zurück
Mac Baren Plumcake
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Mac Baren |
| Mischung: | dunkler Virginia, brauner Burley, etwas Black Cavendish |
| Schnittbreite: | rubbed Flake-Anteile, schmaler Schnitt + BC Flocken |
| Typ: | aromatisiert |
| Flavour: | Rum - Gewürze |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 50 g Pouch |
| Preis: | 6,14 Euro |
Manfred Arenz
Plumcake ist ein sehr verbreiteter "Klassiker" im Mac Baren Programm, in seiner Machart stellt er wirklich eine eigene Mischung dar - nicht nur im Mac Baren Sortiment.
Der Tabak ist erkennbar aromatisiert, nach der Herstellerbeschreibung ist er in Rum eingelegt gewesen. Hinzu kommt eine würzige Note, die beim Öffnen der Dose deutlicher als das Rum - Aroma wahrzunehmen ist.
Die Mischung besteht aus ca.20 % aufgerubbelten Flake-Stückchen, relativ schmal geschnittenen braunen Blattanteilen und ca. 5 % Black - Cavendish Flocken, das Tabak - Bild ist eher unauffällig.
Plumcake lässt sich bequem direkt aus der Packung stopfen, bei noch nicht eingerauchten Pfeifen empfehle ich, die Flake - Teile vorher zu zerreiben.
Das Anzünden und der Abbrand gehen problemlos vonstatten, am Gaumen entwickelt sich mit dem ersten Zug ein würziges Aroma mit süßem Unterton, welches mich mehr an Plumpudding denn an "Pflaumenkuchen" erinnert.
Das Würzige weicht etwa gegen Hälfte der Füllung dem süßen Anteil, ohne klebrig oder pappig zu werden, und hält bis zum Schluss des Rauchvergnügens durch. Übrig bleibt weiße Asche mit eventuell nicht ganz verbrannten Flake - Resten, die Kondensatentwicklung ist relativ gering.
Der Tabak nimmt ein paar heftige Züge nicht übel, sollte jedoch trotzdem behutsam genossen werden, bevorzugt ein größeren Pfeifen.
Fazit:
Ein Klassiker im Mac Baren Sortiment und eine sehr eigenständige Mischung, den man mal probiert haben sollte - er wird sicher den ein oder anderen Liebhaber finden. Wegen der unaufdringlichen Süße, verbunden mit der würzigen Note im Geschmack, wird er auch Gnade bei einigen "Naturfreunden" finden. Zudem ist der Tabak leicht erhältlich.
(03.07.2000)
Björn Hollensteiner
Mac Barens Plumcake gehört sicherlich zu den Tabaken, die in einem Atemzug mit seinem Hersteller genannt werden. Kein Wunder, dieser Tabak ist schon sehr lange auf dem Markt und erfreut sich nichtsdestotrotz großer Beliebtheit.
Ich habe diesen Tabak von etwa zwei Jahren zusammen mit der Mixture aus dem gleichen Hause genossen, wobei mir der Plumcake damals besser gefiel.
Es handelt sich beim Plumcake höchstwahrscheinlich um die selbe Tabakmischung, wie beim Mixture - Scottish Blend, aber mit anderem Casing. Der Hauptanteil Ready-Rubbed Virginia, gemischt mit etwas Burley und geringen Mengen Black Cavendish ist beim Plumcake mit einem deutlichen Casing aus Rum versehen. Der Tabak riecht im Pouch deutlich alkoholisch, zusammen mit dem Tabakduft ergibt sich eine sehr schmackhafte Duftnote, die Lust aufs Rauchen macht.
Unkompliziertes Stopfen und Entzünden kennzeichnen den Tabak, wenn man ihm etwas Zeit zum Trocknen gibt.
Die Stärke des Tabaks ist medium und zu meiner Zunge ist er nicht bissig. Cirka 1 - 2 Wochen Trockenzeit nach dem ersten Öffnen sollte man dem Plumcake schon geben. Danach erwarten den Raucher sehr gutmütige Raucheigenschaften, geringe Kondensatbildung und ein wirklich duftvolles Raucherlebnis. Denn für meine Begriffe ist der Duft aus guten Tabaken und dem gelungenen Casing sehr angenehm. Er erinnert mich sehr an den Esoterica Pembroke, welcher allerdings eine völlig andere Grundtabakkomposition hat.
Der Plumcake ist einer der wenigen Tabake, die auch auf der Zunge schmecken, und zwar recht angenehm. Ich habe den Plumcake damals mit Filter geraucht, nun ohne und muss sagen, dass er mir auch ohne die Hilfe von Stallknecht und Steigbügel so besser gefällt. Allerdings kann ich nicht sagen, ob mir nun der Plumcake besser gefällt oder die Mixture.
Fazit:
Ein empfehlenswerter Tabak, mit dem eigentlich jeder zufrieden sein kann, der nicht Aromatisierungen völlig verabscheut. Derzeit feiert dieser Tabak ein echtes "Comeback" bei mir.
(08.09.2000)
Ingo Gebert
Der 50g Beutel des Plumcakes, welchen ich noch erwischte, war noch mit 11,50 DM ausgezeichnet. Die Steuerbanderole schimmerte einem auch schon etwas gelblich entgegen. Ich schien ein Exemplar erwischt zu haben, welches schon seit längerer Zeit darauf gewartet zu haben schien, seinen Besitzer zu wechseln. "Nun ja, wenn ein Tabak abgelagert und nicht mehr ganz so feucht ist, kann sich dieses positiv auf seine Brenneigenschaften auswirken," dachte ich mir. Nach dem Öffnen des Beutel konnte ich einen starkes Pflaumenaroma erschnüffeln, und Feuchtigkeit war auch vorhanden, gerade soviel, um einen guten Abbrand zu gewährleisten. Der Tabak ließ sich problemlos stopfen und brannte auch gut ab. Dies war auch schon, die Anhänger dieses Tabaks mögen mir verzeihen, schon so ziemlich das einzig Gute an diesem Tabak.
Nach dem Anzünden des Tabaks kommt als allererstes ein süßer Schwall aus der Pfeife, der Rauch schmeckt wie Süßstoff, und im Hintergrund ist ein Pflaumenaroma zu erkennen. Andere Geschmäcker, vielleicht auch ganz dezent etwas Tabakgeschmack? Fehlanzeige. Auch einige Pfeifen später das gleiche Geschmackserlebnis. Bei den letzten Pfeifenfüllungen kam noch ein leichter Salzgeschmack hinzu, aber unterschiedliche Aromen, die das Rauchen zu einem Genuss machen würden? Immer noch nicht. Ich habe den Tabak aus mehren Pfeifen geraucht, und überall hatte ich den gleichen Eindruck. Auch als ich später aus den Pfeifen anderen Tabak genossen habe, hielt sich der Plumcake noch zwei bis drei Füllungen lang. Ich habe diesen Tabak nur mit Filter geraucht, den wer leckt schon mit der Zunge an einer Zuckerdose?
Beurteilung:
(Daumen runter). Diesen Tabak ist eigentlich ziemlich eintönig und wenig abwechslungsreich, ich werde ihn bestimmt nicht mehr kaufen, und wenn er mir angeboten würde, würde ich mir auch überlegen, ob ich annehme...
(03.04.2001)
Karl-Heinz Krebs
Wie schon der Black & White kommt der Plum Cake ebenfalls aus dem Nachlas. Auch er ist mindestens 10 Jahre alt.
Nach dieser Zeit ist der Tabak noch gut in Form, das Vakuum war intakt.
Um besser vergleichen zu können, habe ich mir eine Dose aus der aktuellen MB Produktion gekauft. Schon beim optischen Vergleich zeigen sich deutliche Unterschiede. Der alte Plum Cake ist nicht so feucht, in ihm finden sich kaum Broken- Flake- Anteile und die Tabakfasern sind länger geschnitten. Im Geruch kann ich keine Unterschiede feststellen.
Beim Rauchen verglimmt er besser, ich führe das auf die fehlenden Flakeanteile zurück. Auch den Geschmack des älteren Plum Cake empfinde ich als intensiver.
Ansonsten ist dem, was Manfred und Björn zum MB Plum Cake geschrieben haben, nichts hinzuzufügen. Für mich war es eine leckere Erfahrung. Interessant bei dem Vergleich ist für mich, selbst nach langer Lagerzeit, hat der Tabak keine seiner Eigenschaften verloren. Die festgestellten Unterschiede sind wohl eher in Produktionstechnischen Abläufen zu suchen.
Nun steht noch die MB Mixture zum Vergleichen bereit. Sie stammt ebenfalls aus dem Nachlass.
(13.04.2001)
Frank Nicolai
Der Plumcake ist ein Klassiker. Und er war einige Zeit der Leib- und Magentabak meines Vaters. Dort habe ich ihn ab und an probiert. Nun habe ich eine eigene Dose und wundere mich. In meiner Erinnerung an Vaters Tabak war der Plumcake ein warmer, süßer Tabak mit einer eher süßlichen Geschmacks- und Raumnote. Der meine hingegen ist vor allem würzig und wenig süß.
Nun; meine Dose wurde schon vor längerem geöffnet. Und wie Björn schon vermutet hat wird der Tabak offenbar nach dem Lüften und Lagern besser.
Das Stopfen und Entzüden machte keine Probleme. Von Beginn an umspielt ein würziger Grundton, gepaart mit einer dezenten Süße, die Zunge. Eine eindeutige Aromatisierung nach Rum kann ich nur dann hervorschmecken, wenn ich beim Rauchen an Rum-Aroma denke. Ich habe gerade den Torben Dansk ready rubbed Mysore Virginia geraucht. Hier ist eine Spur des gleichen Aromas zu entdecken, so dass zu vermuten steht, dass das künstliche Aroma das natürliche nur verstärkt.
Möglich, dass sich mein Empfinden hinsichtlich von Tabakstärke verändert hat im Laufe der Zeit - aber der Plumcake kommt mir kräftiger vor als ich ihn in Erinnerung (an die Vater-Proben) hatte.
Möglich aber auch, dass das mit dem Lagern des Tabaks zu tun hat.
Fazit:
Die Dose ist relativ schnell alle geworden (wenn man bedenkt, dass ich noch knapp 15 andere Tabake offen habe) und ich werd mir den Plumcake sicherlich noch einmal kaufen. Und ich bin gespannt, wie
weit sich neuer Plumcake von diesem hier unterscheidet.
Meine Empfehlung für alle, die die ganz süßen Sachen nicht mögen und ein wenig echten Tabakgeschmack probieren und dabei nicht ganz auf Süße verzichten wollen.
(18.10.04)
Rolf Hammer
Jetzt, nach etwa einer halben 50g Packung, glaube ich mich befähigt, den MB Plumcake zu bewerten.
Ursprünglich hatte ich ihn nur gekauft, weil mein Vater ihn mir empohlen hatte - er ist seit Jahrrehnten Nichtraucher, erinnert sich aber voller Nostaglie noch an seine Pfeienzeit und hat mir schon viel über den Plumcake erzählt, der damals wohl sein Tabak war.
Der Plumcake ist wohl ein Ableger der MB Mixture, allerdins ein durchaus eigenständiger. Die Meinungen scheinen sich zu teilen, ob dem Plumcake Latakia beigefügt wurde, der Packung die ich gekauft habe und auch meinen Geschmacksknospen nach enthält der Plumcake durchaus Latakia - allerdings in nahezu perfekter Konzentration:
Es wurde nur gerade so viel Latakia beigefügt, um einen weit milderen Rauch als bei der Mixture zu garantieren.
Aber kommen wir zum Tabak selbst:
Der Tabak riecht aus dem Pouch ziemlich ekelhaft, irgendwie wie verfaulte Früchte, ja - so frevelhaft es sein mag, ich habe Anfangs den Geruch von Exkrementen mit dem Plumcake in Verbindung gebracht.
Man verstehe mich nicht falsch, ich rauche von Zeit zu Zeit mit Genuss z.B. den Peterson Old Dublin, der ja dem Dunhill EMP sehr ähnlich ist. Ich weiss den Geruch von Latakia durchaus zu schätzen, aber der Geruch dieser Aromatisierung.. BÄH! Ziemlich pervers, ja. Daher habe ich ihn auch lange (ca 1/2 Jahr) nach dem Öffnen nicht geraucht - der Geruch war mir einfach zu krass.
Irgendwann in einer starken Stunde habe ich ihn dann doch probiert - hinein in eine vakante Pfeife, angezündet - völlig unkompliziert, oh Wunder! Der Geschmack.. Man nehme etwas MB Mixture, speziell deren angenehme Süsse, füge eine dunkle Fruchtigkeit und den unkomplizierten Abbrand von Latakia hinzu, eh voila! MB Plumcake.
Der Plumcake hat sich razfatz zu meinem Go-To-Tabk entwickelt, ich rauche nicht täglich daher wird er nie ein allday-smoke werden - aber er ist mit Abstand der unkomplizierteste Tabak, den ich je geraucht habe.
Dieser Tabak trifft wirklich die Mitte. Wenn ich mich mal wieder nicht entscheiden kann, ob Latakia oder Virgina oder Aroma - dann greife ich zum Plumcake..
Fazit:
Ich kann den Plumcake wirklich nur empfehlen, lasst euch vom ekligen Geruch nicht abschrecken, er ist wirkich toll.
Hätte nie gedacht dass gerade dieser Tabak so einen wichtigen Platz in meiner Tabakbar einnehmen würde..
Meine Vater hatte DOCH Recht :o)
(14.01.2006)
Stefan Roller
Dies ist mit 7€/50g der teuerste Tabak aus der Blindprobe. Er ist einfach zu rauchen und hat einen klar erkennbaren Tabakgeschmack. Der getestete Pouch beinhalotete erstaunlich viele Ready-Rubbded-Anteile. Vom auf der Packung erwähnten Latakia kann ich nichts schmecken, aber es kann sein, dass eine Abwesenheit auffiele.
Der Rauch hat etwas von Rauchpappe. Schmeckt nach Tabak, bleibt aber irgendwie nichtssagend, stört nicht. Auch mit Stottern hatte ich keine Probleme. Wird er heiß, neigt er zum Beißen, ist aber ansonsten ein gutmütiger Tabak. Gegen Ende legt er an Stärke leicht zu. Das Casing ist so zurückhaltend, dass ich ihn eher der Naturrichtung zuordne. Jedenfalls kann er gut für ein Übergangsexperiment benutzt werden. Wenn er ganz langsam aus einer etwas größeren Pfeife geraucht wird kann er eine angenehme Süße entwickeln.
Fazit:
nicht schlecht; ein ehrlicher Tabak, der mir aber zu wenig bringt. Das Haus Halberg hat wesentlich Besseres im Sortiment.
Rolf Öttking
Pouchduft: säuerlich, Anteile von Latakia, kann aber auch von den anderen Proben stammen
(Crossover durch die Folien), gelüftet riecht er wie MB Plumcake
Farbspiegel: mittelbraun, Flakeanteile , wenige helle Einsprengsel, etwas mehr dunkle Einsprengsel (BC, wenig Latakia)
Schnittbreite: 1mm, kaum breitere anteile
Konditionierung: wie im Lehrbuch: pappt ein wenig, faltet sich aber nach loslassen wieder auseinander
Anzünden: brennt willig an, nach ein paar kräftigeren Zügen kann man zum gemächlichen "Pfeifenatmen" übergehen
Erste Züge: da ist er, der wohlvertraute, süßliche etwas herbe RR-Virginia, das sehr dezente, aber typische MB-Honigcasing, etwas würzig (wohl vom BC, vielleicht aber auch von den homöopathischen Latakia-Anteilen, die eher zu erahnen dennn zu erspüren sind).
Erstes Drittel: glimmt sehr gleichmßig, keine Rassheit, im Aroma (nasal) etwas erdig,
vom Geschmack her etwas süßlich, etwas säuerlich, etwas herb, in diesen Abstufungen.
Brot- und Pflaumen-Rum- (Plumpudding-) Aromen. Ein wenig Kakao im Unterton (Burley), ansonsten stark an MB (frühe Serie) erinnernd. Durchstoßen der Ascheschicht stößt nur auf geringen Widerstand, was auf einen geringe Zuckerzusatz schließen läßt (Honigcasing?).
Zweites Drittel: im wesentlichen unverändert, nimmt geschmacklich (linear) zu.
Ausnahmsweise keine Vanille zu spüren (ist bei dem vermuteten aauch nicht vorgesehen)
Testweises heißrauchen macht den Tabak nur wenig bitter, Abbrand bleibt trocken.
Raucht man danach wieder ruhiger, macht der Geschmack so gut wie keine Veränderungen durch
Vielleicht ganz leicht nach Zedernholz.
Letztes Drittel: geht leicht über zur herben Seite, die Geschmackskomponenten bleiben jedoch alle bestehen, lediglich die Anteile zueinander ändern sich geringfügig. Säure ist unverändert vorhanden, Süße geht ein wenig zurück.
Fazit/ Bemerkungen: der Tabak kommt mir von Anfang an wie mein alter Bekannter (MB Plumcake) vor.
Es kann daher sein, daß mein erster Eindruck mich blind für eine Revision macht, aber mit
jedem Zug aus der Pfeife festigt sich meine Überzeugung. Plumcake gehört nicht ohne Grund zu meinem ständigen Repertoire, da der Tabak über die Jahre hinweg konstant eigenständig ist.
Vermutung: Plumcake? Plumcake!
Frank Kalinowski
Probe Nr. 3 kommt als ready rubbet mit vereinzelt noch vorhandenen Flakestückchen daher. Bei der Geruchsprobe überwiegt, wie bei allen Proben, die Latakianote. Obwohl in diesem Fall sehr dezent, kann ich nichts anderes erschnüffeln..
Die schmalen Fasern lassen sich Problemlos in jede Pfeife verfrachten, allenfalls die Flakestückchen können (müssen aber nicht) noch ein wenig aufgerubbelt werden. Nach dem Anzünden brennt der Tabak willig an und bildet recht schnell einen hübschen weißen Deckel.
Ein paar Züge dominiert der Virginia, der allerdings recht scharf daher kommt, möglicherweise ist meine Probe aber auch nur ein wenig zu trocken geworden. Zug um Zug meldet sich dann der Latakia zu Wort, bleibt aber – für Latakia eher unüblich – angenehm zurückhaltend. Dafür meldet sich eine weitere bisher versteckte Komponente, vermutlich eine gehörige Portion Orient und bestimmt die Mischung. Virginia und Latakia fügen sich unterstützend nahtlos ein und bilden ein recht herbes, tabakiges Raucherlebnis. Wie bei einer naturbelassenen Mischung zu erwarten tut sich da dann auch nicht mehr viel. Der Geschmack bleibt konstant bis zu Schluß erhalten, zurück bleibt nur feine, sehr helle Asche.
Anhänger der dunklen Seite der Macht mögen mir verzeihen, aber wieder einmal bin ich an die schnöden Zigaretten erinnert, wenn auch ungleich Geschmacks intensiver. Etwas für Tabakpuristen halt, oder auch zum üben, wenn man noch nicht trocken rauchen kann, denn Kondensat lässt sich kaum produzieren.
Oliver Jung
Die dritte Blindprobe hat ein interessantes Tabakbild zu bieten, eine Mixture mit Broken Flake Anteilen von hell- bis mittelbrauner Farbe mit einigen dunklen Sprenklern. Ein neutraler tabakechter Geruch ohne Casing und Topping. Zum Stopfen rubble ich die Flakeanteile weiter auf, um ein problemloses Stopfen zu ermöglichen, auf Grund der Flakeanteile sollte man nicht zu fest stopfen. Das Anzünden gestaltet sich problemlos.
Der Tabak scheint etwas zu trocken zu sein und der Abbrand gestaltet sich für mich etwas schwieriger als normal, deswegen scheint mir dieser Tabak nichts für Anfänger zu sein. Die Grundtabake würde ich als mittlere Qualität bezeichnen. Obwohl mir der Tabak etwas zu erscheint ist eine leichte Kondensatentwicklung zu bemerken. Er bietet geschmacklich eine breite Basis. Die verschiedenen Nuancen scheinen aber nicht richtig miteinander harmonieren zu wollen. Für mich ist dieser Tabak weder Fisch noch Fleisch, irgendwo hat er etwas, was ich aber nicht greifen kann, wenn ich denke jetzt habe ich es ist es wieder weg. Daher für mich schwer bis gar nicht zu bewerten.
Stephan Beek
Braun bis tiefschwarz, kleinfaserig, mit einigen Strünken, so präsentiert sich dieser Tabak. Der Geruch erinnert an eine Blumenwiese, aber auch an Erde, Heu und - zu meinem Erstaunen - an Rotwein. Ein wenig wie ein guter schwerer Bordeaux.
Die ersten Züge nach dem unkomplizierten Stopfen (man muß ihn eigentlich nur in die Pfeife rieseln lassen und etwas nachstopfen) gibt sich rauchig, salzig. Ein wenig wie ein gutes Barbecue im Sommer, aber mit einer leichten Schärfe, was vielleicht auf Orient oder darkfired VA hindeutet.
Der Tabak schmeckt kräftig, würzig und leider ist der Geruch besser als das, was ich zu erschmecken vermag. Bis auf die deutlich wahrnehmbaren Röstaromen (tolles Wort, danke T.M. ;-)) ist eher ausdruckslos und nichtssagend. Ist der Rauch durchaus würzig und kräftig, leicht süßlich, bleibt es im Mund eher trocken (der Tabak vermag den Mund auszutrocknen und man fühlt sich so, als würde man nachts wach werden mit starkem Durst, weil man abends sehr salzig gegessen hat).
Zum Ende hin, wird er etwas bitter, was aber vielleicht auch daran lag, daß ich mich schwergetan habe ihn zu rauchen und dadurch vielleicht etwas unvorsichtig wurde und er zu heiß geworden ist.
Fazit:
Zum Schluß kann ich nur sagen, daß ich mich schwergetan habe, diesen Tabak zu reviewen. Leider reichte der Inhalt, wie bei den anderen Proben, gerade mal für zwei Füllungen in einer "Normalpfeife". Ich hätte mir vielleicht, drei, vier Füllungen aus kleineren Köpfen gönnen sollen um ihn besser zu verstehen, aber andereseits war ich auch froh, daß ich die zwei Pfeifen geraucht habe und nicht mehr. Vielleicht bietet der Tabak anderen Hochgenuss, ich sehe jedoch keinen Anlass ihn mir noch mal in eine Pfeife zu stopfen, bzw. ihn zu kaufen.
(05.12.2008)
Gerald Kubbe-Müller
Über den Plumcake Tabak wurde schon viel geschrieben und er gehört
sicherlich zu den Klassikern bei MB.
Nichts desto Trotz hab ich mich recht schwer getan an diesen Tabak ran
zu kommen.
Wenn man ihn öffnet strömt einem eine gewaltige Wolke von vielen
verschiedenen Gerüchen entgegen. Ich kann nicht alle einordnen, versuche
aber die für mich beschreibbaren aufzulisten.
Als erstes wäre da Rum oder besser Alkohol, Pflaume, Nuss und andere
vergohrene Früchte, erdig, erinnert mich ganz leicht an den Rum Topf den
meine Mutter früher immer gemacht hat. Süsslich nicht unangenehm.
Der Schnitt ist recht grob und mit Flake Teilen durchsetzt. Für meine
Begriffe etwas zu feucht.
Nach dem Abtrocknen und dem aufrubbeln der Flakestücke lässt er sich
problemlos in dier Pfeife deponieren und entzünden.
Der Geschmack hält was der Nase versprochen wurde.
Pflaume oder besser Früchte mit Alkohol (ich weiss nicht ob es Rum ist).
Nussig und süsslich am Gaumen, im ganz hintersten Winkel glaube ich noch
etwas Tabak zu schmecken. LECKER!
Er brennt gutmütig und langsam ab. Kaum Kondensat Bildung. Von der
Stärke würdeich ihn leicht bis medium einordnen.
Der Geschmack bleibt bis zum letzten Drittel gleich, dann kommt etwas an
Stärke und Tabakgeschmack hinzu. Manche behaupten eine Spur von Latakia
zu erahnen, dem kann ich mich nicht anschliessen.
Zurück bleiben ein paar kleine dunkle Spengel, ich denke mal es sind
Flakestückchen, und graue Asche.
Er wird sicherlich keiner meiner ganz grossen Favoriten, dazu ist er mir
ein wenig zu eintönig, aber er hat es geschafft das ich immer ein bis
zwei Packungen liegen haben möchte.
Ich habe irgendwo gelesen er wäre ein Tabak wenn man mal nicht Latakia
rauchen möchte. Das trifft es genau.
Für Anfänger ist er geeignet schon alleine wegen der geringen
Kondensatbildung. Man muss sich natürlich erst an den doch sehr
ungewöhnlichen Geruch gewöhnen.
Geraucht wurde er von mir in einer Semus Olive miFi.
(08.10.2010)