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Jess Chonowitsch T 15
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Jess Chonowitsch |
| Hersteller: | Kohlhase & Kopp |
| Mischung: | Virginia, Tennessee Burley, Latakia, Cavendish, Orient |
| Schnittbreite: | Mixture mit Ready Rubbed Anteilen |
| Typ: | englisch |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 50 g Runddose |
| Preis: | 7,30 Euro |
Peter Fischer
Hersteller-Beschreibung: Old Belt Virginia, Tennessee Burley mit etwas Latakia und Cavendish sowie ein kleiner Anteil Oriental geben dieser Mixture einen feinen, aber würzig - reichen Geschmack.
Im Gegensatz zum T14 wird hier also der Latakia-Anteil zugegeben. Allerdings scheint man in dieser Beziehung noch zu Untertreibungen zu neigen.
Die Dose brauche ich eigentlich nicht näher beschreiben. Die Jess Chonowitsch Tabake haben alle die gleiche Dose mit dem selben Etikett. Der einzige Unterschied besteht in der Nummer nach dem "T".
Für's Auge: Wie auch der T14, bietet der T15 ein ansprechendes Tabakbild. Goldgelbe und mittelbraune Virginias, Burley dominieren leicht über die tief dunklen Latakia- und Cavendish-Anteile.
Der Tabak ist größtenteils in ca. 1 mm breite und bis zu 2 cm lange Streifen geschnitten. - Also wesentlich feiner als der T14. Auch ready rubbed Anteile sind zu entdecken. Somit bedient der T15 auch gut kleinere Pfeifenköpfe.
Wie der T14 ist auch der T15 ein waschechter Engländer. - Nur eben mit mehr Latakia. Meiner Meinung nach ist es auch nicht mehr weit bis zum Nightcap. - Man sollte den Latakia-Anteil also aufgrund der Herstellerbeschreibung nicht unterschätzen.
Man möge mir verzeihen, dass ich ständig den T15 mit dem T14 vergleiche - aber ich bin der Meinung, dass man beide probiert haben sollte. Da es nicht leicht ist, englische Tabake zu beschreiben möchte ich auch noch den Dunhill Nightcap zum Vergleich heranziehen. Dessen Geschmackseindruck ist bei mir eben noch recht frisch.
Beim Nightcap dominiert der rauchige Geschmack des Latakias. Der T15 kommt meiner Meinung nach vom Latakia-Gehalt dem Nightcap schon sehr nahe. Dennoch bietet er ein abwechslungsreiches Rauchvergnügen.
Vielleicht liegt das am Orient-Tabak. Was mir im Vergleich zum T14 fehlt, ist die Süße der Virginias. Diese tritt beim T15 nicht so deutlich zutage.
Abbrand: Beim T15 kann es schon mal vorkommen, dass er zwischendurch ausgeht. Der Regelfall sieht aber eher, wie auch beim T14 so aus, dass beim Erlöschen der Pfeife der Tabak aufgeraucht ist.
Qualitativ handelt es sich ohne Zweifel um erstklassige Tabake. Der Geschmackseindruck bleibt konstant vom zweiten bis zum letzen Zug. Jetzt drängt sich natürlich die Frage auf, was beim ersten Zug ist. Nun, beim Anzünden kann beim T15 schon mal ein seifiger Geschmack aufkommen. - Aber wirklich nur beim Anzünden.
Fazit:
Für mich ist auch der T15 ein sehr guter Engländer.
Allerdings würde ich den T14 bevorzugen, da dieser ein besseres Abbrandverhalten hat und meiner Meinung nach ein noch abwechslungsreicheres Raucherlebnis bietet. Es ist jedoch bestimmt keine Fehlinvestition, wenn man sich auch mal eine Dose vom T15 kauft. Meine Empfehlung hat er.
(23.12.2002)