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Stockton

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Mac Baren Stockton

(Pfeifentabak)

Markenname:Mac Baren
Hersteller:Mac Baren
Mischung:Virginia, Perique
Schnittbreite:Spun Cut
Typ:naturbelassen
Stärke:leicht
Verpackung:50g Klemmdose
Preis:17,25 DM / 8,82 Euro

Karl-Heinz Krebs

An den etwa 5-Pfennig-Stück großen Tabakscheibchen ist gut zu erkennen, wie die verschiedenen Tabaksorten zusammengedreht wurden. Der Geruch erinnert mich stark an einen warmen Kuhstall, lacht nicht, ich kann es nicht anders beschreiben. Die Scheibchen falte ich und rolle sie leicht zu einer Kugel, so verbringe ich sie unter leichtem Druck in den Pfeifenkopf. Nach mehrmaligem Nachzünden glimmt der Tabak sehr gut. Im Geschmack ist er leicht süß, der Perique bleibt dezent im Hintergrund. Mir erscheint er aber als etwas flach, es fehlt ihm an Volumen. Der Geschmack bleibt bis zum Schluss erhalten. Der Tabak raucht sich trocken und kühl, es bleibt nur wenig Asche übrig. Bei der Raumnote verlasse ich mich auf meine Frau, diese empfindet sie als nicht unangenehm.
Bei dem Versuch, die Tabakscheibchen aufgebröselt (es ergeben sich ca. 1mm breite Tabakfäden) gestopft zu rauchen, erlebte ich eine böse Überraschung. Die Pfeife wird trotz vorsichtigem Ziehen schnell heiß, und es beginnt auf der Zunge zu beißen. Die Pfeife abkühlen lassen und neu angezündet, selbes Ergebnis - Notausräumung.

Fazit:
der Stockton bei allen bewerteten Kriterien nicht der Schlechteste. Eine ausgewogene Mischung für den, der es leicht mag.


Wolf-Rüdiger Jürgens

Neben dem Club Blend und dem Dark Twist ist der Stockton der 3. Curly von Mac Baren den ich sehr gern rauche. Beim Stockton handelt es sich um einen VA Curly der mit einer geringe Menge Perique gewürzt wurde. Der Perique ist nicht so stark zu riechen wie beim Club Blend, und das typische Mac Baren Honig- Flavour ist auch nicht sehr ausgeprägt, es ist aber doch im Hintergrund ein wenig zu schmecken. Ich habe die Curly´s meistens nicht gerubbelt in die Pfeife gestopft, sowie mittlere und größere Pfeifen benutzt. Der Stockton kommt recht feucht man sollte ihn ruhig etwas auslüften lassen. Das Anzünden geht recht gut , wenn auch manchmal mehrere Hölzer notwendig um waren ihn gleichmäßig zu entzünden. Den Geschmack möchte ich als sehr harmonisch und leicht würzig bezeichnen, das Hauptmerkmal ist aber seine Weichheit. Der Geschmack hat schon fast was von einem Getränk (Milchkaffee), so weich ist er. Der Tabak ist gut in seinen feinen Nuancen zu schmecken, er erinnert sowohl ein wenig an Escudo aber auch an Gawiths Best Brown Flake. Der Abbrand ist tadellos, er glimmt sehr langsam und neigt nicht sehr zum Heißrauchen. Es bleibt nur feine Asche über. Die Kondensatbildung ist mittelmäßig , je trockener der Tabak desto weniger Kondensat bildet er. Zungenbrand habe ich nicht feststellen können, auch wenn er mal etwas in "Glut" gerät.

Fazit:
Ein sehr hochwertiger Curly, der Vergleich zum Escudo drängt sich mir auf. Wenn der Escudo auch würziger im Geschmack ist, der Stockton braucht sich nicht hinter ihm zu verstecken. Sehr empfehlenswert für alle Curly und Flake Liebhaber die einen süffigen und ziemlich tabakechten Blend bevorzugen.

( 06.06.2000)


Jörg Eichelberger

Stärke: mild-medium Mischung: VA, Cavendish Schnitt: Curly Cut

Der Stockton sollte in einer Pfeife geraucht werden deren Durchmesser in etwa demjenigen der Curlies entspricht. Die Curlies sind in der Regel etwa 1 mm dick, teilweise auch dünner, der Durchmesser rangiert zwischen 1 und 2 cm.
Zum Stopfen die Scheiben einfach flach in die Pfeife legen. Ich habe mir angewöhnt, nicht nur die oberste Schicht mit zerbröselten Curlies zu belegen, sondern des besseren Abbrands wegen nach jeder dritten Scheibe einen gerubbelten Curlie einzufüllen. Nach öffnen der Dose ist der Stockton noch zu feucht und brennt daher etwas widerwillig, was zu häufigem nachfeuern führt. Etwas getrocknet lässt er sich jedoch problemlos anzünden und der Glühstrumpf muss auch nur dann bemüht werden, wenn man mal längere Zeit das ziehen an der Pfeife vergessen hat.
Die Curlies sind von Brauntönen geprägt mit wenigen blonden und schwarzen Flecken. Das MB-typische Honigaroma ist zwar vorhanden, aber nicht so ausgeprägt wie bei anderen Blends. Vielmehr erinnert mich das Pouch-Aroma an getrocknete Datteln, obwohl ich die Einschätzung von Karl-Heinz Krebs mit "warmem Kuhstall" nicht ganz von der Hand weisen möchte.
Im Rauch dominiert zu Beginn die Süße, welche im Verlauf kontinuierlich in den Hintergrund geschoben wird, aber nicht verloren geht. Ist die Pfeife einmal ausgegangen, wird durch Neuanzünden der Geschmack nicht verändert. Der Stockton liegt in der Mitte zwischen mild und medium. Dennoch hat man nicht den Eindruck heiße Luft zu rauchen, immer ist eine mundvoll Geschmack vorhanden.
Die Raumnote wurde von der Chefin meines Autohauses spontan als sehr angenehm und gut riechend beurteilt, als ich es mir während der Wartezeit der Reparatur Review schreibend gemütlich gemacht hatte.

(31.05.2000)


Martin Bleisteiner

Aus der Dose dringt ein eher herber Duft, der mich weniger an Tabak, sondern mehr an Heu erinnert. Bei genauerem Hinriechen kommt Virginia mit weiteren Zutaten in der Nase an. Der Geschmack ist wunderbar, der Tabak entwickelt ganz feine Noten. Er schmeckt wilder und herber als z.B. der Larsen 32. Das Brandverhalten ist vorbildlich. Ich habe die Curlies nicht zerrieben, sondern jede einmal in der Mitte geknickt. Wenn ich ihn zerrieben rauche, beißt er mehr und schmeckt weniger. Er wird zum Schluss hin immer besser, das Aroma nimmt zu. Ohne Filter schmeckt er besser, aber Vorsicht vor Zungenbrand. Die Raumnote ist rauchig, nicht so süß wie Larsen Virginia Flowers oder Larsen 32.

(30.06.2000)


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