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McClelland St. James Woods
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | McClelland |
| Mischung: | Black und Red Virginia, Perique |
| Schnittbreite: | Broken Flake |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | medium |
| Preis: | $ 12,50 / 100g |
Adrian Schmidtke
Der zweite McClelland, den mir Hans-Jürgen Rieger hat zukommen lassen, ist der dritte, den ich nun reviewe und wenn ich beim Christmas Cheers 2003 schrieb, er sei fast der leckerste, so stimmt das, wenn man das "fast" betont. Denn der St.James Woods ist ebenfalls großartig. Vom Virginia No. 22 und dem Christmas Cheers, die mir als Vergleichsmatrix genügen müssen, unterscheidet er sich vor allem schon darin, dass er Perqiue enthält und zwar nicht irgendwelchen sondern angeblich den "richtigen" Lousiana-Perique, der nicht nach Pflaumen oder Trockenobst duftet, sondern selbstverständlich, wie scheinbar alles bei McClelland, nach Ketchup.
Der St.James Woods ist im Geschmack längst nicht so frisch und hell wie der Virginia No. 22 und der Christmas Cheers, sondern eher dunkel und erdig. Das charakteristische Ketchup-Flavour ist im Rauch schon ein wenig vorhanden, vor allem aber gibt hier der Perique den Ton an und der erinnert ein ganz klein wenig an die Dunhill deLuxe Navy Rolls - aber wirklich nur ein wenig. Der St.James Woods hat trotz seiner Erdigkeit vor allem im ersten Teil ein paar hellere Obertöne und leichte Anklänge in's fruchtige, ab der Hälfte überwiegen die dunkleren Töne und der Tabak bekommt auch noch eine sehr angenehme Würze und Süße.
Auch der St.James Woods ist ein Broken Flake von sehr dunkler Farbe, auch er benötigt Aufmerksamkeit beim Stopfen und Entzünden und auch er will langsam und bedächtig geraucht werden. Bekommt er all das, brennt er gemächlich und ohne der Zunge auch nur ein Haar zu krümmen mit sehr
langer Brenndauer.
Fazit:
Ich bin den McClellands längst verfallen und insofern kein objektiver Reviewer. Aber auch diesen Tabak möchte ich jedem empfehlen, der hochwertige, altmodische VA/Perique-Flakes mag. Vorausgesetzt, man begegnet dem Ketchup-Geruch mit ein wenig Toleranz, gibt's fast eine Zufriedenheitsgarantie von mir. Bei Nichtgefallen nehme ich gerne den Rest.
(22.02.2004)
Björn Hollensteiner
Mc Clellands St. James Woods ist ein Ready Rubbed Flake, der aus den Grundtabaken Virginia und Perique hergestellt wird. Davon gibt es sicher einige auf dem Markt. Dieser ist unverkennbar ein "Mc Clelland", denn er verströnt den typischen säuerlichen Ketchupgeruch, der viele erst einmal abschreckt. Daneben kommt nur wenig Tabakaroma durch und der Tabak riecht aus der Dose einfach nicht "lecker", wie z.B. Marlin Flake etc. Übrigens finde ich, daß man ein wenig diesen Aromas auch beim Öffnen einer Dose des Deluxe Navy Rolls riecht. Es sei nochmals garantiert und geschworen: im Rauch ist davon nichts mehr vorhanden, wie auch immer das funktioniert.
Meine Empfehlung zum Stopfen ist die, vor allem festere oder gröbere Flakestücke noch etwas aufzurubben und insgesamt nur leicht anzustopfen.
Drei bis vier Zündvorgänge braucht es schon, gelegentlich muß man auch nachfeuern. Aber es erwartet den Raucher ein wirklich klassischer Virginia - Perique - Geschmack, vielleicht etwas dunkler als beim Deluxe Navy Rolls, aber dafür vor allem Anfangs weicher und direkter. Brauchen die Navy Rolls bei mir immer mindestens eine Drittelfüllung, um in Fahrt zu kommen, ist das beim St. James Woods sofort der Fall. Dafür muß der St. James Woods insgesamt ein paar Abstriche bei der Komplexität machen, außerdem gibt es Momente, in denen ich an eine leichte süße Aromatisierung glauben möchte. Vielleicht habe ich aber zu sehr die Navy Rolls vor Augen und es gibt Tabake, die von Natur aus so samtig süß sind. Über die Füllung wird der Tabak etwas gewichtiger, manche Züge auch rauchiger, aber nie bitter. Dabei ist der Rauch sehr mild auf der Zunge. Die Asche ist sauber und hellgrau.
Fazit:
Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Ein klasse Tabak der zeigt, daß man auch bei Mc Clelland weiß wo die Harke hängt.
Hervorragende Grundtabake meisterlich gemischt und weiterverarbeitet, hier ist jeder Zug ein Genuß. Für mich eine echte Entdeckung in diesem Frühjahr. Hochgradig empfehlenswert!
(05.04.2004)
Heinz Schwarzkopf
Diesen Tabak erhielt ich gestern im Tausch gegen einige Jahre ge-aged-ten Full VA Flake von Manuel, einem ausgewiesenen McClelland Fan.
Die 100 g Dose wurde noch gestern abend geöffnet, der Duft des Tabaks ist dermaßen Ketchup-bestimmt, dass man versucht ist, sich unmittelbar eine schöne kross gebratene Thüringer dazu zu bestellen.
Heute morgen habe ich dann meine erste Probefüllung mit diesem Tabak geraucht:
Der Tabak selbst zeigt sich als broken Flake, sehr dunkel mit nur wenigen helleren Noten darin, die Feuchtigkeit ist gerade richtig. Es empfiehlt sich, den Tabak noch etwas aufzudröseln, damit er sich ordentlich in den Kopf schmiegen kann. Das Anzünden ist dann kein Problem mehr, der Tabak glimmt schnell und flächendeckend an.
Der Geschmack ist fruchtig und würzig, das Ketchup-Aroma ist beim Rauchen kaum noch zu verspüren, stattdessen erfüllt ein äußerst angenehmer, süßer und gehaltvoller Rauch den Gaumen.
Der Tabak hat mittlere Nikotinstärke, ist also für mich genau richtig. Zum Schluss hin legt die Stärke noch einmal etwas zu, was ich jedoch nicht als unangenehm empfinden kann.
Zurück bleibt weisse, feine Asche und die Gewissheit, dass ich diesen Tabak mit Sicherheit noch viele Male rauchen möchte.
Ich kann den St. James Woods ohne Einschränkung wärmstens empfehlen.
(13.10.2004)