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Samuel Gawith Black Cherry

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Samuel Gawith Black Cherry

(Pfeifentabak)

Markenname:Samuel Gawith Black Cherry
Mischung:Black Cavendish
Schnittbreite:loose Cut
Typ:stark aromatisiert
Aromatisierung:Kirsche
Stärke:medium
Verpackung:50 gr Dose
Preis:12,00 Euro

Philippe Blumenthal

Ich mag ja Kirsche im Tabak nicht sonderlich gerne und wenn, dann lieber als Zusatzflavour gut eingebettet in andere Aromen. Wieso also tue ich mir einen Tabak wie den Black Cherry von Samuel Gawith an? Zum einen weil ich die Samuel Gawith Tabake fast durchweg toll finde, zum anderen weil ich noch immer auf der Suche nach einem guten Cherry-Tabak bin.

Beim Öffnen des Beutels, Daniel von Synjeco verkauft den Black Cherry nebst in Dosen auch lose, ist das Kirschenaroma sofort zu vernehmen. Schwer und süß, fast gewaltig. Der Tabak ist relativ feucht, ein kurzes Antrocknen vor dem Stopfen ist sicher nicht falsch. Das geschieht dann auch recht problemlos, vielleicht braucht man 1, 2 Zündhölzer mehr als sonst.

Gleich vom ersten Moment an ist das Cherryaroma sehr präsent. Nein, es ist eher overwhelming, wie der Engländer sagt. Ja eigentlich ist es fast zu viel des Guten. Die Geschmacksnerven werden nicht nach der Suche nach dezenten Aromen auf die Probe gestellt, sondern fast schon belegt von der Schwere dieses Kirschenaromaten. Es ist deshalb mehr als verwunderlich, dass der Black Cavendish dennoch durchkommt und nicht vollkommen verschwindet. Das hätte ich nicht erwartet. Die Kirsche hält sich allerdings von Anfang bis Ende und man sollte sich wohl speziell dafür ein Pfeifchen reservieren, ansonsten springt der haftende (um nicht zu sagen penetrante) Geschmack des Black Cherry auf nachfolgende Tabake über.

Wenn man völlig auf Kirsche und deren mir persönlich zu schwerfälliges, süss parfümiertes Aroma steht, ist der Black Cherry sicher ein Lustbringer sondergleichen. So einmal im Monat, wenn ich die absolute Lust verspüre, dann wird der Tabak seinen Weg auch auf meine Zunge finden. Mehr aber eher nicht.

Ich also suche nach wie vor nach meinem persönlichen und möglichst natürlich duftenden Cherrytabak. Der Black Cherry ist es nicht.

(24.07.2010)


Frank (Nic) Navissi

Süße, aromatisierte Tabake sind nicht unbedingt das, was ich am liebsten rauche. Doch weil ein lieber Hamburger Freund diesen Tabak lange zum All-Day-Smoke gemacht hat, musste ich ihn einfach probieren. Ich kaufte ihn… und vergaß ihn fast zwei Jahre im Tabakschrank.

Nun, weder sind schwer aromatisierte, noch Black Cavendish Mixturen und eigentlich nicht einmal Kirsch-Aromen so mein Ding. Und der Black Cherry bietet alles. In reinster Form. Das Kirscharoma verbreitet sich schon im Raum, wenn ich nur die Dose öffne. Und es riecht erstaunlich gut. Wie dicke, schwarze Knubberkirschen. Hat – gerade jetzt bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt – etwas wärmend Sommerliches. Und das macht mir Appetit.

Der Tabak läßt sich leicht stopfen – wobei meine Dose nicht – wie bei daft beschrieben – erst abtrocknen musste. Ich fülle den tiefschwarzen Tabak einfach relativ lose in die Pfeife und los gehts. Zwei-, dreimal nachzünden, zurücklehnen, genießen.

Das Aroma ist auch im Rauch sehr stark. Und, anders als bei vielen anderen Aromabomben schmeckt der Tabak auch so, wie er riecht. Bis zum letzten Krümel. Ich finde, dass der Tabak ohne Filter um Längen besser schmeckt. Filter (auch Meerschaum) nehmen ihm einiges an Charakter; machen den Rauch und Geschmack zwar runder, aber auch egalisierter. Ohne Filter kommt neben dem Aroma immer dann, wenn der Rauch kühler ist, der BC zu seinen etwas bitteren Ehren.

Seltsamerweise ging mir jede Füllung in der Mitte aus. Das liegt aber vermutlich daran, dass ich den Tabak immer recht lose stopfte. Das Wiederentzünden bringt erst einmal nur Bitterkeit, es braucht ein paar Züge, dann schmeckt der Tabak aber wieder wie zuvor. Während des Rauchens benötigt der Black Cherry keine besondere Aufmerksamkeit. Mir ist es einige male passiert, dass ich die Asche in der Pfeife wieder anzünden wollte weil die Pfeife einfach und still leergeraucht war.

Fazit: Wer Süßes mag, sollte den Tabak unbedingt kennenlernen. Ich weiß allerdings nicht, ob der Tabak, wie er aktuell auch bei z.B. Dan Pipe zu kaufen ist, so schmeckt, wie ich ihn beschreibe. Der oben erwähnte Freund berichtete von gravierender Veränderung.

(23.12.2010)


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