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Samuel Gawith Scotch Cut Mixture
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Samuel Gawith |
| Hersteller: | Samuel Gawith |
| Mischung: | Burley, Virginia, Latakia, Black Cavendish |
| Schnittbreite: | Mixture |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 50 g Rechteckdose |
| Preis: | EUR 12,00 (März 2011) |
Gunnar Blumert
Zunächst wie immer die Herstellerprosa:
"Nach diesem alten Rezept für Scotch Cut werden helle Virginias, Burley und
Latakia mit Black Cavendish verfeinert. Dieser wurde aus Dark Fired Tabak
hergestellt, der bedampft, gepresst und geröstet wurde, bevor er geschnitten
und mit den anderen Tabaken gemischt wird."
Nunja. Das Mischungsbild wird von hell- und mittelbraunen Tabakfasern
dominiert, aufgelockert durch sehr wenige schwarze Einsprengsel. Nach der
Herstellerbeschreibung hätte ich wesentlich mehr schwarze Tabak-Anteile
erwartet.
Dennoch duftet es erstaunlich "englisch" aus der Dose heraus. Latakia
dominiert, aber heuiger Virginia ist ebenfalls wahrnehmbar.
Stopfen und Anzünden kein Problem, Konditionierung perfekt (und nicht wie
bei manchen anderen SG Tabaken zu feucht).
Im Geschmack dominiert dann - leider - der Burley. Dieser wird ja oft als
"nussig" oder "schokoladig" beschrieben. Wenn ich es doch nur ebenfalls so
empfinden würde! Nüsse und Schokolade mag ich nämlich - zu viel Burley
dagegen empfinde ich (auch in anderen Mischungen) schlicht als unangenehm.
Nüsse oder Schokolade sind mir noch nie in den Sinn gekommen, allenfalls
"metallisch" fällt mir ein, wenn ich Burley rauche. So auch hier.
Immerhin hält der offensichtlich hervorragende Virginia den Burley
einigermaßen im Zaum und drängt ihn manchmal sogar beinahe in den
Hintergrund. Latakia? Nur zu erahnen, gibt dem Ganzen aber Würze. Und der
BC, der immerhin ca. 2/3 der Herstellerbeschreibung ausmacht? Tja ... ich
bezweifle, dass dieser größeren Einfluss auf den Geschmack hat. Und vermute,
dass auch nur sehr wenig davon in der Mischung enthalten ist.
Mit fortschreitendem Abbrand wird der Geschmack fülliger, kräftiger und
gegen Ende wird's sogar leicht bissig, trotz AKF. Ungewöhnlich für ein
SG-Produkt.
Der Abbrand ist gut, kein Gesotter; zurück bleibt ein Häufchen stahlgraue
Asche. - Und beim Putzen der erkalteten Pfeife habe ich dann doch
tatsächlich einen nussigen Geruch erschnuppern können... :)
Fazit: Nicht so mein Fall. Aber wer Burley mag, sollte der Scotch Cut
Mixture durchaus eine Chance geben.
(24.03.2011)