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Orlik Singleton Flake
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Orlik |
| Mischung: | Burley |
| Schnittbreite: | Flake |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | medium |
| Preis: | 65,50 DKK / 50 g |
Björn Hollensteiner
Vorbemerkung: Dieser Tabak ist in Deutschland leider nicht im Handel und wurde mir freundlicherweise von Michael Karrengarn aus Dänemark mitgebracht. Ich reviewe ihn deshalb, weil er in seiner Art ziemlich einzigartig sein dürfte und ich ihn jedem Flakeraucher ans Herz legen möchte.
Burley wird gemeinhin als Fülltabak genutzt, relativ geschmacksneutral und bestens für die Aufnahme zusätzlicher Aromen geeignet, findet man ihn in fast jeder modernen Mixture. Burley in Reinform findet man dagegen kaum, als reinen Burley Flake erst recht nicht. Da dürfte der Singleton Flake sicher ein ziemlich einsamer Vertreter in der Tabaklandschaft sein.
Beim ersten Öffnen der Dose entströmt dieser ein satter, herbsüßer, an Zartbitterschokolade erinnernder Duft, der einen sehr natürlichen Eindruck macht.
In der Dose liegen fein säuberlich geschnittene Flakescheiben, die in einem vollbraunem Farbton mit den üblichen helleren Fasern einen schönen Anblick bieten.
Der Flake ist recht trocken, es empfiehlt sich, ihn beim Stopfen nicht allzu sehr zu zerkleinern. Trotz größerer Stücke lässt er sich gut entzünden und glimmt dann gemächlich vor sich hin.
Der Rauchduft hält, was der Tabak verspricht. Eine feinsüße, von herben Untertönen untermalte Tabaknote prägt das Aroma. Dabei raucht sich der Tabak ausgesprochen kühl. Es entsteht nur wenig Kondensat, es bleibt nach einem längeren Rauchgenuss nur feine graue Asche übrig. Man sollte sich Zeit nehmen, denn ungeduldiges Ziehen an der Pfeife nimmt dem Tabak viele seiner feinen Duftnuancen. Für die schnelle Pfeife zwischendurch sollte man sich etwas anderes aussuchen.
Fazit:
Ein Flake, der die ganze Kunst der Tabakmeister von Orlik repräsentiert. Eine echte Alternative zum schweren Virginia Flake am Abend, gemütlich im Sessel genossen.
(13.03.2002)