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Sweet Fruit Of The Orient

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Eigenmischung Sweet Fruit of the Orient

(Pfeifentabak)

Markenname:Eigenmischung
Typ:aromatisiert

Jörg Frahnow

Wie es nun mal so ist wenn man viele Sorten Tabak probiert, da bleibt hin und wieder mal was liegen, weil man einfach beim Einkauf danebengeriffen hat. Beim Durchprobieren der Tabake von Daniel ging es mir ganz massiv mit den Special-Flakes von Samuel Gawith so. 1 und 3 waren noch rauchbar aber 2, 4 und 5....nee das ging einfach nicht.Nun wirft man ja aber auch keinen Tabak weg und ich wartete auf die Gelegenheit für einen soliden Grundtabak, dem ich diesen beimischen wollte. Neulich komme ich nun an die Tankstelle und da liegt gleich auf der Theke ein Posten MB Mixture zum halben Preis. Überlagert und trocken soll er sein. Ein Päckchen probe getestet, danach alle weiteren 7 zum nochmals reduzierten Preis mitgenommen. Nun hatte ich 400g guten Basistabak. 2 Tage lang habe ich den mit Portwein dezent konditioniert und dann machte ich mich daran je 50 Gramm von Samuel Gawith Special Flake 2, 4 und 5 klein zu schneiden. Ein Würfel (50g)Samuel Gawith Cannon Plug und 50g G&H Brown irish twist warteten auch noch auf ihre Weiterverwertung und kamen mit hinein. Zum guten Schluss gab es irgendwann mal zum Geburtstag 100g Mango and Vanila von Holger Danke. Wann sollte der weg, wenn nich jetzt. Also rein damit. Nun hatte ich knapp 700g Tabak vor mir mit einem intensiven fruchtigen Aroma, welche durch die orientalische Note an gewüzten Pflaumenmus erinnern. Ein wenig seifiges schnuppert auch noch durch. Lange nicht mehr so stechend und intensiv wie in Reinkultur beim Special Flake aber immer noch heftig genug. Das ganze habe ich 14 Tage stehen gelassen und dann die keinen Fotohülsen gefüllt und einen neuen Flake draus gemacht.

Nach einer weiteren Woche des pressens war ich nun schon recht ungeduldig auf das erste Rauchopfer. Anzünden ging ganz unproblematisch. Und dann war es da dieses unverwechselbare Aroma der Special-Flakes. Meine Frau stand sofort mit gerunzelter Stirn im Zimmer und man sah ihr das traumatische Erlebnis noch an, als ich die Special-Flakes seinerzeit im original tetstete. Sie erinnerte sich genau.

Im ersten drittel ist dieses Aroma deutlich zu schmecken, baut dann aber langsam ab und die seifige Seite des Tabaks tritt stärker hervor, jedoch immer noch in einem vertretbaren Maße.

Zum Ende zu jedoch läuft der Tabak zur höchstform auf. Der Virgina besteht darauf, auch als solcher erkannt zu werden. Rauchig aber immer noch sehr süss, so das man glauben möchte, dass alle süsse welche man nun schmeckt dem Virginia entspringt, was aber einfach nicht sein kann. Tabak und Aroma sind nur gänzlich vereint.

Täglich rauche ich nun stets eine Füllung davon und muß sagen, ich freue mich immer wieder auf dieses wirklich exclusive Raucherlebnis. Es gibt wohl in dieser Richtung auf dem Markt nichts vergleichbares, mir jedenfalls ist nichts bekannt. Sollte sich das einmal ändern würde diesem Tabak wohl ein ähnliches Schicksal wiederfahren wie z.B. den Bulldog`s. Wer sie in Ihrer unverwechselbarkeit mag schwört drauf, andere wenden sich unverständig und kopfschüttelnd ab.

Einen Namen habe ich Ihm auch verliehen: Sweet Fruits of the Orient

(18.09.2004)

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