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Sweet Vanilla Honeydew

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DTM Sweet Vanilla Honeydew

(Pfeifentabak)

Markenname:DTM
Hersteller:DTM
Mischung:Virginia
Schnittbreite:ready rubbed
Typ:aromatisiert
Stärke:leicht-medium
Verpackung:50 gr. Pouch / 100 g Hochdose / 250 gr. Packung
Preis:8,25 Euro / 16,20 Euro / 33,85 Euro (März 2011)

Björn Hollensteiner

Dieser Tabak weckt zwiespältige Gefühle in mir. Als ich mir die Dose bestellt hatte und sie zum ersten Mal öffnete, dachte ich sofort an süßen Vanillepudding. Hierzu fällt mir eine schöne Anekdote ein: Als ich im Sommer in Tunesien war, besuchte ich öfter ein Cafe, in dem ich auch zum ersten Mal Wasserpfeife geraucht habe. Der "Wirt", der ein alter, bärbeißiger Mann war, schnupperte eines Abends (nachdem ich mir eine "normale" Pfeife angezündet hatte) an meiner Honeydew-Dose, machte daraufhin einige Schmatzgeräusche und fuhr sich mit der Zunge über die Lippen...

Auch die ersten Züge aus der Pfeife schmecken stark nach Pudding. Bald aber kommt dann ein typischer Virginiaduft dazu, der das kräftige Aroma etwas abrundet.

Gerade bei frisch geöffneter Dose ist der Tabak sehr feucht. Man meint sogar, dass er vom Honig etwas klebt. Es ist deshalb sehr schwierig, ihn am Brennen zu halten. Trifft man nicht genau die Rauchgeschwindigkeit, geht er entweder aus oder wird heiß - und brennt dann ziemlich auf der Zunge. Das ist zwar bei vielen Tabaken so, aber bei diesem besonders. Es ist also Vorsicht geboten!

Schafft man es aber (ich habe einige Füllungen gebraucht), wird man mit einem wirklich kräftigen, angenehmen Aroma belohnt. Es bildet sich aber auch einiges an Kondensat, so dass ich öfter mal einen Reiniger in den Rauchkanal stecken muss, um es aufzufangen. Man sollte möglichst nicht zu große Pfeifenköpfe verwenden, denn sonst ist man mit einer Füllung ziemlich lange beschäftigt. Ich meine auch, dass das Aroma zum Schluss hin abflacht.

Aus den oben genannten Gründen rauche ich den Honeydew auch nur ab und an, abends und gemütlich beim Lesen eines Buches. Dann entfaltet er seine Vorzüge am besten.


Andreas Berberich

"Tabak hat von allen Aromatisierungen frei zu sein. Honig, Zimt und Vanille gehören in den Kuchen, und Whiskey ins Glas. Filter sind nur dazu da, die fränkische Wirtschaft anzukurbeln!" So sprach vor 14 Jahren mein erster Pfeifendealer in Viersen. Ehrfurchtsvoll hörte ich zu, kaufte eine filterlose Oldenkott und eine Dose London Mix von Dunhill. Später kam dann Lischen Mix und 965 dazu, das war es bis vor 1 1/2 Jahren. Dann kam daft. Bereits vorher rauchte ich gelegentlich eines Doppelbüros den Larsen 50. Aber selten, und ich erinnere mich noch, dass ich die fast trockenen Reste einer Dose rauchte, als ich die NG entdeckte. Durch Willi im RL kam ich zu den VA und VA/Pes. Latakia kam immer seltener in die Pfeife, und es sammelten sich diverse Flakes an, auf die ich einige Wochen später schon nicht mehr glaubte, verzichten zu können. Und jetzt das!

Bereits vor einigen Monaten bat ich Manni, mir anlässlich eines kleinen Treffens in Trier, mir eine Probe SVH mitzubringen, jedoch nicht ohne ihn zu ermahnen, darüber stillschweigen zu wahren. "Als ob der Papst nen Playboy will!" So ähnlich wurde mein Ansinnen kommentiert, jedoch die Probe wechselte den Besitzer, und Manni wahrte sein Schweigen. Merkwürdigerweise verschwand diese Probe in den Weiten meines Kombi (übrigens Schwarz der Wagen). Das Auto hatte was gegen den Tabak, und ich vermute, dass mein erster Dealer es mit einem Fluch belegte. Ich vergaß den Tabak.

Da ich nunmehr aber in HH immer wieder in den Timmläden auf ihn stieß, wollte ich ihn doch mal probieren. 50g sollten es sein, damit ich mir ein Urteil erlauben kann, und endlich mit vernünftigem Hintergrund die Süssis beschimpfen darf. Beutel auf, Nase rein: Es riecht wie in einem Backzutatenpuff. Ist ja widerlich. Erst mit 30 cm Abstand riecht der Tabak erträglich. Also eine wenig geliebte Pfeife nehmen: Die MdP Canadian wurde erst einmal geraucht. Also wird sie das Schicksal ereilen.

Locker gestopft (so locker habe ich noch nie gestopft), aber ich vermute, dass mehr Kondensat entsteht als bei meinen üblichen Tabaken. Pfeife an und... Schmeckt wundervoll! Ich bin entsetzt. Sofort in den Keller, das Weihwasser gesucht, gefunden, und eine kleine Selbstsegnung zum Zwecke des Exorzismus durchgeführt. Trotzdem: Schmeckt weiterhin. Wundervolle Aromen von süßer Vanille und einem Hauch Tabak strömen durch Gaumen, Mund und Nase und erfreuen deren Besitzer ;-)

Der Tabak geht nicht aus, der Reiniger wurde nur einmal benötigt (Bei 3N brauche ich i.d.R. 2 Reiniger!) und irgendwann ist Schluss, ohne dass es zu Bitternis oder ähnlichem kommt. Ich bin Begeistert! Und das auch noch 100g später. Der Tabak ist eher leicht, und daher das Richtige zur Morgenpfeife. Aber auch abends beim Lesen macht er auf Grund seiner hervorragenden Abbrandeigenschaften richtig Spaß. Insbesondere aus großen Köpfen raucht er sich hervorragend. Er verglimmt schnell und ist - locker gestopft - einer der problemlosesten Tabake die ich kenne.

Aber ich glaube nicht, dass ich ihn vor 14 Jahren so hätte genießen können. Für Anfänger würde ich immer einen naturbelassenen Tabak empfehlen, da bei einem Aromaten wie mir scheint, falsches Stopfen heftigst bestraft wird. Ich kann auch nur vermuten (die Zunge ist mittlerweile ein bisschen ledern ;-)), dass ein milder VA für einen Anfänger besser geeignet ist, als ein Hocharomat. Ich werde mir mal vom weißen Ritter der NG einige Tabake empfehlen lassen müssen ;-). Eine Probe SH liegt hier schon bereit.

(01.02.2001)


Ludger V.

Eigentlich rauche ich nur ,naturbelassene' Tabake und die ohne Filter. Dies liegt zum einen daran, dass ich die üblichen Aromaten für zu leicht halte und diese IMO erheblich unter schlechter Grundtabakqualität leiden (wenig VA, viel Burley, viel BC). Aus diesem Grunde verleitete mich die Tatsache, dass es sich beim Sweet Vanilla Honeydew von DTM um einen reinen aromatisierten Virginia handelt, zum neuerlichen Aromaten-Versuch.

Nach dem Öffnen des Pouches erwartete mich ein mittelbraunes bis blondes Bild von ready rubbed Flake. Der Tabak hat für einen Pouch eine gute feuchte Kondition. Dem Pouch entströmt ein süßer Duft nach Vanille und Honig. Ich habe den Tabak bislang ausschließlich, entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, mit Filter geraucht, da mir Aromaten oFi zu stark auf der Zunge brennen.

Er sollte nicht zu fest gestopft werden, da er beim Entzünden noch ein wenig aufgeht. Beim Anrauchen ist die Aromatisierung (vanillig süß) sehr deutlich zu vernehmen. Danach bettet sie sich zunehmend in die natürliche Süße des VA ein. Sie bleibt bis zum Ende präsent. Der Tabak wartet mit einer überraschenden angenehmen Stärke für einen Aromaten auf. Er ist allerdings IMO insgesamt der Stärke leicht bis medium zuzuordnen.

Fazit:
Daumen hoch. Der Tabak hat sich zum Standard meiner Tabakbar entwickelt, wenn's mal süß und aromatisiert sein soll. Auch die Qualität des VA hat mich in punkto Grundtabak überzeugt.

(31.01.2010)


Dirk Schimowsky

Kurzbewertung:2 (gut)
Zungenfreundlichkeit:zungenfreundlich, kaum Kribbeln auf der Zunge(vom Virginia)
Abbrandeigenschaften:problemlos
Kondensatbildung:gering (oFi)
Aromabeständigkeit:bis zum Schluss
Schnittqualität:variabel, halt eine Mixture
Stopfbarkeit:Lässt sich sehr einfach stopfen
Feuchtigkeit:sehr gut
Anzünden:einfach
Vergleichstabake:Mir fällt keiner ein, der an dieses Aroma ran kommt

Herstellertext:
Eines der erfolgreichsten Zeugnisse für Michael Apitz' Kreativität in der Komposition von Pfeifentabaken.
SWEET VANILLA HONEYDEW - die meisterliche Mixture. Goldener Virginia mit natursüßer Note und attraktivem Aroma, sagenhaft sanft, wunderbar weich, liebenswert lecker mit einem betörenden Bouquet.
Gönnen Sie sich diesen Genuß!

Beschreibung des Tabakbildes:
Hellbraune Fasern sowie ein paar wenige Flakestücke, welche aber auch nicht aufgerubbelt werden müssen.

Das Stopfen:
Ist sehr einfach. Jeder hat wahrscheinlich seine eigene Art, wie er eine Mixture in die Pfeife einbringt. Nach vielen Versuchen der Unterschiedlichsten Art fülle ich einfach locker den Pfeifenkopf und Stopfe oben drauf noch eine Portion.

Das Anzünden:
Nach der ersten Zündung den aufquellenden Tabak mit dem Stopfer glätten und nochmals anzünden.

Raucheigenschaften:
Wenn man sich ausschliesslich der Pfeife zuwenden kann, brennt er bis zum Schluss durch. Ausgehen lassen und wieder anzünden ist allerdings ebenfalls problemlos möglich. Das Aroma ist stabil und bleibt.

Raumnote:
Süss halt :-)

Gesamtbewertung:
Ein Tabak, welchen ich immer wieder gerne rauche, wenn es mal süss sein soll. Meine Stammtabake sind ja eigentlich reine Virginiatabake, manchmal auch mit etwas Perique (z.B. der Dunhill de Luxe Navy Rolls). Nur manchmal habe ich auch mal Lust auf was Süsses.

Die Suche nach einem süssen Tabak war lang und ist auch irgendwie nicht abgeschlossen. Denn der SVH hat einen grossen Nachteil. Er ist sehr leicht und wenig "sättigend". Das ist aber auch schon der einzige Nachteil, welcher mir auffällt.

Bei den meisten gesossten Tabaken geht es mir tierisch quer, dass sie Black Cavendish als Aromaträger massig beinhalten. Ich kann dieser Tabakart einfach nichts abgewinnen und für mich ist er einfach ein "Fülltabak". Ausserdem schmecke ich bei den meisten ein "künstliches" Aroma mit. Irgendwie abstossend, wie ich finde. Wahrscheinlich wird dieses Unteraroma durch einen Aktivkohlefilter unterdrückt. Nur, ich rauche filterlos.

Also war ich sehr davon angetan, entlich einen soucierten Tabak zu finden, der nur Virgina enthält. Den Geschmack finde ich einmalig. Noten von vanille ergänzen sich einmalig mit einem Hauch von Honig zu einer Geschmackskomponente, die meinen "Süsshunger" angenehm stillt. Dieses Aroma bleibt bis zum Ende. Es geht also doch :-) Man muss nicht unbedingt massenhaft BC in eine Mixture kippen, um das Aroma zu binden.

Ich kann den Tabak nur empfehlen. Wer gerne leicht und süss raucht, sollte dem SVH auf jedenfall mal eine Chance geben. Vielleicht findet er ja sogar seinen neuen Stammtabak.

(04.10.2010)

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