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Standard Mixture Mild

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Dunhill Standard Mixture Mild

(Pfeifentabak)

Markenname:Dunhill
Hersteller:Murray in Nord Irland
Mischung:Virginia's aus East Carolina und Georgia die leicht getoastet wurden, zyprischer Latakia, Orienttabak
Typ:englisch
Stärke:leicht-medium
Verpackung:50g Dose
Preis:8,30 Euro

NN

Eintrag gelöscht


Maico Schulz

Vorwort: Ein Süßkramraucher geht auf Entdeckungsreise. Abenteuer pur!

Also, raus aus dem Tabakladen und die recht unscheinbare Dose in Rot/Blau gleich mittels einem 50Cent Stück aufgemacht. Die Nase rein und...

...ganz schnell den Deckel wieder draufgedreht und nach dem Gawith Apricot in der Hosentasche gekramt, eine Extraportion in jedes Nasenloch und sich wieder beruhigt. "Junge, Junge, wat machst du nur für Sachen. Du bist des Wahnsinns, Schulz!" - mit diesen Worten die Heimfahrt nachhause überbrückt.

Nun gehts los:
Daheim die Big Ben aus dem Schrank genommen. Irgendeine Pfeife muß ja schließlich dran glauben... ähm, darf die Ehre haben.

Der Tabak kommt optisch in adretten dunkelbraun, schwarz und etwas gold daher. Auf dem Deckel (den ich lieber drauf als runter habe) ist die Rede von Virginia und Turkish Tobaccos. Latakia scheint auch dabei zu sein.

Das Stopfen des Tabaks ist problemlos. Auch das Anzünden ist kinderleicht. Erste Qualmwolken steigen nach oben - und mein prüfender Blick beobachtet meine Raumnotentesterin: Eine nervige Fliege, die im Zimmer umherkreist. Da die Fliege nicht abstürzt, scheint sich die Raumnote noch im Erträglichen zu halten. Was sich aber in meinem Munde abspielte, war deutlich eigenartiger. Als bekennnder Süßkramraucher, der gelegentlich Ausflüge in die Welt der Virginias macht und dem "englischen" bislang vehement die Haustür vor der Nase zudonnert, war ich wirklich hin und her gerissen!

Einerseits hatte ich das Verlangen, umgehend nach dieser Pfeife Dänemark lobzupreisen und auszurufen: "Süße Tabake - das Leben ist herb genug!". Andererseits hatte der Geschmack trotzdem etwas eigenartiges, das ihn nicht sofort das Opfer einer Noträumung werden lies. Geräucherte Seife? War da überhaupt was parfumiges? Seifiges? Oder nur Weihrauch und etwas undefinierbares? Ich weiß es nicht.

Der Tabak ist ansonsten leicht, raucht sich prima ohne Bissigkeit bis zum Ende.

Fazit:
Daumen waagerecht. Ich werde den Dunhill zu ende rauchen, aber er gehört eher zu den außergewöhnlichen als beeindruckenden Raucherlebnissen. Zu den 10 Tabaken für die einsame Insel werde ich weiterhin keinen englischen mitnehmen.

(03.06.2003)


Maico Schulz

Wie in dem auf mein Posting entfachten Thread versprochen, geb ich ein zweites Review nach dem Aufrauchen der Dose zum besten.

Rauchologisches:
Die Raucheigenschaften des D. St. Mix Mild sind vorzüglich, er neigt weder zur Schärfe bei versehentlichem Heissrauchen, noch hat er Allüren beim Anzünden. Es stellt sich manchmal die Frage, ob im Verlauf einer Dose wirklich der Geschmacksnerv sensibilisiert oder eher abstumpft. Nach diese Dose bin ich mir nicht sonderlich sicher, ob eines der beiden Dinge wirklich zutrifft.

Direkt nach dem Anzünden des Tabaks kann ich eine gewisse "Zigarren"note (was sich ein Nichtzigarrenraucher eben darunter so vorstellt) rausschmecken. Irgendwie herrscht diese "Zigarren"note nicht lange vor, was ich irgendwie bedauere; ich finde sie nicht unangenehm. Das von mir anfänglich bemerkte "seifige" scheint als Grundnote im Hintergrund während des gesamten Rauchopfers mitzuschwingen. Ich schiebe es auf die Gewöhnung, anders kann ich nicht erklären, daß beim ersten Rauchopfer dieser Charakter deutlicher zeigte als gegen Ende der letzten Füllung.

Die heftiger mitschwingende Würze des Latakiaanteils im Tabak ist nicht unangenehm und hat tatsächlich einen gewissen Reiz; daß man Latakia verfallen kann erscheint mir nachvollziehbar. Doch ich habe den Eindruck, daß diese Würze irgendwie sehr vieles im Tabak überdeckt. Und das macht den Tabak im Verlauf eines Rauchopfers nicht unbedingt zu einer Entdeckungreise in Aromen.

Würze, eine Grundnote die "seifig" (ein nicht wirklich passender Begriff, mir fällt kein anderer ein) ist, ein vages Andeuten des Virginias und die wirklich spannende "Zigarren"note am Anfang. Das reicht für meinen Gaumen nicht wirklich für ein Daumen hoch im Fazit.

Fazit:
Der Daumen bleibt in der Waagerechten. Der D. St.Mix Mild ist ein milder Tabak mit ordentlichem Rauchverhalten, einem leider aber nicht unbedingt langfristig spannenden Aromaspektrum.
Der Süßkramraucher geht weiter auf seiner Abenteuerreise in die Welt der englischen Tabake, wird sich aber erstmal eine Weile in vertrauten Gefilden "erholen".

(10.06.2003)


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