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Stokkebye Murrays Flake

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Peter Stokkebye Murray´s Flake oder Chairmanns Flake

(Pfeifentabak)

Markenname:Peter Stokkebye
Hersteller:Peter Stokkebye
Mischung: 
Schnittbreite:Flake
Typ:aromatisiert
Stärke:leicht-medium
Verpackung:lose bzw. als Bulk
Preis: 

Hans-Ulrich Dombrowsky

“Murray´s Flake“ ist ein Flake, den ich im Angebot von Shave & Coster entdeckte und bestellte, da mir noch nicht bekannte Flakes immer die Neugier wecken. Die Flake – Scheiben sind von einem mittleren Braunton mit hell ockerfarbenen Einsprengseln, sind recht dick geschnitten und zerfallen relativ leicht. Offenbar ist der dem VA beigemischte Burley – Anteil recht hoch. Beim Öffnen des Plastikbeutels verströmt der Flake ein deutliches Himbeeren – Kirsch – Aroma, das er auch bei längerer Lagerung im Beutel behält. Das Anzünden des Flakes ist unproblematisch und sofort hat man den Mund voll mit einem weichen, von den beiden genannten Fruchtaromen geprägten Tabakrauch, die Tabakgeschmack eher wenig aufkommen lassen. Das ändert sich im Verlauf des Rauchens auch nicht – das stark vorschmeckende Aroma bleibt bis zum Schluss erhalten, wenngleich im letzten Drittel der Pfeife metallisch getönte Geschmacksnuancen auftreten – andere Begriffe fallen mir dazu nicht ein. Der Tabak nimmt kräftiges Ziehen und Heißrauchen relativ wenig übel, dennoch sollte man vorsichtige Züge nehmen. Er zerfällt zu weißer Asche; die Kondensatbildung ist verhältnismäßig gering, das Raumaroma ist sehr angenehm. Irgendwie erinnerte mich der Tabak an eine vorher gerauchte Marke – und tatsächlich, bei James Barber firmiert er unter dem Namen „Chairman´s Flake“. Der Legende nach wurde dieser Flake bei Murray speziell für den Geschäftsführer der Firma hergestellt, verbreitete sich aber mit Erfolg auch unter der Belegschaft, bis irgendein Mitarbeiter vorschlug, ihn auch auf den Markt zu bringen – here it is. Heute wird dieser Tabak als loser Flake nach der alten Rezeptur von der Firma Peter Stokkebye wieder hergestellt, die auch für das Remake des Bulwark Flake und des Redbreast Flake verantwortlich zeichnet. Schön, dass man sich wieder auf die alten Traditionen besinnt und scheinbar vergessene Marken auf den Markt bringt, die immerhin Jahrzehnte erfolgreich gelaufen sind.

Fazit:
Mich hat der Flake nicht wirklich überzeugt. Die Aromatisierung scheint mir etwas zu heftig geraten und erschlägt den Tabakgeschmack. Für Liebhaber solcher Geschmacksrichtungen mag er aber interessant sein.

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