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Stanwell Vanilla
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | A&C. Petersen |
| Mischung: | Danish Dark Cavendish, Burley, Virginia, türkischer Samsun |
| Schnittbreite: | Mixture |
| Typ: | aromatisiert |
| Stärke: | leicht |
| Verpackung: | Dose 50g / Nachf.-Beutel 125g / Dose 150g |
| Preis: | 4,99 EUR, 50 g |
Manfred Arenz
relativ neu auf dem Markt,
gemischt mit Burley, Black Cavendish , Virginia und "Samsun" (was immer das sein soll...).
Der Tabak ist mittelbreit geschnitten, mit teilweise etwas breiterem BC - Stücken.
Geruch kalt: Vanille
Geschmack: Vanille mit Lakritz-Noten, süß
sehr angenehme Raumnote
Der Tabak brennt relativ unkompliziert und sauber ab.
Martin Bleisteiner
Beim Öffnen entströmt der Dose ein starker Geruch nach Vanille und ein wenig fruchtig. Der Tabak ist zunächst etwas zu feucht, ich habe die Dose daraufhin einen halben Tag geöffnet gelassen. Danach war es in Ordnung, aber ohne diese Kur lässt er sich schlecht anzünden. Der Geschmack ist für Leute, die es süß mögen. Ich finde es lecker, es schmeckt - wen wundert es - nach Vanille, und wieder schwingt etwas Fruchtiges mit. Wenn man darauf achtet, nicht zu fest zu stopfen, brennt der Tabak gut. Die Zunge bleibt von Leiden verschont. Gegen Ende lässt das Aroma zwar nach, aber verschwindet nicht ganz, es bleibt gut. Die Raumnote ist süß und angenehm, keine meiner Testpersonen hat sich beschwert. Stanwell Vanilla mag ich nicht jeden Tag, aber ab und zu werde ich mir wieder eine Dose zulegen.
Detlev Büscher
Der Tabak ist relativ feucht und schwer. Die 5g Probentüte reichte nicht für 2 Füllungen meiner Testpfeife. Andere Proben ergeben bei dieser Pfeife meistens mehr als 2 Füllungen. Auch die etwas später erworbene 50g Dose wirkte auf den ersten Blick als sei sie nicht ganz voll.
Der Tabakgeruch aus der Dose ist natürlich in erster Linie eine Variation von Vanille. Allerdings gibt es noch eine Nebennote, die von verschiedenen Leuten als unangenehm bezeichnet wurde. Irgendwie eine Mischung aus Sahnekaramell und abgelaufenem Joghurt. Das soll aber niemanden abschrecken. Beim Rauchen musste ich nie an Milchprodukte jenseits des Haltbarkeitsdatums denken.
In bezug auf die Handhabung liegt Stanwell Vanilla im Bereich des Gewohnten. Ich kann nicht bestätigen, dass sich der Tabak sonderlich schwer entzünden lässt. Ein Flake z.B. ist in dieser Beziehung renitenter. Auch der Abbrand ist gut; es macht keine Mühe die Pfeife zu Ende zu rauchen.
Der Geschmack liegt m.E. im mittleren Bereich der Vanilleskala. Die Aromatisierung von Danish Black Vanilla ist beispielsweise dunkler und vollmundiger, von allem anderen mal abgesehen. Wirklich positiv zu bewerten ist allerdings die Tabakbasis von Stanwell Vanilla. Im letzten Drittel der Pfeife, vielleicht auch schon etwas früher, verändert sich der Geschmack deutlich. Die Aromatisierung verschwindet und wird von einem interessanten und angenehmen Tabakgeschmack abgelöst. Der gleiche Effekt kann auch bei Temperaturerhöhung auftreten. Wenn andere Aromatisierte bereits mit üblem Geschmack reagieren, bleibt der Stanwell Vanilla immer noch angenehm. Bezüglich der Tabakbasis konnte ich gewisse geschmackliche Parallelen zum wesentlich teureren Black Diamond entdecken, wenn die Aromatisierung auch eine völlig andere ist.
Fazit:
Ein preiswerter, aromatisierter Tabak der sich auch nicht verstecken muss, wenn er sein "Aromakleid" erst mal abgelegt hat.
(29.03.2000)
Ingo Gebert
Nach dem Öffnen der Tabaksdose und der durchgeführten Geruchsprobe kann meine Nase ein süßliches Aroma erschnuppern. Dieses Aroma kann von Anfang an sein künstliche Herkunft nicht verleugnen. Der Tabak lässt sich gut stopfen, und auch das Abbrandverhalten ist in Ordnung. Als Geschmackbestandteile erschmecke ich erst einmal ein süßes Aroma, welches mich ganz entfernt an Honig erinnert. Vanillegeschmack kann ich nur punktuell und ganz zurückhaltend im Hintergrund wahrnehmen, und dazu brauche ich schon einen gehörige Portion an Phantasie. Dies waren im Ergebnis auch schon die einzigen Geschmackseindrücke dieses Tabaks gewesen, das Aroma verabschiedet sich vor dem Ende der Pfeifenfüllung komplett, und Tabakgeschmack konnte ich überhaupt nicht entdecken. Eines sei noch erwähnt. Ohne AKF schmeckte der Tabak noch nichtssagenderer als mit AKF, er schient speziell für deutschen Markt hergestellt worden zu sein.
Fazit:
Daumen runter, das ist ein Tabak mit reinem Chemiegeschmack ohne Tabakgeschmack....
(04.10.2001)
Björn Hollensteiner
Für die Gesellschaft von Nichtrauchern sucht so mancher ja Tabake, die durch ihren Geruch den Mitmenschen nicht die Gegenwart des Pfeifenrauchers verleiden. Also durchaus aromatisierte Tabake, die gemeinhin eine Raumnote hervorrufen, die der Unkundige von Pfeifenrauchern erwartet.
Das Problem besteht für diejenigen Pfeifenraucher, die gewöhnlich eher naturbelassenere Tabake mit einer guten Portion Tabakeigengeschmack rauchen, darin, einen aromatisierten Tabak zu finden, der neben einer angenehmen Aromatisierung auch dem Pfeifenraucher selbst durch Tabaknoten und Rauchvolumen Genuss bereitet. Solche Tabake sind auf dem Markt dünn gesät, und mir sind eigentlich nur eine Handvoll davon durch eigene Erfahrung bekannt.
Der Stanwell Vanilla gehört leider nicht dazu, wie ich in den letzten Tagen feststellen konnte. Ich kannte ihn schon, vor einigen Jahren ist er einmal mein Leib- und Magentabak für ein paar Monate gewesen. Ich hatte ihn in guter Erinnerung.
Schon beim ersten Öffnen der Dose kam Enttäuschung auf. Neben einer schon aufdringlich zu nennenden Duftwolke findet sich in der Dose ein wildes Gemenge an hellgelben, knisternden Tabakflocken, welches kontrastreich untermalt ist von schwarzen Black-Cavendish-Klümpchen.
Alles in allem ein "moderner" Aromatabak, "buntes" Mischungsbild und starkes Aroma.
In der Pfeife bestätigen sich dieser Eindruck: So etwas wie Rauchvolumen ist dem Tabak fremd. Am Anfang der Füllung kann man sich ja noch des Top- Flavourings erfreuen. Spätestens ab der Mitte der Füllung geht dieser Geruch aber in den Duft von verglimmender Zellulose über, wie es oft bei ultraleichten Tabaken der Fall ist. Der Tabak brennt zuverlässig, die Kondensatbildung hält sich in Grenzen.
Fazit:\ß
Ein Tabak, der mich trotz positiver Erinnerungen herbe enttäuscht hat. Man kann daran eimnmal mehr sehen, daß sich über die Jahre der Geschmack deutlich ändern kann.
(22.01.2002)
Arndt Lichtenfeld
Herstellertext: Danish Dark Cavendish, Burley- und Virginia-Blattgut reifen getrennt heran und erhalten durch Beigabe eines vollreifen türkischen Sanmsun geschmackliche Tiefe. Vanille-Aromen geben dieser kontrastreichen Mischung die außergewöhnliche Aromabalance von dezent feiner Süße und frischer Fruchtigkeit.
Geschmacksintensität: verhalten
Aromatisierung: ausgeprägt
Raumnote: intensiv
Es ist der dritte Stanwell-Standard Tabak, den ich rauche. Vorangegangen sind der Stanwell Classic und der Kir & Apple. Nun also die Vanille-Seite.
In freudiger Erwartung habe ich die Dose geöffnet. Der Mischungsspiegel ist recht bunt, helles und dunkles Blattgut, etwas gerissener Tabak ist darunter und natürlich Black Cavenidsh. Wie der im HEestellertext genannte Samsun auszusehen hat, entzieht sich leider meiner Kenntniss.
Der Tabak ist etwas klebrig, was auf eine etwas höhere Feuchtigkeit schließen läßt. Allerdings ist das beim Zünden nicht zu merken, 2 Hölzer (wie fast immer) sind vollkommen ausreichend.
Die ersten Züge sind eher flach, bevor sich das Aroma langsam in Mund un Gaumen entfaltet. Es ist schon vanillig, aber auch etwas fruchtiges schwingt mit, was ich allerdinsg nicht genau zu definieren weis.
Das Abbrandverhalten ist problemlos, der Tabak läßt sich gut bis zu Ende rauchen. Zum letzten Viertel hin verliert alleridnsg das Aroma etwas und es schmeckt eher nach flauer, warmer Luft.
Im Vergleich zu anderen Vanille-Aromaten ist der Stanwell eher als flach zu sehen. Als Vergleich dienen mir hierbei der DTM Rasmussen Green Label sowie der Vanilla Cream von McBaren und aus dem Hause Stanwell die Hausmarke Vanille.
Lrtztgenannter scheint ein natürlicheres Vanille-Aroma zu haben, wobei die "Hausmarke" durchaus preiswerter ist.
Fazit: Ein eher flacher Vanille-Aromat. "Top of Vanille" bleibt für mich der Rasmussen Green Label!
Nachtrag: Die 100g Stanwell Vanilla sind beinahe alle und kommen nicht wieder in meine Tabak-Bar.
(10.05.2007)
Mag. Christian Schneider
Das Tabakbild ist lebendig hellbraun mit dunklen Cavendish-Anteilen durchsetzt, so ca. 50/50, der Duft interessant, aber eigentlich nicht nach Vanille. Der Tabak ist normal geschnitten und für alle Pfeifenköpfe geeignet. Stopfen und Anzünden lässt er sich leicht, er bäumt sich nur wenig auf und sackt wenig zusammen, im Verlauf des Rauchens muss man nur selten nachstopfen. Der Abbrand ist sehr langsam und gleichmäßig, die Aromatisierung nach halb schwüler, halb trockener Vanille, die lange anhält, sehr interessant und angenehm. Man muss sehr langsam rauchen; leider bildet sich etwas Kondensat. Die Grundtabake, deren Geschmack beim heftigeren Ziehen vor allem gegen Ende durchkommt, sind von guter Qualität. Ein besonderer Genuss ist es, den Rauch durch die Nase auszublasen. - Gegen Ende neigt der Tabak etwas zum Heißbrennen, also Vorsicht! Zurück bleibt dunkelgraue Asche mit schwarzen Fasern durchsetzt.
Ein empfehlenswerter Tabak, von dem man wünscht, dass er seine Freunde aus der „Vanille-Fraktion“ findet, da er zudem preiswert ist!
(09.10.2007)