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Signature

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W.Ø. Larsen Signature

(Pfeifentabak)

Markenname:W.Ø. Larsen
Hersteller:W. Ø. Larsen
Mischung:Virginia, Burley, Black Cavendish
Schnittbreite:Mischung aus Breit- und Schmalschnitt, kurzfaserig
Typ:aromatisiert
Stärke:leicht
Verpackung:100 g Schmuckdose
Preis:35,00 DM / 17,55 €

Manfred Arenz

Mit Signature hat Larsen sein Konzept der Luxusmischungen in repräsentativen Schmuckdosen fortgeführt. Wie die ganze Serie (Collector, Classic, Old Fashioned) besteht auch der Signature aus qualitativ unbestritten hochwertigen Tabaken, deren Aromatisierung im Rauch halten, was der Duft aus der Dose verspricht; jedoch ohne den Grundtabak zu erschlagen". Ob das jemandem der recht hohe Preis von über 30 DM wert ist, mag jeder für sich entscheiden. Auf jeden Fall kommt der Tabak sehr edel in der Verpackung und in den Raucheigenschaften daher.
Aus der Dose riecht der Tabak intensiv fruchtig nach Birne und Pfirsich, das recht angenehme Aroma ist IMO das intensivste in der Luxus-Serie.
Das Tabakbild besteht aus hellen Virginias im Breitschnitt, braunem Burley und Cavendish-Flocken, der Tabak hat die richtige Feuchte.
Relativ locker gestopft, lässt sich Signature bequem anzünden, die Brenneigenschaften im Rauchverlauf sind geradezu vorbildlich. Übrig bleibt außer weißer Asche fast nichts, die Kondensatbildung ist sehr gering.
Im Geschmack entwickelt sich sofort eine deutlich fruchtige Note, die sich aber nicht übermäßig in den Vordergrund drängt und mit der natürlichen Viginiasüße gut harmoniert. Wie bei fast allen Tabaken von Larsen, nimmt das Aroma kaum bis zum Ende der Füllung ab.

Fazit:
Von den Raucheigenschaften, der Aromatisierung und der Verpackung her wahrlich ein Luxustabak, leider auch vom Preis. Ob man sich diesen Tabak kauft, mag jeder selbst entscheiden, mir war es auf jeden Fall den Versuch wert.
Optimal sind die Tabake der Luxusreihe auf jeden Fall zum Verschenken ;-)

(13.09.2000)


Rolf Öttking

Hier nun ein Review über einen der "Schmuckdosen- Tabake", wie sie Larsen seit einiger Zeit anbietet. Unten auf der Dose steht etwas von "Malawi- und Virginia- Virginia, Burley aus Mexiko und Kentucky sowie mildem BC". Die Dose ist in Indigo gehalten (dazu später mehr) und schließt von sich aus nicht dicht. Der Tabak befindet sich in der Dose noch in einem Klapp- Beutel aus dicker Folie, der den Inhalt recht ordentlich frisch hält.
Allerdings könnten die Macher mit einer Extra- Prise PG dies noch verstärkt haben: der Tabak trocknet auch ausgebreitet nicht allzu schnell aus. Beim Öffnen des Innenbeutels wurde ich erst an Indigo Mixture erinnert (da haben wir's !). Ein Früchtearoma entströmt, das für den Duft des unverbrannten Tabaks keinen Raum lässt.
Da ich mich allerdings mit Obst nicht so gut auskenne, versuche ich gar nicht, diesen Duft in seinen Bestandteilen zu beschreiben: jedenfalls sind Beeren und vielleicht auch Zitrusfrüchte dabei. Das Tabakbild besteht aus einer ordentlichen Portion Black Cavendish (ca. 40%), aus einigen nicht sehr aufgeriebenen Broken- Flake- Stücken - nach der Packungsangabe ist das der Burley - und aus breit geschnittenem Virginia zweier Provenienzen zu etwa gleichen Anteilen.
Der Tabak ist beim Einfüllen etwas sperrig, da sich der BC unartig verhält, die Rubbed- Anteile zu lockern und einzufüllen, macht allerdings kaum Probleme und der Virginia ist so brav wie auch im ganzen weiteren Verlauf des Rauchens. Insgesamt aber kein Anlass zu Problemen.
Im Anzünden wird gehalten, was der Tabak im Duft verspricht: viel Frucht, wenig Tabak. Die Fruchtsäure hält sich nahezu die ganze Füllung über im Geschmack, erst im letzten Drittel merkt man, dass es sich doch um Tabak handelt. Wer sich bis jetzt tapfer gehalten hat, wird ein wenig durch den Tabakgeschmack entschädigt, der an Tabake wie Larsens Old Fashioned und No. 50 (entfernt) erinnert. Die Abbrandeigenschaften und die Raumnote sind sehr gut, manchmal neigt der Tabak zum Speichelfluß- Anregen, aber produziert selbst wenig Kondensat, er brennt ein wenig flott, aber nicht zu heiß ab. Beim kurzen Heißrauchen verschwindet der Obstcocktail keineswegs. Gewarnt sei allerdings davor, den Tabak nach der Hälfte ausgehen zu lassen und wieder zu entzünden: jetzt wird's bitter, wie bei nahezu allen stark BC- haltigen Mischungen.
Ist die Füllung dann erst einmal aufgeraucht, merkt man ihr die Mischung etwas an, das Crossover ist aber nicht prägend, man bekommt es mit leichter Mühe aus der Pfeife wieder heraus. Die Asche ist hellgrau und recht trocken. Geraucht: ca. 50g mit AK- (empfohlen) und MS- Filtern.

Fazit:
Warum denn immer soviel Soße, meine Herren Tabakmischer? Der Grundtabak ist sicherlich nicht schlecht und von alleine schon süß genug. Hier haben wir wieder einmal einen Fall, wo weniger (Soße) erheblich mehr (Vergnügen) wäre. Gegenüber Indigo allerdings die bessere Wahl, da man wenigstens zum Schluss etwas Tabakgeschmack herausbekommt.
Btw.: der Tabak war ein Geburtstagsgeschenk meines Bruders, dem ich mit einer Füllung "The Chief's Own No.7" einmal fast die Party aufgemischt hätte. Rache des kleinen Mannes ?;-) Einem geschenkten Gaul...

(30.11.2001)

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