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Hans Schürch Rubelite
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Hans Schürch |
| Hersteller: | Schürch, Hans (Schürch Tobaccos) |
| Mischung: | div. Virginias, Sweet Black Cavendish, Burley |
| Schnittbreite: | Mixture (Wild Cut) |
| Typ: | aromatisiert |
| Flavour: | leicht |
| Verpackung: | 8,00 CHF |
Daniel Wegehaupt
Bei Rubelite handelt es sich um eine von Hans Schürch (Schürch Tobaccos) handgeblendete aromatisierte Mischung.
Erhältlich in der Schweiz bei http://www.synjeco.ch
Dort kann man folgende Beschreibung lesen:
"This is a truly beautiful mixture to look at: A wide range of colors (from very bright to jet black) and cuts (including rubbed out flakes and Black Cavendish). The pouch aroma tells you that this is not a lightly flavored mixture; it smells of fruit and molasses. It's very easy to pack and light, and it burns very regularly and effortlessly. The taste is very pleasant, with a combination of sweet and sour, but it is the former that is dominant.
The room aroma is very, very pleasant, with a touch of nuttiness and fruitiness. Due to the wild cut, it is an ideal tobacco to smoke on a windy day outdoors. What is impressive is how consistent the taste and aroma are till the very bottom of the bowl! If you like Rubino, you're bound to enjoy this one."
Der Tabak wird im Zip-Beutel geliefert und verströmt einen heftig fruchtigen Geruch mit leicht alkoholischer Note. Auch ist der Tabak so frisch aus dem Beutel noch sehr feucht. So frisch in die Pfeife gestopft ist der Rubelite eine herbe Enttäuschung. Da kommt dann nur heiße Luft kombiniert mit einem mißerablen Abbrand und sehr viel Kondensat. Der Tabak MUSS also erstmal gut durchlüften und etwas trocknen.
Tabakbild: Das Tabakbild entspricht dem einer typischen Mixture in Wild Cut (von schmal geschnitten bis grob gerissen) mit einigen ready rubbed Flakeanteilen, schwarz, braun und ein paar helle Viginia-Sprenkel.
Nachdem der Rubelite gut gelüftet hat, wird man mit einem vorzüglichen Abbrand belohnt. Der Tabak aus dem Beutel ist fast nicht wiederzuerkennen ;-)
Nur die erste Anfeuerung ist etwas schwieriger. Man sollte mal ein, zwei Hölzchen mehr einplanen. Glimmt er aber erstmal, lösen sich diese Probleme in Luft auf. Der Geruch des Tabaks, der mich sehr stark an dunkle Beeren erinnert und irgendwie auch eine leicht alkoholische Note hat, ist auch beim Rauchen ständig präsent und bleibt bis zum Ende der Füllung bestehen.
Die Aromatisierung ist doch schon von der heftigeren Sorte, trotzdem vermittelt der Rubelite vom ersten Zug an auch Tabakgeschmack. Der Tabak an sich sowie die Nicotinstärke liegen auf der leichteren Seite der Skala.
Die Raumnote wurde von zwei Kolleginnen als angenehm vanillig, jedoch unaufdringlich, nicht zu süß und auch als etwas holzig beschrieben. Der Rubelite hat sich hier als Frauenschmeichler erster Güte hervorgetan.
Soll ich noch einige Worte zur Kondensatentwicklung verlieren, so fällt mir das doch etwas schwer; zu widersprüchlich sind meine Erfahrungen mit dem Rubelite. Während die Kondensatabgabe in einer 9mm Bruyere doch recht groß war, so brauchte ich in einer oFi Meerschaum kaum einmal den Putzer aus dem Ärmel zu ziehen. Ich möchte mich hier also auf keinen Fall festlegen.
Am Ende der Füllung bleibt vom Rubelite nur noch etwas dunkelgraue Asche mit ein paar unverbrannten Tabakstückchen.
Alles in allem gefällt mir der Rubelite besser als der ebenfalls stark aromatisierte Cornola aus gleichem Hause (aber vielleicht muß mein Cornola ja auch nur noch etwas länger lüften).
Fazit:
Der Rubelite ist ein Aromat der angenehmen Sorte, der seine Aromatisierung bis zum Ende der Füllung halten kann. Der Tabakgeschmack gibt seinen Part zum Gesamteindruck dazu. Mit der angenehmen Raumnote kann man bei vielen Frauen (und Nichtrauchern) Pluspunkte sammeln. ;-) Für Süßkramraucher ist er sicher einen Versuch wert. Auch der gute Abbrand ist (bei ausreichender Auslüftung/Abtrocknung) überzeugend. Natürlich kann man auch in Deutschland ähnliche Aromaten finden, der Rubelite ist daher kein Grund zum Auswandern. Trotzdem - ich werde ihn mir sicher wiedermal bestellen.
(17.11.2002)