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Rum Amp Maple Blend No 53

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Planta Rum & Maple Blend No. 53

(Pfeifentabak)

Markenname:Planta
Hersteller:Planta
Mischung:Burley, Cavendish
Schnittbreite:von 1mm*1mm Crosscut
Typ:aromatisiert
Flavour:Rum, Ahornsirup
Stärke:leicht
Verpackung:100g Runddose
Preis:8,75 Euro

Jörg Eichelberger

Ich habe es getan. Ihr könnt mich nun teeren und federn oder nach Peitsche und Mühlsteinen rufen ;-)
Aber den meistverkauften Tabak, der auch vor 25 Jahren mein erster Pfeifentabak war sollte zumindest noch einmal probiert werden. Damals ging er gemeinsam mir einer 10DM-Wühltischpfeife (ohne Filter aber mit Metall-"Katalysator") über die Ladentheke einer Tabak- und Lottobude. Die Pfeife ist lange nicht mehr. Was aus ihr wurde, ist mir nicht mehr erinnerlich. Aber sie war ziemlich robust, da sie jahrelang stärkste Rotglühphasen uns R&M überlebt hat. Der Rum & Maple hat jedenfalls bei mir sehr viel schneller das Zeitliche gesegnet und der Erinmore Mixture Platz gemacht.
Doch nun zum Tabak. Der Pouch fühlt sich sehr hart an, und beim Öffnen der Aromaversiegelung (sehr passend *g*) meint man einen Mixture-Plug vor sich zu haben. Beim anfassen zerbröselt er zu einem feinen Gekrümel. Nun, zu feucht ist er jedenfalls nicht. Der Duft ist süß, mit Anklängen an Frucht und Nuss, wird wohl der Ahornsirup sein. Was verspricht uns nun die Verpackungsbeschriftung? Er sei "mild, not too sweet", sowie "men like its flavor, women love its aroma". Zumindest letzteres mag sogar zutreffen. Mild ist bezüglich der Stärke eine maßlose Übertreibung, leicht kommt gerade so hin. Die Süße hält sich beim Rauchen tatsächlich in Grenzen, ansonsten ist der Geschmack von der Bitternis von beim Karamellisieren verbranntem Zucker beherrschend. Wie hoch der Gehalt an Tabak in dieser Mischung ist, wage ich nicht zu schätzen, zu schmecken ist davon jedenfalls nichts.
Warum ich ihn seit Ende der 70er nicht mehr geraucht habe, weiß ich nun wieder. Es wird auch in Zukunft nicht mehr vorkommen. Versprochen.

(14.02.2001)


Sven Königsmann

Ähnlich wie Jörg es im vorangehende Review schilderte, erging es auch mir, jedoch mit anderem Ergebnis:
Auch bei mir war der Rum & Maple seinerzeit (vor ca. 15 Jahren) einer meiner ersten Pfeifentabake, der mir trotz des damals rotglühenden Pfeifenkopfes meiner einzigen Pfeife geschmeckt haben muss, denn ich habe ihn zu der Zeit oft und gerne geraucht.
Schöne Abende am Lagerfeuer, in Verbindung mit dem typischen Duft dieses Tabaks, sind mir in angenehmer Erinnerung - so kommt es, dass ich immer mal wieder zu der orangenen Dose greife. Um es vorweg zu nehmen, ich habe eigentlich immer von diesem Tabak im Haus.

Bedingt durch seinen feinen Schnitt ist er einfach (anfängerfreundlich!) zu stopfen und leicht zu entzünden. Zu fest sollte er jedoch nicht gesopft werden.

Je langsamer und kühler der Tabak geraucht wird, desto besser schmeckt er - bedingt durch den feinen Schnitt neigt er zum Heißrauchen und dann zu Geschmacksverlust. Kühl geraucht empfinde ich das Aroma als recht angenehm, durchaus dem Dosenaufdruck entsprechend: Mild - not too sweet.

Er lässt sich unkompliziert und ohne viel Aufmerksamkeit in Pfeifen jeglicher Grösse rauchen, mir schmeckt er sowohl mit als auch ohne Filter. Den Geschmack finde ich mit nussig - süßlich recht treffend beschrieben. Ausgeprägtes Tabakaroma ist allerdings in der Tat kaum auszumachen, die Aromatisierung ist ständig präsent.
Die Raumnote ist sehr angenehm - gerade wenn ich den R&M rauche, werde ich häufig gefragt welcher Tabak denn da so gut dufte.

Für mich ist er einer der Tabake, zu denen ich gerne greife, wenn ich nicht genau weiß worauf ich Appetit habe. Nicht immer, aber immer mal wieder.

Fazit: Dieser Tabak hat zu unrecht seinen schlechten Ruf. Sicherlich kein Highlight, aber ein durchaus angenehmer Tabak für zwischendurch.
Sein Ruf steht übrigens nicht in Relation zu seinem Erfolg, er dürfte noch heute einer der meistverkauten Tabake, wenn nicht noch immer DER meistverkaufte Tabak sein.

(02.12.2003)


Ingo Gebert

Mit diesem Tabak habe ich vor vielen Jahren, bestimmt wie viele andere Pfeifenraucher auch, meine ersten Gehversuch bzgl. des Pfeifenrauchens begonnen. Nach diesen ersten Versuchen verschwand dieser Tabak in der Versenkung und musste seinen Platz in den Pfeifen anderen Kräutern überlassen. Als ich letztens den "Rum and Maple" in dem Angebot einer Lottobude entdeckte, dachte ich mir, dass ich dieses Kraut eigentlich nochmals rauchen sollte, um festzustellen, wie dieser Tabak mir heutzutage mundet. Gedacht, gekauft. Das Design des Tabakbeutels hat sich in den Jahren nicht großartig geändert, wie es sich mit den Aufdrucken verhält, weiß ich nicht, es sind so nette Sprüche wie " Rum and Maple - zwei gute Wege- ; 1. gut für sich alleine und 2. Gut zum Mischen" und "Der freundliche Mischer" abgedruckt.
Nach dem Öffnen strömt mir ein seltsam fruchtähnlicher Geruch entgegen, und etwas Fus** äh Rum kann meine Nase auch erschnuppern. Stopfen und Anstopfen geht ziemlich unproblematisch von statten, und auch über das Abbrandverhalten kann ich mich nicht beklagen. Nach den ersten Zügen macht sich eine schwere Süße bereit, ich meinte, fast schon das Sirup auf meiner Zunge spüren zu können, hinzu kam noch eine dezente, alkoholische Note. Diese Note lässt sich allerdings nicht mit der Note einer Edelspirituose vergleichen, sondern mit Alkohol, der zum Desinfizieren verwendet wird. Ich habe die 50 g tapfer aufgeraucht, aber ich konnte vom Geschmack her mit dem Rum and Maple zu keinem Zeitpunkt anfreunden.

Fazit:
Daumen runter, dieser Ausflug in die Pfeifenrauchervergangenheit war weiß Gott nicht gelungen...

(07.01.2004)


Peter Meier

Nach kürzlichen Ausflügen in zu den High-End Aromaten der Dänen, wollte ich jetzt zur Abwechslung wieder etwas Bodenständigers vom anderen Ende der Preisskala testen.

Nachdem ich kurzzeitig an Pöschls Hansa Krüll dachte, griff ich dann doch lieber zum Klassiker "Rum and Maple Blend No. 53", wobei dieser infolge der Preis-/ Steuererhöhungen mit derzeit 4,75 Euro/ 50g auch nicht mehr billig zu nennen ist, trotzdem markiert er die Einstiegspreislage. Diese Mixture wird von Planta Berlin in Lizenz? der früheren gleichnamigen Tabakfabrik aus der amerikanischen Tabakmetropole Richmond/ Virginia produziert und war 2003 mit 7,2 % Marktanteil meist verkaufter Pfeifentabak in Deutschland vor der daft-Aromatenreferenz MacBaren Scottish Mixture (6,2 %)! Soviele Raucher können sich nicht dauerhaft irren, selbst wenn das Meistverkaufte nie das beste Angebot einer Branche ist.

Die Werbeprosa des Berliner Herstellers: "Flue-cured Tabake, Burley und gesondert aufbereiteter Spezial-Cavendish. Top-Flavour mit kanadischem Maple-Sirup, einem größeren Quantum Rum, kostbaren Extrakten und Gewürzen. Klassischer Schnitt. Unverwechselbar aromatisch mit sehr angenehmer Raumnote."

Der klebrig-feuchte Tabak wird vom hellen Virginia mit braunem Burley beherrscht, Black Cavendish ist glücklicherweise fast gar nicht enthalten und geschnittene Ahornblätter fehlen sogar ganz ;-) Der Eigengeruch frisch aus dem Pouch ist kräftig ahornsirup (?)-süß. Der Abbrand ist zu rasch (weniger Brandbeschleuniger wären besser), mit ständiger Tendenz zum Heißrauchen. Ruhiges Rauchen ist bei diesem Tabak sehr wichtig. Nach dem Entzünden ist er zunächst bissig und bitter, schmeckt weder nach Tabak noch nach Aroma. Mit fortschreitendem Abbrand wird dies harmonischer, ein leicht süßlicher Geschmack mit immerhin leicht wahrnehmbarer Tabaknote (Herstellerslogan "mild not too sweet"), geraucht mit Stanwell AKF. Zu süß ist er mir nicht, dafür immer etwas bitter, vielleicht soll dies an (billigen) Rum erinnern.

Der wahre Höhepunkt dieses Tabaks und sicher der wesentliche Grund seines lang andauernden Erfolges ist die sehr angenehme und intensive nussig-süße Raumnote, tatsächlich wie vom Hersteller versprochen. Wer einen günstigen Tabak zur gefälligen Dufterzeugung sucht, für den sollte R&M die erste Wahl sein.

Fazit:
Gemessen am relativ kleinen Preis ein (b)rauchbarer Tabak mit herausragender Raumnote, leider mit zu schnellem Abbrand, wie so häufig bei Plantaprodukten. Vor die Wahl gestellt, würde ich aber lieber zum etwas teureren dänischen Topseller MacBaren Scottish Mixture greifen, der insgesamt ausgewogener ist. Beide Tabake sind sehr gängig und (noch) in jeder Lottobude erhältlich.

Herstellerinfo: http://www.planta-tabak.de/pfeset.html

(25.06.2004)


Stefan Roller

Bild: Relativ fester Kuchen aus mittelbreit geschnittenem Tabak. Mittelbraun bis Dunkelbraun.

Nicht sehr feucht.

Geruch: Schokoladig mit Alkoholnote, kaum Tabak. Erinnert an Kuchen aus der Packung.

Das Anzünden geht problemlos - Chemie brennt halt gut.

Der Geschmack ist absolut nichtssagend mit derselben billigen Alkoholnote, die der Geruch auch mit sich trägt. Soll das etwa nach Gewürzen schmecken? Tabak ist nur an der Rauchentwicklung und dem Gefühl auf der Zunge erkennbar. Der "Abgang" ist nur ein pelziges Gefühl von Chemie auf der Zunge - vergleichbar den geschmacklichen Hinterlassenschaften von Backpulver. Und sowas rauchen Tausende ...?! Ein Fazit erübrigt sich. Oder doch: Zitat meiner Frau beim Geruch: "das rauchst du bitte nicht mehr, das stinkt entsetzlich!"


Rolf Öttking

Pouchduft: recht neutral, süßlich, keine Würztabke zu erriechen. Möglicherweise Duft-Crossover von Probe 2

Farbspiegel: mittelbraun (überwiegend), hellbraun und dunkelbraun (Perique, vielleichrt aber auch BC) zu etwa gleichen Teilen (je 1/5.)

Schnittbreite: 2mm, kurzfaserig, einzelne gröbere Anteile, dicke Fasern

Konditionierung: scheint recht gut konditioniert angekommen zu sein, trocknet aber im Pouch allmählich ab.

Anzünden: geschiht sehr willig, kein Aufbäumen

Erste Züge: Dabei macht sich ein würziger Geschmack bemerkbar, vielleicht Kentucky, säuerlicher Anteil, aber bei einer anderen Füllung etwas bitter.

Erstes Drittel: würzig-rauchiger Geschmack, Spitzen. Erdiges Aroma, aber mit dezenter Süße. Scheint auch perique dabei zu sein. Weder Perique noch Kentucky machen sich im Pouchduft bemerkbar. latakia meine ich ausschließen zu können

Zweites Drittel: wird würziger,herber. Süße etwa gleichbleibend bzw. in den Hintergrund tretend.

Letztes Drittel: Tabak hat etwas über mittlere Stärke (also etwa 3,5 wobei 5 der Nightcap wäre), Durchgehend trockener Abbrand. Wird bitter, wenn er heißgeraucht wird. GHeschieht das zum Ende, bleibt der Tabak herb.

Fazit/ Bemerkungen: Würziger Tabak, Stärke mittel bis stark. Scheint eine VA/Per./Ky- Mischung zu sein. Würde ich mir auch kaufen.

Vermutung: Zumindest Verwandschaft mit dem BIA scheint da zu sein. Dagegen spricht aber die Stärke, der Farbspiegel und der Schnitt. Vielleicht ein wenig gesüßter Planta?


Frank Kalinowski

Diese Probe habe ich als letztes geraucht, weil ich mich am meisten auf diesen Tabak gefreut habe. Nicht etwa, weil sie am wenigsten nach Latakia riecht, sondern weil ich tatsächlich eine leichte Aromatisierung in Richtung Wiskey vermutete – wie man sich doch täuschen kann smile.gif ¨ .
Wieder ein klassischer Mixtureschnitt, natürlich ist auch wieder Latakia dabei, aber auch hier dürfte der Anteil bei unter 5% liegen.
Die kurz geschnittene Mixtur lässt sich leicht in Pfeifenköpfe aller Größen stopfen und wie zu erwarten, problemlos anzünden. Geschmacklich vermutet man anfangs eine reine VaMischung, aber nur einige Züge lang. Dann macht sich ein nicht zu verachtender Anteil von wahrscheinlich Kentucky Blattgut bemerkbar und holt mit der Nikotinkeule aus. Wäre das die erste Pfeife meines Lebens gewesen, hätte ich bestimmt den Rest des Tages auf der Toilette verbringen müssen. Selten habe ich einen Tabak mit derartig hohem Nicotingehalt geraucht. Sicher ganz nett am Abend mit einem geistigen Getränk, zum Frühstück als erste Pfeife eher ungeeignet. Geschmacklich dominiert der herbe Kentucky, fleißig unterstützt von einem hervorragenden Virginia. Den Latakia kann man vernachlässigen, er ist nur im Hintergrund, ähnlich eines Crossovereffekts zu erahnen. Auch hier wieder ein vorbildlicher Abbrand, es bleibt nichts zurück als ein kleines Häufchen hellgrauer Asche.


Oliver Jung

Bei der ersten Blindprobe handelt es sich um eine Mixture von hell brauner Farbe in einer Schnittbreite von 1 bis 3mm und einer Faserlänge von 0,5 bis 3cm. Das Tabakbild wird durch einige wenige dunkle Sprenkler abgerundet. Diese Mixture scheint aus hochwertigen Tabaken zu bestehen, die sich durch die perfekte Konsistenz und den richtigen Feuchtigkeitsgehalt auszeichnen. Es ist ein interessanter Geruch wahrzunehmen, der leicht an Kaffee erinnert, der aber nicht wirklich greifbar ist, und evtl. auch ins schokoladige geht.

Wie bei einer Mixture anzunehmen lässt diese sich problemlos stopfen und entzünden. Schon bei den ersten Zügen macht sich ein angenehm würziger Geschmack breit, den ich diesen Tabak auf den ersten Blick und Geruch unter anderem auch aufgrund seiner Farbe gar nicht zugetraut hätte. Die Rauchphase zeichnet sich durch wenig Kondensatbildung aus, die Spitzen des Virginias bilden ein gutes Gegengewicht zu der Würzigkeit dieses Tabaks, die von einem gewissen Periqueanteils stammen dürfte. Ein problemloser Abbrand bis zum Schluss ist möglich, ein kleines Häufchen Asche mit einigen wenigen Krumen bleibt übrig.

Beim zweiten rauchen ging mir ein großes Stück der Würzigkeit, was diesen Tabak bei der ersten Probe doch so ausgemacht hat, verloren. Diese ist, im Gegensatz zum ersten Rauchen, nur noch im Hintergrund wahrnehmbar. Für mich zeigt sich, dass der Virginiaanteil alleine diesen Tabak nicht zu tragen vermag. Selten habe ich einen Tabak so unterschiedlich erlebt, leider wollte sich auch bei der dritten Pfeife das Erlebnis des ersten Rauchens nicht wieder einstellen.
Abschließend muss ich sagen, dass ich nicht genau weiß, was ich von diesem Tabak halten soll. Hat er mir beim ersten Mal doch so ein Vergnügen bereitet, so langweilig war er in der zweiten und dritten Pfeife. Sicherlich, gerade von der Qualität, den Stopf- und Raucheigenschaften, kein schlechter Tabak, der mich aber dauerhaft nicht in seinen Bann zu ziehen vermag.


Stephan Beek

Vom ersten Eindruck her, dominiert der Tabakgeruch von Virginias in Kombination mit einer wahrnehmbaren,angenehm dezenten Vanillenote. Auch meine ich Rosinen und Gewürze wahrzunehmen. Erste Assoziationen zum Ashton Fragrant Blend kommen auf, nur ist dieser nicht so dezent.

Das Tabakbild selbst wird von kleinren, verschieden braunfarbigen Stückchen geprägt, die eher gerissen als geschnitten und zum Teil etwas gehäckselt und bröselig erscheinen. Das Stopfen und Anzünden gestaltet sich problemlos, er ist einfach in die Pfeife einzubringen, muß aber etwas aufgebröselt werden, da er doch etwas verklebt erscheint.

Nach dem Anzünden kommt sofort die Vanille ins Spiel, weich, vollmundig und angenehm, aber nicht Süß. Erinnerungen an die Gerüche und Geschmäcker beim "Plätzchen backen" kommen mir in den Sinn und es mag an der Vorweihnachtlichen Stimmung liegen, in der wir uns in diesen Tagen befinden. Der Geschmack beim Rauchen ist durchaus als süßlich, aber zeitgleich auch würzig interessant zu beschreiben. Auch wenn ich voll daneben liegen mag, mit dem was ich schmecke oder mir einbilde, aber der Tabak ist interessant und hat ein "gewisses Etwas". Die Fruchtigkeit, die mir durchaus zusagt ist nicht mit Obstsalat, sondern eher mit Trockenobst gleichzusetzen. Datteln und Feigen vielleicht, aber wunderbar durch die Vanille-Note abgerundet. Vielleicht sind neben den auf jeden Fall vorhandenen Virginias noch Orienttabake und etwas Burley im Spiel. 

Mit der Zeit entwickelt der Tabak ein "tabakechtes", würziges Aroma, die Vanille tritt etwas in den Hintergrund und eine "Rosmarin"-Note kommt auf. Ebenso schmeckt er ab der zweiten Hälfte nach Wiese, Heu und zitronig. Vom Geschmack und Duft her etwa wie eine frisch gemähte Almwiese mit ihren Kräutern, wenn das frisch geschnittene Gras in der Sonne abtrocknet.

Zum Schluß hin fällt der Tabak leider etwas ab und das letzte Drittel ist eigentlich zum einen nur noch "tabakig" und die Aromen fallen etwas ab. Es bleibt eine gewisse Süße und bisweilen habe ich den Eindruck gehabt, daß ich eine ordentliche Portion Zucker schmecke. Etwa wie die Glasur eines Kuchens, wenn diese zu süss geraten und aufdringlich wirkt, dennoch nicht unangenehm.

Fazit: 

Ein interessanter Tabak, den man immer mal wieder rauchen kann,aber nicht muß. Lecker, dezent, tabakecht und angenehm. Ein Tabak, den ich nicht ablehnen würde, würde mir man ihn anbieten, ob ich aber kaufen würde, weiß ich nicht.

(05.12.2008)

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