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Sindelfinger Golden Flake

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Sindelfinger Tabakhaus Golden Flake

(Pfeifentabak)

Markenname:Sindelfinger Tabakhaus
Hersteller:Kohlhase & Kopp
Mischung:Virginia, Burley
Schnittbreite:Flake
Typ:naturbelassen
Stärke:leicht
Verpackung:50g Rechteckdose
Preis:8,85 Euro

Alex Neumann

Wie bei den Haustabaken vom Sindelfinger Tabakhaus üblich, hält sich der Papierkram in Grenzen: Außer dem Namen und der Steuermarke gibts nichts, Leseratten sollten zu einem anderen Tabak greifen.

Nachdem man die typische rechteckige Flake-Dose geöffnet hat, erwartet einen dann aber doch eine kleine Überraschung: Für einen "Golden Flake" sind die Scheiben doch ziemlich dunkel. Die Scheiben sind ca. 3 auf 7,5 cm groß und liegen ordentlich paarweise gestapelt in der Dose. Da auf Entfernung nicht viel zu riechen ist, muß man seinen Rüssel schon ein wenig in der Dose versenken und entdeckt: Zunächst mal etwas Heu-Aroma, dahinter verbirgt sich ein wenig Kakao und dann, an der Grenze der Wahrnehmingsfähigkeit, noch getrocknete Pflaume. Da der Tabak sich für einen Flake eher trocken anfühlt, beende ich mein Geschnüffel, entnehme der Dose zwei Scheiben und verschließe sie wieder. 1,5 Scheiben werden nach der Knick-Falt-Methode in die Pfeife geschraubt, die restliche halbe Scheibe wird zerbröselt und kommt als Starthilfe oben drauf.

Der Anzündvorgang verläuft Flaketypisch. Das erste Streichholz schwärzt die Oberfläche und der Tabak quillt oben raus. Ein paar Planierarbeiten mit dem Stopfer und dann kann das zweite Streichholz den Startschuß zu den ersten ordentlichen Rauchwolken geben. Ist der Tabak einmal am Glimmen, erwartet er gelegentliche Aufmerksamkeiten seitens des Rauchers. Es artet zwar nicht in Streß aus, aber ab und zu mal ziehen und ein gelegentlicher Einsatz des Stopfers muß schon sein. Der golden Flake ist keiner der Tabake, die einmal entzündet, von alleine weiterbrennen. In sofern ist er nicht zum nebenher Rauchen geeignet, obwohl er geschmacklich durchaus in diese Richtung passen würde: Auch wenn man sich auf den Rauchvorgang konzentriert, kann man nicht viel mehr als eine typische VA-Süße und etwas Kakaoartiges im Hintergrund wahrnehmen.

Einen wesentlichen Nikotinanteil sucht man im Rauch ebenfalls vergeblich. Erst im letzten Drittel legt der Tabak etwas zu, der Geschmak wird intensiver und der Nikotinpegel steigt so langsam auf akzeptable Werte.

Eine Raumnote ist auch nur schwach ausgeprägt, leicht süßlich mit würzigem Unterton. Wird die Pfeifenfüllung gut gepfelgt (siehe oben), brennt der Tabak bis auf ein kleines Häufchen Asche ab. Vernachlässigt man die Pflege, geht die Pfeife schon mal aus und das scheint den Flake ein wenig aus der Kurve zu tragen. Es braucht dann ein paar Züge, bis er zum gewohnten Geschmak zurückfindet.

Fazit:
Ein wenig zu kurz gesprungen. Ich habe die Dose zwar nicht ohne Genuß geraucht aber noch eine Dose muß auch nicht unbedingt sein.

(11.06.2003)

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