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Sundowner Mixture

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Fairmorn, Charles Sundowner Mixture

(Pfeifentabak)

Markenname:Fairmorn, Charles
Hersteller:Charles Fairmon (Van Eicken)
Mischung:5 pts. Bright Virginia, 3 pts. Latakia, 2 pts. specially matured tobacco, 1 pts. Black Cavendish
Schnittbreite:Fein
Typ:englisch
Stärke:medium
Verpackung:50g-Dose
Preis:11,25 DM

Roman Hebert

Die Sundowner Mixture habe ich auf der Suche nach einem preisgünstigen Dunhill-Ersatz für den täglichen Hausgebrauch ausprobiert; die Beschreibung des Herstellers, in der von einer "traditionellen englischen Mixture" die Rede ist, die "weich und mittelkräftig" sei, klang, verbunden mit dem recht günstigen Preis von 11,25 DM für die 50g-Dose, doch recht einladend.
Vom Schnitt her entspricht der Tabak im wesentlichen dem typischen Dunhill-Schnitt: feine, zum Teil längere helle und dunkelbraune Tabakfasern, kleinere schwarze Stücke. Das Stopfen geht demgemäss ebenso gut über die Bühne wie das Entzünden; die Feuchtigkeit ist direkt nach dem Öffnen der Dose optimal.
Was den Geschmack anbetrifft, so dominiert eindeutig der Latakia; entgegen meiner Erwartung ist die Mixture aber eher mild als mittelkräftig. In der Stärke ist er wohl noch unterhalb des Dunhill Standard Mixture Mild anzusiedeln, ganz zu schweigen natürlich vom Dunhill 965. Zu diesem Eindruck mag beitragen, dass der Sundowner auch ein wenig jenseits der klassischen Linie aromatisiert zu sein scheint: hält man die offene Dose neben die Dunhills, dann nimmt man auch einen nicht gänzlich "englischen" Ton wahr. Die Umschreibung fällt aber schwer, ohne dem Tabak Unrecht zu tun und ihn bei waschechten Latakis von vornherein in Misskredit zu bringen; ich möchte ihn mal als in die Richtung "Crème" gehend bezeichnen, wäre aber neugierig, was andere hierzu meinen. In jedem Fall ist dieses Aroma wirklich nicht dominant, sondern eher ein dezenter Hauch; ich könnte mir deshalb vorstellen, dass es sich hier entweder um den geringen Anteil Black Cavendish oder um den "specially matured tobacco" handelt, die ja die geringeren Anteile des Sundowner verkörpern.
Rundrum positiv ist das Abbrandverhalten: der Tabak verglimmt zu feiner weißer Asche, und insbesondere nimmt er es einem auch in keiner Weise übel, wenn die Pfeife zwischendurch eine Weile aus ist und dann wieder angezündet wird: während andere Latakia-Mixtures mir dann manchmal allzu kräftig und rau sind, ist dies beim Sundowner nie der Fall. Zungenbrand gibt's auch in keinster Weise, auch nicht, wenn man mal ein wenig zu schnell raucht; wirklich ein sehr gutmütiger Charakter.

Fazit:
Ein wirklich grundsolider Tabak englischer Richtung, der aufgrund seines günstigen Preises eine den Geldbeutel schonende Alternative zu den zahlreichen hochpreisigen Latakia-Mixtures darstellt. Mit Blick auf den Dunhill 965 bleibt aber zu sagen, dass der Sundowner doch in einer anderen Liga spielt, und zwar nicht nur was die Stärke anbelangt, sondern auch bezüglich der "Klasse": da hat der Dunhill 965 diese exzellente eigenständige Note, die den Spitzentabak von dem (oberen) Mittelfeld abhebt.

(15.10.2000)

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