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Royal Danish

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Stanwell Royal Danish

(Pfeifentabak)

Markenname:Stanwell
Hersteller:Paul Olsen - blended for Stanwell
Mischung:Virginia, dunkler Mild Cavendish, Burley
Schnittbreite:lockerer Feinschnitt
Typ:aromatisiert
Flavour:danisch mit Aroma tropischer Früchte
Stärke:leicht

Frank Nicolai

Ich habe die Dose geschenkt bekommen von einem Freund, dem der Tabak zu stark aromatisiert war. Dem kann ich nicht zustimmen. Die Aromatisierung ist zwar nicht dezent, doch immer nur soweit hervortretend, dass sie nie übertrieben oder störend wirkt. Der Tabak raucht sich leider recht schwer an, ich musste bisher jede Pfeife mehrere Male anzünden. Mir scheint, das liegt daran, dass der Tabak sehr "luftig" ist und so ständig nachgestopft werden muss. (Wenn die Pfeifenfüllung aufgeraucht ist, bleibt auch nur sehr wenig Asche zurück.)
Der Tabak verliert im letzten Drittel sehr an Geschmack, so dass zum Ende hin nur noch Fades und Langweiliges aus dem Holm auf die Geschmacksnerven kommt.
Ich empfehle für diesen Tabak in jedem Falle kleinere Pfeifen, da der Genuss mit der Größe der Pfeife proportional abzunehmen scheint.
Erstaunlicherweise sottet Danish Royal nicht übermäßig. Und das, obwohl es sich um einen Tabak mit gesoßten Cavendish-Anteilen handelt.

Fazit: Mal ganz nett zu rauchen, auf die Dauer nicht zu gebrauchen.


Thomas Schoke

Holtappels hält sich bei der Beschreibung dieses Tabaks mal wieder 100%ig an den Werbetext des Herstellers, der gekürzt lautet:
"Erlesener Virginia, langsam im Hochlandklima gewachsen, von Hand geerntet [...]. Gemischt mit Mild Dark Cavendish von 1,7 mm Schnittbreite, dessen exotische Fruchtextrakte die Komposition aufs Feinste nuancieren."
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen, ein Tabak, der mit Fruchtextrakten des Dark Cavendish aromatisiert ist <ROFL>. Herzlichen Glückwunsch an den Verbal-Artisten, der Stanwells Werbetext ins Deutsche übertragen hat!
Holtsappels und Stanwell verschweigen uns geflissentlich, dass Royal Danish zum größten Teil aus Burley besteht. Das Blattgut ist burley-typisch etwas labberig und schwammig. Die Schnittbreite könnte man neudeutsch als "Wild Cut" bezeichnen, die Blätter wurden in 2 - 5 mm große Stücke gerissen, was nicht nur im Trend liegt sondern der Mischung auch eine schöne Optik verleiht.
Das Brennverhalten würde ich als ordentlich charakterisieren, ich hatte keine Mühe, den Tabak am glimmen zu halten. Vor allem an Anfang dominiert ein kräftiges Fruchtaroma, das mich hauptsächlich an Kirschen erinnert. im Gegensatz zu einigen anderen Mischungen (Dan Pipes "Seasons Harvest"), schmeckt das Fruchtaroma nicht nach Chemie. "Royal Danish" ist kompromisslos auf "leicht & mild" getrimmt, der Tabak lässt Fülle und Volumen leider völlig vermissen und wirkt flach, obwohl das Aroma insgesamt nicht schlecht ist. Erst im letzten Drittel der Pfeife lässt sich ein zartes und durchaus angenehmes Tabakaroma ausmachen.

Fazit:
Royal Danish leidet unter einem Mangel an Volumen und wird wohl keinem erfahrenen Pfeifenraucher dauerhaft ein zufriedenstellendes Raucherlebnis bescheren. Schade. Die Grundkonzeption dieses Tabaks ist sicherlich nicht schlecht, mit etwas gehaltvolleren Virginias und einer Prise Kentucky wäre "Royal Danish" wohl ein akzeptabler Tabak geworden. Unter den Ultra-leichten,


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