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Robert Mc Conell Latakia Flake

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Robert McConell Latakia Flake

Markenname:Robert McConnell
Hersteller:Kohlhase & Kopp
Mischung:Latakia, Kentucky, Black Cavendish
Schnitt:Flake
Typ:Naturbelassen
Stärke:Full
Verpackung:50g Dose
Preis:9,50 EURO (2011)

Gunnar Blumert

Zunächst die Herstellerbeschreibung: "Vollmundige, würzige Latakia- und Kentuckytabake wurden mit Black Cavendish kombiniert und dann zum Flake gepresst."

Also kein Virginia! Ich weiß nicht, ob ich überhaupt jemals eine Mischung ganz ohne Virginia geraucht habe - die dürften auch recht rar gesät sein.

In der Dose fand ich zwei Stapel mit tief dunkelbraunen Flakescheiben im Format ca. 2,5 x 7,5 cm, ca. 2 mm dick geschnitten, aus denen ganz wenige hellere Einsprengsel hervorlugten. Dennoch, für einen "Latakia"-Flake erstaunlich hell.
Aus der Dose strömte nur ein sehr schwacher Duft - zunächst nahm ich nur ein ganz leichtes Pflaumen-Aroma wahr, das vom Kentucky herrühren dürfte. Rauchigen Latakia konnte ich erst nach intensivem Schnuppern feststellen.

Die Flake-Scheiben sind nur schwer voneinander zu trennen, mir sind sie dabei immer entzwei gebrochen. Auch beim Versuch des "Knick und Falt"-Stopfens brach der Tabak, so daß wohl kein Weg am Aufrubbeln vorbeiführt.
Beim aufgerubbelten Flake überwiegt nun doch das Latakia-Aroma.

Die Konditionierung entspricht genau meinem Geschmack, zwei Streichhölzer reichen zum Anzünden. Flakes werden oftmals feuchter verpackt.
Und nun: wonach schmeckt's? Ich tue mich immer schwer damit, irgendwelche Obstsorten oder Gewürze herauszuschmecken. Entweder sind meine Geschmacksnerven zu sensibel. oder sie sind zu abgestumpft. Ich bin jedenfalls der Meinung, man kann Tabak nur mit Tabak vergleichen - es gibt nichts Vergleichbares.
Hier dominiert eindeutig der Kentucky, abgerundet durch den BC, der dezent im Hintergrund bleibt und geschmacklich kaum wahrzunehmen ist. Der Latakia (ich tippe aufgrund der milden Rauchigkeit auf syrischen) bleibt ebenfalls im Hintergrund, ist aber deutlicher zu erschmecken als der BC, vor allem gegen Ende der Pfeife.
Ansonsten passiert dann auch nichts weiter, während sich die Glut durch den Tabak frißt.
Die Raumnote ist für einen Latakia-Flake recht human, ich habe mir schon entrüstetere Kommentare von meiner BH anhören müssen. :)
Der Tabak verursacht zwar keinen Zungenbrand, aber ich konnte gegen Ende der Pfeife doch ein leises Kribbeln auf der Zunge wahrnehmen, daher meine Einstufung als "stark", Der Kentucky liefert durchaus "Vitamin N".

Wie gesagt, für mich wohl die erste Sorte ganz ohne Virginia, und ich muß sagen, mir hat etwas gefehlt. Keine Süße, keine Nuancen, der Geschmack bleibt gleich vom Anfang bis zum Ende. Alles in allem recht eintönig.

Dieses Review beruht auf einer frischen Dose, die anderen beiden werde ich mindestens ein Jahr liegen lassen. Falls sich durch die Lagerung eine spürbare Verbesserung ergeben sollte, werdet Ihr wieder von mir hören. Viel Hoffnung habe ich allerdings nicht. Ob ich mir den Tabak noch einmal kaufe, entscheide ich dann.
Mein derzeitiges Fazit: Daumen schräg nach unten - gut zu wissen, wie eine Latakia-Mischung ohne Virginia schmeckt, aber auf Dauer zu langweilig.

(21.04.2009)

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