkompliziert ab. Der Rauch schmeckt in etwa wie der Geruch. Der Virginia ist ein wenig heuig und der Latakia ist nicht aufdringlich.. Manchmal meine ich auch, einen Hauch von Black Cavendish zu erschmecken, kann mich jedoch auch täuschen, da der Rauch eine ganz leicht süssliche weiche Note hat, ohne jedoch aromatisiert zu wirken. Zieht man jedoch zu schnell an der Pfeife, wird er ein wenig bissig und dann ist dieser Unterton schnell verschwunden.
Von der Stärke her würde ich den Tabak als leicht einstufen und er legt auch zum Ende der Füllung hin kaum zu. Kondensat bildet sich kaum und übrig bleibt ein grauer Aschehaufen.

Fazit:
Ein nettes unkompliziertes Kraut für tagsüber, für den Abend würde ich persönlich etwas kräftigeres und voluminöseres vorziehen.

(11.08.2004)


Jörg Frahnow

Da liegt er nun vor mir mein erster Tabak im Blindtest. Noch im geschlossenen Zustand ist es mir klar, das ist ein Engländer. Dezenter Latakiaduft in der Nase beim öffnen der Tüte. Ob er wirklich so dezent ist oder ob das nur an dem inzwischen verflogenen Aroma durch die doch stark diffundierenden Verpackungen liegt vermag ich nicht zu sagen. In dieser Stärke jedenfalls ist Latakia wirklich was angenehmes, auch für die Nase.
Das Aussehen ist ebenfalls toll. Ein buntes Zusammenspiel von dunklem Latakia und wirklich goldgelben Virginia.

Nun aber raus mit der Dunhill Lovat, welche bei mir für die Engländer reserviert ist und rein mit dem bis jetzt erfreulichen Kraut. Ein Streicholz reicht und das Vergnügen nimmt sofort seinen Lauf. Wer so selten wie ich englisch raucht, ist erst mal vom markanten Latakia beeindruckt. Wunderbarer Anisgeschmack breitet sich auf der Zunge aus aber schon nach wenigen Zügen schmecke ich auch einen guten Virginia heraus, der sich sehr gut mit der immer noch dezenten Latakia-Note gut verträgt. Leider bleibt der Latakia nach etwa einem drittel irgendwie auf der Strecke und das gerade bei einem Tabak, wo ich ihn anfing zu mögen. Der Virgina gewinnt bis zum Ende fast gänzlich die Oberhand.
Die Raumnote war für einen englischen Tabak ausgesprochen gut, auch wenn ich wie schon erwähnt, diese nicht oft rauche, bat mich niemand aus dem Familienkreis darum, mein Rauchvergnügen im freien fortzusetzen. "Straff" war die einhellige Meinung.
Der Abbrand war vorzüglich, ohne jedes Problem ließ er sich mit wenig Kondensat gleichmässig kühl herunterrauchen. Von der Stärke her würde ich ihn mit medium mit Tendenz zum leichten einstufen.

Fazit:
Äußerlichkeiten und Handling des Tabaks sind nur zu empfehlen, leider zeigt er im Rauchverlauf eine zu starke Schwankung und somit fast zwei verschiedene Gesichter. Insgesamt empfehlenswert für jemand, der mal englisch probieren will.

(11.08.2004)


Frank Böckmann

Erster Eindruck beim Öffnen der 100g Dose:
Als erstes strömt ein angenehm rauchiger Geruch in meine Nase. Das verlangen diesen Tabak zu rauchen steigt. Die etwas grobe aber weiche Struktur des Tabaks sagt mir sofort das er nicht zu fest gestopft werden sollte. Die schöne hellbraune mit feinen Latakia Stücken durchzogene Färbung lädt gleich zum stopfen ein.

Auch die wirklich gut durchgezogene Feuchte empfinde ich als angenehm. Beim zwischen den Fingern drehen des Tabaks kommt mir der Gedanke an einen leichten Heu Geruch. Ich glaube aber auch einen dezenten Lakritz Geruch wahrzunehmen, aber das kann täuschen.

Befüllen der Pfeife Stanwell Zebrano 186:
Ich habe den Tabak vor dem befüllen zuerst leicht gerupft. Nicht zu stark gestopft, lässt sich der Tabak mit Jean Claude akFi sehr leicht und kühl ziehen. Der erste Eindruck beim trocken ziehen an der Pfeife ist ein sehr angenehmes süssliches Aroma auf Zunge und Gaumen. Der Tabak lässt sich leicht entzünden und brennt sehr gut an. Ein Streichholz sollte genügen.

Es ist nur ein leichtes nachstopfen nötig. Für mich als sonst Aromat Raucher, empfinde ich Ihn nicht zu stark sondern eher als angenehm. Auch nimmt er ein Heißrauchen nicht übel und verliert auch dann nicht an Geschmack bzw. Aroma. Positiv empfinde ich auch das kaum Kondensat entsteht.

Auch das zwischendurch ablegen der Pfeife, um Sie wieder auf Temperatur zu bringen stellt überhaupt kein Problem dar. Der Tabak brennt langsam, gleichmäßig und sehr gut ab. Übrig bleibt eine weiße / grauliche Asche.
Er hat eine angenehme natürliche süße und auch die Raumnote ist für ein Pfeifenliebhaber nicht aufdringlich.

Es ist absolut kein Zungenbrennen zu verspüren. Im unteren drittel der Füllung kommt der Latakia stärker zum Vorschein, was ich aber absolut nicht unangenehm empfinde. Ich habe mich sehr schell in den Tabak verliebt. Zu bemerken ist, das er wenn er trockener ist auch würziger ist.

Rauchen der Pfeife Stanwell Zebrano 186:
Beim Rauchen des Tabaks oFi gewinnt er eindeutig an Geschmack und Würze. Beim bewussten heissrauchen ist ein leichtes aber nicht weiter behinderndes Zungenbrennen zu verspüren.

Die Raucheigenschaften verbessern sich, er zieht sich trocken und auch sehr gut. Er wirkt insgesamt etwas bissiger aber überhaupt nicht unangenehm. Die leichte Süße tritt deutlicher hervor.
Nächste Pipe ist ganz klar ein kleinere ofi, damit man diesen Tabak mehrmals am Tag genießen kann ;-)

Wer wie ich, mit Engländern anfängt sollte diesen unbedingt probieren. Es ist IMHO ein guter- excelenter Alltagstabak der seinen platz bei mir gefunden hat.

Die BH (nicht Pfeifen Raucher) sagt: in geschlossenen Räumen mit geöffnetem Fenster ist er okay, muss aber nicht unbedingt sein.
Akzeptiert ;-) der Sommer im Garten ist ja lang.

(24.03.2006)

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