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Nils Thomsen Pfeifenmachertabak Nummer A 7
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Nils Thomsen |
| Hersteller: | Kohlhaase & Kopp |
| Mischung: | Virginia, Burley, BC |
| Schnittbreite: | Mixture |
| Typ: | aromatisiert |
| Flavour: | Karamell |
| Stärke: | leicht |
| Verpackung: | 100 Gramm Klemmdose |
| Preis: | 16,50 Euro |
Winfried Keisinger
Bei einem meiner leider zu seltenen Besuche bei Nils Thomsen wollte ich eigentlich meinen Vorrat an Larsen 50 auffüllen. Leider führt Nils den Tabak nicht, hatte mir aber als Alternative seine Hausmarke A 7 empfohlen. Vielleicht hat das bei mir zu große Erwartungen geweckt, da der Larsen 50 für mich einer der beste aromatisierten Tabake überhaupt ist - die Referenz im Karamellbereich sozusagen. Jeder Vergleichskandidat hat da natürlich einen schweren Stand. Aber der Reihe nach:
Der Tabak kommt in einer 100 gr. Metalldose mit Klemmdeckel und zusätzlichem Plastikdeckel daher. Die Dose hält hervorragend dicht, auch nach 2 Monaten war der Tabak noch ziemlich feucht. Der Tabak ist kurzfaserig geschnitten, die Farbpalette reicht von hell- bis dunkelbraun. Die frisch geöffnete Dose verströmt einen intensiven Geruch nach Karamell und Vanille (deutlich intensiver als der Larsen 50, den ich gerade zum Vergleich geöffnet habe) - alles in allem aber sehr lecker und verheißungsvoll. Das Stopfen gestaltet sich einfach und der Tabak brennt nach ein bis zwei Zündhölzer. Nachfeuern ist zumeist nicht nötig (bei mir wirklich eine Seltenheit). Der Abbrand ist relativ zügig, Kondensatentwicklung durchschnittlich. Übrig bleibt graue Asche. Die Raumnote ist erträglich, allerdings findet sich auch hier eine Nuance in Richtung angebranntes Karamell.
Der Geschmack des frisch entzündeten Tabaks entspricht den Erwartungen: Karamell, etwas Vanille. An das Aroma des Larsen 50 kommt der A 7 aber nicht heran. Auch gelang es mir nicht immer, den Tabak wirklich kühl zu rauchen. Die Pfeife, zumeist eine etwas großvollumigere Crown, wurde doch relativ oft heiß und das ist offenbar tödlich für das Aroma. Zu dem Karamellgeschmack gesellt sich dann das Aroma verbrannten Zuckers. Lässt man die Pfeife dann ausgehen, ist vom Aroma nicht mehr viel übrig. Auch beim betont langsamen Rauchen hält das Karamellaroma leider nicht bis zum Ende durch. Ab der Mitte der Füllung ist es doch weitgehend verschwunden. Es bleibt ein ziemlich nichtssagender Tabakgeschmack, so richtige Freude will da nicht mehr aufkommen. Ohne Filter geraucht ändert sich das Bild nicht wesentlich. Schmerzhafte Erfahrungen mit Zungenbrand blieben mir allerdings auch dann erspart. Der Tabak ist ziemlich leicht, gut geeignet für die erste Pfeife des Tages. Anfängern würde ich vermutlich aber doch was anderes empfehlen.
Fazit:
Daumen so leicht waagrecht. Schlecht ist der Tabak sicherlich nicht, Durchschnitt eben. Für meinen Geschmack mit 16,50 Euro aber zu teuer.
Wenn es Karamell sein soll, dann lieber den Larsen 50 oder 32, die haben die bessere Tabakbasis, die größere Aromabeständigkeit und zumindest der Larsen 50 (mit aktuell 15,50 Euro/100 gr) auch noch den günstigeren Preis.
(10.02.2007)