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Private Club Vanilla

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Von Eicken Private Club Vanilla

(Pfeifentabak)

Markenname:Von Eicken
Hersteller:von Eicken
Mischung:Virginia, Burley, BC
Schnittbreite:Mixture + Flakeanteile
Typ:aromatisiert
Flavour:Vanille
Stärke:leicht
Verpackung:50 g Pouch
Preis:4,84 Euro

Frank Nicolai

"Private Club" nenne ich nur Tabake, die ich selber einmal für meinen persönlichen Gebrauch gemischt habe. Der Vanille Tabak, den ich vor einigen Jahrenfür mich kreiert habe, fand in meinem Freundeskreis über die Jahre viele Anhänger, so dass wir uns entschlossen haben, ihn in die Private Club Serie aufzunehmen..." - soweit der Werbetext.

Also mal eine ganz neue Erfindung: ein Tabak mit Vanillearoma. Ist er so anders als alle anderen? Kann er sich durchsetzen auf dem Markt? Hat er etwas, das ihn vor den anderen Vanille-Tabake auszeichnet?

Das Mischungsbild ist schön. Von fast gelben bis zu tiefschwarzem Tabak ist alles enthalten, was das Auge erfreut. Selbst (ziemlich große) Flakestücke sind dabei - die man aber vor dem Stopfen aufrubben sollte damit die Füllung gleichmäßig glimmt. Der Geruch ist verhältnismäßig dezent - nichts vom aufdringlich schwülstigen und künstlichen Aroma eines Danish Black Vanilla. Eher erinnert er ein wenig an den Pöschl Vanilla Supermild, der ja - so man es sehr leicht mag - nicht so übel ist. Insgesamt ist der erste Eindruck nicht mal der schlechteste - auch wenn ich nicht gerade der große Süßraucher bin; ab und an gönne ich mir doch ein wenig Kompott zum Nachtisch.

Also: erwartungsvoll in die Pfeife gestopft und angezündet. Hmm, das schmeckt recht gut - vor allem, wenn man auf den Filter in der Pipe verzichtet. Der Rauch ist füllig und süß. Man schmeckt das Vanille-Aroma gut ohne dass es einem die Zunge verklebt. Mir kommt das Aroma auch beim Rauchen erfreulich natürlich vor. Der Tabak ist leicht und so auch auf nüchternen Magen wohlverträglich.

Leider neigt er ein wenig dazu, sich heiss zu rauchen. Und das verdirbt dem Geschmack. Ein Abkühlen und Neuentzünden schadet ebenfalls. Hier heißt es also: vorsichtig und langsam rauchen. Dann bleibt das Aroma auch bis kurz vor Ende der Füllung erhalten. Die letzten Züge sind dann allerdings doch recht nichtssagend und langweilig. Nur meinen Pfeifen zuliebe habe ich die Füllungen bis zum Ende hin aufgeraucht. Geschmeckt hat mir der Tabak am Ende jedoch nicht mehr. Die Asche ist feinpudrig und der Geruch für Mitmenschen sehr angenehm und wenig aufdringlich.

Nach so vielen halbwegs positiven Endrücken kommt der Pferdefuß: ich hab den Tabak nicht vertragen. Nach dem Rauchen habe ich ein (tagelang anhaltendes) Gefühl gehabt, dass mein Gaumen rau wurde. Und das disqualifiziert den Tabak - zumindest für mich.

Fazit:
der Private Club Vanilla ist einer von den besseren der vielen Vanille-Tabake. Er brennt hervorragend ab und wird sicherlich unter Leicht- und Süßrauchern einige Freunde finden. Auch wenn die Grundtabakbasis nicht die beste ist (was bei dem Preis auch nicht verwundert) kann man ihn gut nebenher rauchen. Allerdings werde ich den Tabak nicht noch einmal probieren - meinem Gaumen zuliebe.

(22.07.04)

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