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Davidoff Royalty
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Davidoff |
| Hersteller: | Made in Denmark (Orlik t.c?) |
| Mischung: | Virginia, Orientals, Latakia |
| Typ: | englisch |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 50 gr. Dose |
| Preis: | DM 26,50 (!) |
NN
Eintrag gelöscht
Axel Wittich
Von vorneher Zurückhaltung zeigt sich die Gestaltung der Dose des Davidoff Royalty, der preislich alles andere als zurückhaltend kalkuliert ist. Duft: Die Mixture besteht aus Virgina-, Orient- und Latakiablattgut, mittelstark geschnitten. Entsprechend ist der nasologische erste Eindruck. Es herrscht der herbe Orientduft vor, gewürzt vom rauchigen Latakia, der absolut nicht aufdringlich wirkt. Der Tabak ist nicht aromatisiert, strömt aber eine Süße aus, die wohl vom Viginia herrührt.
Stopfen: Das Füllen der Pfeife ist unproblematisch, die Feuchte optimal. Feuer frei: Das Anzünden ist einer Orientmixture entsprechend unproblematisch.
Geschmack: Weich und voll, typisch englisch mit Latakia-Charme, der durchaus dezent zu nennen ist. Die Mixture ist eher leicht- bis mittelstark. Rund um Gaumen und Zunge entfaltet sich eine dezente Viginia-Süße, die durch das Orientblattgut Vielschichtigkeit erhält. Der Tabak ist durchweg nuancenreicher als zum Beispiel Dunhills "EMP". Seinen ganzen Charme entfaltet der Royalty, raucht man ihn mit Bedacht.
Eilige Raucher müssen zwar keinen Zungebiss fürchten, aber dann schmeckt der Royalty eben wie jede andere x-beliebige Orientmischung und verliert an Charakter. Bei jedem neuen Rauchopfer entdeckt man auch wieder neue Nyancen, so dass der Davidoff nie langweilig wird.
Vorsicht: ist er zu trocken, schmeckt er auch bloß wie eine hundertjährige Seegrasmatratze.
Raumnote: Wunderbar leichte, orientgeschwängerte Raumnote, die sogar "schwiegermuttergeeignet" ist. Der Latakiaanteil ist schnupperbar, aber nicht aufdringlich. Allein das "Nachschnuppern" macht Spaß.
Fazit:
Die bislang beste Orientmixture, die ich gekostet habe. Sie ist teuer, aber ihren Preis wert.
(05.07.2006)