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John Aylesbury Sir John's Danish Blue
(Pfeifentabak)
| Markenname: | John Aylesbury |
| Hersteller: | John Aylesbury |
| Mischung: | Virginia, Burley, Black Cavendish |
| Typ: | leicht aromatisiert |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 100 gr Dose |
| Preis: | ca. 16 Euro |
Bernd Hohmann
Die Verpackung verpricht "eine Mischung der Gegensätze: Heller und dunkler Virginia mit gut gereiften Burley- und Black Cavendish Tabaken ergeben - mit einer Spur von Fruchtaromen - eine Mischung von bestechender Harmonie."
Als ich meine Nase in eine Probe dieses Tabaks gehalten habe, war ich sofort begeistert. Denn der Geruch erinnerte mich stark an meinen heissgeliebten Javaanse Jongens Blau Halfzware Shag, den ich jahrelang in Selbstgedrehten verraucht habe.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Sehr viel Tabakgeschmack mit sehr leichtem, dezent süssem Fruchtaroma welches durchaus von den verwendeten Tabaken kommen könnte. Er ist relativ trocken und lässt sich gut stopfen und einfach durchrauchen. Selbst bei kleinen Fehlern (falsche Stopfung oder heissrauchen) verliert er kaum die Contenance und ich halte ihn für Ideal zum Einrauchen. Ein gutmütiger Tabak, der seine Qualitäten in einer grossen und guten Pfeife richtig ausspielen kann aber auch in Problempfeifen oder kleinen Rauchkammern Leben zeigt. Ein schöner und relativ kräftiger "All day smoke", den man auch mit leichten Filtern (Papier, AKF, Meerschaum) geniessen kann.
Trotz aller Euphorie: er hat auch Nachteile. Die Raumnote ist halt typisch für diese Sorte: wenn es erkaltet riecht es eher nach Kameldung. Bei mir hat der Tabak kein Brennen (eher Wohlgefühl) auf der Zunge erzeugt, dafür hatte ich das Gefühl eines trockenen Rachens bekommen.
Man geniesst diesen Tabak am besten mit einem trockenen Wein und/oder einem nicht zu torfigen Whiskey. Mit Apfelwein verträgt er sich auch ausgezeichnet.
Fazit:
Wer früher "Eine kleine Selbstgedrehte und ein Tässchen Tee" bevorzugte, der sollte nach diesem Tabak Ausschau halten.
(09.01.2005)