daft.de

.

Aktuelles

Termine

Pfeifen

Tabak

Schnupftabak

FAQ

Artikel

Bücher

Download

Läden

Linklisten

Zigarren

Hilfe

Mailingliste

Kontakt

Impressum


Special Cavendish

zurück

Troost Special Cavendish

(Pfeifentabak)

Markenname:Troost
Hersteller:Stanwell
Mischung:brauner Cavendish, Burley , Virginia
Schnittbreite:ready rubbed
Typ:naturbelassen
Stärke:leicht-medium
Verpackung:50g Pouch

Manfred Arenz

Den Troost Special Cavendish habe ich in Belgien erstanden , da ich ihn schon lange nicht mehr in Deutschland gesehen habe, kenne ich nur den BeNeLux-Preis von 3,5 Euro.

Eigentlich hatte ich einen Aromaten erwartet, nach dem Öffnen des Pouchs riecht der Tabak jedoch sehr neutral, vielleicht etwas Kakaotöne, ansonsten dominiert Virginia und unbehandelter, brauner Cavendish.

Das Tabakbild besteht aus halb aufgerubbeltem Flake in 2 Brauntönen, getopft habe ich ihn zu kleiner Kugeln gedreht in die Pfeife.

Der Geschmack ist etwas enttäuschend, vom Virginia kommt fast nur Bissigkeit , der Cavendish schmeckt einfach nur langweilig, zu fest geraucht brennt die Zunge wie damals bei den ersten Rauchversuchen....

Machen wirs kurz:
Fazit:
der Tabak ist nichts für mich, vielleicht kann ein experimentierfreudiger Rauchbruder mehr damit anfangen , vielleicht auch nicht....
Zum Einrauchen werde ich die 50g noch verwenden, danach nicht mehr.

(11.09.2002)


Peter B. Schmidt

Diesen Tabak habe ich in den Niederlanden entdeckt - eigentlich war ich auf Stephan Beeck's Rat hin auf der Suche nach Troost Slices, der von mir besuchte Laden hatte als "naturnahem" nur diesen da, also griff ich zu.

Neben der wirklich herzallerliebsten Illustration auf dem Pouch, der zeigt, dass wir Raucher nicht erst seit EU Zeiten am Pranger stehen, konnte auch das Tabakbild gefallen - Broken Flake streifchen in mehr oder weniger starker Form der Auflösung von hellrötlichbraunem Grundton mit virginia-gelben Einsprengseln. Ein süßlich-honigartiger Duft mit nur unterschwelligen Tabaknoten lässt schlimmes befürchten (Rauchzellulose!), aber den Mutigen gehört bekanntlich die Welt.

Das Stopfen geht problemlos, keine Widerstände, der Tabak ist sehr geschmeidig - man muss nur darauf achten, noch etwas Luft in der Pfeife zu lassen, sonst hat man Beton.

Da der Tabak noch sehr feucht aus dem Pouch kam, brauchte die erste Füllung etwas mehr Flamme als gewöhnlich - etwas abgetrocknet zündete der Special Cavendish aber anstandslos.

Der Abbrand ist unauffällig, der Tabak lässt sich auch sehr gut "nebenbei" rauchen, nur "Kampfzüge" werden mit einem spektakulären Übel-Qualm bestraft, den ich so noch nie erlebt habe. Abgekühlt geht's gottseidank normal weiter. Nach dem Rauchopfer ´bleibt je nach Trocknungsgrad mittelgraue bis helle Asche.

ABER nun der Geschmack: Hm. Ist das wirklich Tabak, oder aromatisiertes Papier? Ich schmecke erst mal nicht viel ausser dem Met-Casing. Ein wenig "Frucht" ist auch dabei - aber wo ist der Tabak? Ein paar kräftige Züge, und ich reiße das Fenster auf: So hart wurde ich noch nie für Ungeduld bestraft, was da kommt, kenne ich nur von - feuchtem Papier beim Feueranzünden. Hm. Somit kann ich kaum die Characterisierung in Worte fassen, ein Vollaromat ist es nicht, aber unter dem "Topping" kann ich kaum Tabak finden...

Es muss aber irgendwo Tabak dabei sein, denn im Laufe des Rauchopfers merke ich ordentlich Nikotin - allerdings nimmt auch das Aroma ab. Ein "echter" Tabakgeschmack will sich aber nicht einstellen, irgendwo lauert immer der Geschmack von kokelnder Pappe unter dem casing. Schliesslich kratzt's nur noch im Rachen, das casing ist nur noch erahnbarer, öliger Bestandteil eines Qualms. Schade.

Auch Weglegen und Wiederanzünden hilft nicht, man lutscht irgendwann nur noch an der Tageszeitung (magels Latakia ohne Druckerschwärze).

Feucht aus dem Pouch setzt der Special Cavendish auch bei noch so vorsichtigen Rauchversuchen die Pfeife unter Wasser. Drei Reiniger sollte man schon noch haben, bevor man ihn anzündet.

In kleinen Pfeifen ist das Verhältn des aromenreichen Starts zum pappigen Ende besser, bei großen Pfeifen zieht man am Ende nur noch an einem schwelenden Altpapiercontainer, allerdings plus dickem Nikotinkloß.

Fazit:
Was soll ich nun abschliessend über den Tabak sagen? Durchfallen lassen will ich ihn nicht unbedingt, sonst hätte ich nicht den 3/4 Pouch leergeraucht, aber toll fand ich ihn nicht. Ob das nur an mir liegt, weiß ich nicht, deswegen habe ich ein paar Pröbchen als "Blindtest" rundgeschickt und bin auf Ergebnisse gespannt. Nach meinem Empfinden muss ich mir den Tabak nicht unbedingt wieder kaufen. Wie immer habe ich keine Filter verwendet, vielleicht ist das eher ein Tabak für Filterraucher.


Frank Nicolai

Dieser Tabak wurde mit vier weiteren an drei d.a.f.t'er verschickt, die im Blindreview folgende Urteile abgaben:

Beim Test-Tabak 3 fällt als erstes der unorthodoxe Schnitt auf: ich würde das "ready rubbed ribbon cut" nennen - wenn es das gäbe. In der Probetüte befanden sich ein paar typische ready rubbed Anteile, aber auch genauso viel wie gekräuselt aussehender Tabak. Und leider auch jede Menge Tabak-Staub. Hier muss aber Peter sagen, ob das in der gesamten Dose so aussieht oder ob ich den Rest bekommen habe.

Der Geruch erinnert mich an andere Tabake... Der Geruch ist typisch für eine Cavendish--Mixture. Mir sind die Roman-Peter-Tabake eingefallen, die ich mal rauchen durfte. Aber auch Klassiker wie der Amphora Regular und ähnliche. Nun, diese Tabake rauche ich ab und zu mal ganz gern. Also den Tabak in die Pfeife gestopft, entzündet und zurückgelehnt.
Doch was ist das?! Etwas Bitteres, Strenges ist im Rauch. Und zu viel Nikotin. So viel, dass alle dezenten Töne des Tabaks erschlagen werden.
Ich bin entsetzt. Während der Geruch natürlich und hintergründig süß ist, ist der Geschmack nur streng, bissig und bitter. Und der Tabak brennt auf der Zunge.

Fazit:
Schwierig, hier etwas zu sagen. Nach nur zwei Füllungen (denn den Rest, der möglicherweise für eine weitere gereicht hätte, hab ich entsorgt) kann ich nicht wirklich urteilen. Aber ich glaube nicht, dass ich diesen Tabak noch einmal rauchen möchte.


Stephan Beeck

Mischung: Virginia, vielleicht Burley
Schnittbreite: Ready Rubbed, relativ feine Stücke

Dieser Tabak ist problemlos zu stopfen und kann auch ein etwas festers Stopfen vertragen, ohne es einem "krumm" zu nehmen, da er etwas feiner als herkömmliche Ready-Rubs daherkommt.

Das Anzünden gestaltet sich sogar sehr einfach, es dauert nicht lange und der Tabak glimmt in der Pfeife.

Der Geschmack ist vom ersten Eindruck her schon sehr tabakecht, entwickelt aber nebenher her auch ein leicht malziges Aroma im Mund, daß den Tabak aber nur interessanter macht. Nach wenigen Zügen kommt auch noch eine leicht seifige Komponente dazu, die aber nicht wirklich den Soapies zuzuordnen wäre, dafür ist sie nicht ausgeprägt genug, jedoch mein ich eine leichte Ingwernote schmecken zu können.

Der Abbrand gestaltet sich langsam und gleichmäßig und der Tabak wird zu keinem Zeitpunkt zu heiß. Anzumerken ist außerdem, daß der Tabak keine "Spitzen" aufweist, die bei Virginia gerne mal zu Zungenbrand führen, das könnte die Existenz eines Burley-Anteils untermauern.

Der Tabak erinnert durchaus von der Komposition und dem Abbrandverhalten an die vielgepriesenen Kollegen aus dem britischen Kendal, aber ebenso ein wenig an den Orlik Brown Sliced. Kondensat war zu keinem Zeitpunkt der Füllung ein Thema.

Nach etwa der Hälfte der Füllung wird der Tabak dann etwas differenzierter und kräftiger. Dominierten anfangs noch die Malzaromen kommt ab der zweiten Hälfte ein deutlich kräftigeres Tabakaroma zutage, welches aber nicht nikotinreich ist, sondern einfach nur geschmacksabrundend. Der seifige Unterton bleibt jedoch ohne aufdringlich zu wirken.

Das gemeine bei diesem Tabak ist, ich habe das Gefühl ihn schon mal geraucht zu haben, kann mich aber nicht daran erinnern, was es für einer sein könnte. Dennoch wirkt er einfach vertraut.

Den Rest der Füllung bleibt der Tabak wie er ist, ohne Geschmacksverluste oder Probleme mit sich zu bringen. Es bleibt ein Häufchen mittelgraue Asche, nachdem die letzten Züge vorbei sind, welches mit einigen schwarzen Krümeln durchsetzt ist.

Fazit:
Der Tabak ist wirklich ein gelungenes, gut schmeckendes Kraut, daß durchaus mal wieder in meine Pfeife kommen könnte und ich würde nicht nein sagen, bekäme ich ihn angeboten.

Aktuelle Änderungen (alle) | Edit SideBar Letzte Änderung dieser Seite: 06.01.2011 18:59 Uhr bearbeiten | drucken | Versionen