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Burger Rössli
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Burger |
| Hersteller: | Burger/Schweiz |
| Schnittbreite: | Wild Cut |
| Typ: | naturbelassen |
| Flavour: | Zigarre |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 80g Pouch |
| Preis: | 5.10 CHF ~ 3.38 EUR |
Eugen Marmann
Zigarre für die Pfeife
Bei der Durchforstung der synjeco Seite bin ich auf folgende Beschreibung gestoßen:
[...] The taste and aroma are also extremely rewarding and match the excellence of the blend appearance. The only thing that I could criticize here is the fact that there are rather too many big pieces of stems (I honestly like it!). I highly recommend it for natural VA, as well as cigar, smokers.
Ingredients: A Virginia base, Maryland, Kentucky, Burley and Java
Nun bin ich ja von Geburt an neugierig. So eine Zigarre für die Pfeife hat mir in der Sammlung meiner Versuche noch gefehlt, die immerhin solche Versuchs-anordnungen wie aufgebröselte Zigarillos in Maiskolbenpfeifen und orientalischen
Pfeifentabak in Wasserpfeife umfaßt. Also habe ich mir den Tabak mutig bestellt.
Nach dem Öffnen der Packung dringt mir der Geruch nach Zigarren entgegen. Aber
irgendwie falsch. Also es richt eindeutig nach Zigarre, aber vermischt mit dem Geruch nach einer aromatischen Pfeifentabakmischung. (w.z.B.Timm´s No Name gold)
Da ich Tabak immer in Schnappdeckelgläser umfülle, ist das die Gelegenheit den Tabak auf dem glatten Eßtisch auszubreiten und mir das Erscheinungsbild genauer zu betrachten. Immerhin kommen aus der Schweiz öfters mal ungewöhnlich Schnittbreiten. Also der Tabak sieht schon ungewöhnlich aus. Da sieht man....
Ein leichter Schlag trifft mich im Nacken. "Verflixt", denke ich, "wer hat die Vögel rausgelassen?" Wo die doch immer alles anknabbern müssen. Aber es ist nur meine BH, die mich mit einem Lappen beworfen hat. Von wegen Eßtisch und Tabak und... Also der Tabak ist wirklich wild geschnitten. Man findet unterschiedliche Schnittbreiten und -längen. Des weiteren sind die unterschiedlichsten Brauntöne, rötliche Färbungen und auch grünliche Färbungen vertreten. Zwischen dem geschnittenen Blattgut sind sogar Stücke von Blattstilen und -adern zu finden.
Von Anblick her erinnert mich der Tabak an die Supermarkt Großpackungen, mit denen ich mich im Studium zum Ende des Monats immer über Wasser gehalten habe. Aufgrund der Strünke stopfe ich den Tabak mal nicht zu fest. Als Testpfeife dient eine Nording Freehand.
Einen Pluspunkt bekommt der Tabak sofort, weil er sich problemlos entflammen läßt. Zei Streichhölzer reichen. Nach dem ersten muß die Glut angestopft und der Tabak nachgezündet werden. Vermutlich wegen der Strünke. Wenn der Tabak einmal glüht, bleibt es auch dabei. Der Geschmack ist allerdings eine wirkliche Überraschung. Nach der Optik hatte ich das Schlimmste erwartet. Aber weit gefehlt. Der erste Eindruck ist der einer Orientmischung mit ein wenig Zigarrenaroma im Hintergrund. Na ja ein ganz guter Tabak zum nebenbei
schmauchen. Mit der Zeit schmeckt die Pfeife immer mehr nach Zigarre. Der letzte Rest schmeckt wie eine ordentliche Fehlfarben. Von den anderen Tabaken ist nichts mehr zu schmecken. Für den Preis eine echte Überraschung.
Wer schon immer mal Zigarre und Pfeife kreuzen wollte, sollte den Tabak einmal probieren.
Bei meiner nächsten synjeco Bestellung wird er auf jeden Fall wieder dabei sein.
(20.05.2003)