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Red Tag

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Keistler Red Tag

(Pfeifentabak)

Markenname:Keistler
Hersteller:vermutl. Orlik, Import durch K&K
Mischung:Virginia, Latakia
Schnittbreite:ribbon-cut
Typ:englisch
Stärke:medium
Verpackung:50 g Flachdose
Preis:8,20 Euro

Björn Hollensteiner

Zunächst sei der Dosenaufdruck zitiert: "Eine nach bester englischer Tradition komponierte, langfaserig geschnittene Variation feinsüßer Virginia-Tabake, angereichert mit edlem Latakia aus Syrien ergibt einen ansprechenden, nicht zu leichten Begleiter für die kühlere Jahreszeit."

Seit etwa zwei Wochen sind bei Tabac Keistler in Frankenthal mehrere neue Tabake erhältlich, die teils als Reminiszenz an Bestehende, in Deutschland nicht erhältliche Tabake gedacht sind, teils auch Neuschöpfungen darstellen. Freundlicherweise hatte Michael Keistler Karl-Heinz Krebs Proben dieser Tabake nach Erfurt mitgegeben, wo sie dann von den Teilnehmern ausgiebig getestet werden konnten. "Red Tag" hat es mir dabei sofort angetan, so daß ich sogleich einige Dose bestellte. Wie zu erfahren war, soll "Red Tag" eine Nachmischung des unter Latakiafreunden sehr geschätzten "Kong Frederick Full" - Mixture sein. Der Name des Tabaks leitet sich von einer den Fliegenfischern bekannten Köderfliege ab, wie dies auch bei anderen Keistler-Tabaken der Fall ist.
Der Tabak bietet ein "buntes" Mischungsbild von recht schmal geschnittenen, langen Tabakfasern. Helle bis braune Virginias wechseln sich mit tiefdunklen Latakiafasern ab. Vom Geruch her dominiert zunächst der satte Duft einer Latakiamischung. Hinzu kommt jedoch ein leicht fruchtiges Aroma (Erdbeere?). Im direkten Geruchsvergleich zwischen "Kong Frederick Full" und "Red Tag" fällt auf, daß dieses Aroma dem erstgenannten fehlt, bzw. wenn überhaupt viel geringer vorhanden ist. Bevor nun alle Puristen zusammenzucken: Es verleiht dem Tabak eine sehr aparte Note, die ich so noch nicht gerochen habe.
Mixture-typisch gestopft läßt sich der Tabak leicht entzünden und offenbart vor allem zu Anfang einen wunderbaren Duft. "Red Tag" ist einer der wenigen Tabake, die im Rauch auch so schmecken, wie sie aus der Dose riechen. Er hat sehr gute Abbrandeigenschaften und läßt sich ohne große Konzentration rauchen. Das Rauchvolumen und der Duft sind dabei kräftig genug, um beim "Nebenherrauchen" noch interessant zu wirken. Die Raumnote wird als nicht unangenehm beschrieben, zumindestens scheint sich keiner am gut spürbaren Latakiaanteil zu stören. Gegen Ende der Füllung geht das Fruchtaroma langsam verloren und hinterläßt einen guten Tabakrauch. Es verbleibt feine graue Asche in der Pfeife.

Fazit:
Ein feiner Tabak, der zwar Unterschiede zum "Kong Frederick Full" aufweist, aber auf seine Art einzigartig ist. Ein guter Tabak für alle Gelegenheiten. Meiner Meinung für jeden einen Versuch wert.

erhältlich bei http://www.keistler-tabac.de

(19.09.2003)

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