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Tabacalera Hanseatica Hausmischung

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Kohlhaase und Kopp Tabacalera Hanseatica

(Pfeifentabak)

Markenname:Kohlhaase und Kopp
Hersteller:Kohlhaase und Kopp
Mischung:Virginia, Latakia, ungesoßter Black Cavendish
Schnittbreite:Mixture
Typ:englisch
Stärke:leicht-medium
Verpackung:100g Dose
Preis:14,50 Euro

Immo G. von Eitzen

Beim Kauf einer (Sonderangebots-)Peterson im (herstellereigenen) grün-goldenen Laden im Hamburger Hanseviertel bekam ich Anfang 2005 eine Probe der Hausmsichung No. 10 mit. Der Beginn einer glimmenden Leidenschaft, habe am nächsten Tag die erste Dose erworben, und das war nicht die letzte, er hat den Schüch Onyx und den Highland Targe in den folgenden Monaten als Standardmischung den Rang abgelaufen.

Der Tabak ist eher lose abgefüllt und praktischerweise in einer 50g Vakuumdose mit Drehdeckel und in einer 100g "Lackdose" erhältlich. Beide sind 100% dicht und halten wieder verschlossen den Tabak viele Wochen rauchfertig kondidioniert. Die große Dose ist dabei besser in der Handhabung, da ohne Papiereinlage. Beide Dosen sind klassisch-schlicht in den Hausfarben grün und gold gehalten.

Das Tabakbild ist inhaltsbedingt düster-schwarz mit hellen Sprenkeln durch den hellgoldenen Virginia. Dieser ist kurz und breit geschnitten/gerupft, Latakia und BC ebanfalls kurz und eher breit geschnitten. Optisch betrachtet hält sich das Trio im Anteil etwa die Wage. Das Bukett ist dunkel-herb-süß, erinnert mich etwas an Onyx, allerdings meine ich in der Süße eine leichte Fruchnote zu erkennen, etwa in Richtung schw. Johannisbeere oder Schiraz-Wein, aber durch den Latakia natürlich sehr düster. Eine Aromatisierung liegt aber wohl nicht vor.

Beim Stopfen empfehle ich eher wenig Druck, vor allem im unteren Bereich, lieber einmal mehr nachdrücken. Das Anzünden braucht im Schnitt 3 Hölzer, da sich Va und BC doch etwas aufbäumen. Danach brennt er sehr langsam und gleichmäßig, am Ende bleibt etwas hellgraue Asche. Er erlaubt auch mal einen oder zwei tiefere Züge, ohne gleich kippen, aber nicht allzuviele. Kondensat hält sich sehr in Grenzen.

Der Geschmack erinnert mich ebenfalls an den Onyx, ist aber viel gradliniger und weniger komplex, dafür aber leichter. Gelegendlich explodiert er in herber Süße, die mich an bitteren schottischen Heidehönig erinnert, vermutlich dann, wenn grade eines der Virginiablätter die Reise in seinen Urzustand antritt. Dann dominiert wieder der Rauch. Diese Abwechslung macht es interessant und ersetzt imo die geringe Komplexität. Im letzten Drittel nimmt die Latakia-Note immer mehr zu.

Die Raumnote wird von meinen sozialen Umfeld als "erträglich" eingestuft, im Vergleich dazu wird Highland Targe meist mit einem brenennden Schafstall assoziiert.

Ich rauche ihn überwiegend mit Meerschaum-Filter und teilweise ohne, und eher aus niedrigen Köpfen, lieber eine öfter, aber immer mit eher breiter Bohrung um dien Virginia beim Stopfen gleichmäßiger verteilen zu können. Besonders gut harmoniert er mit meinen ständigen Begleitern, 3 Danske Club 11ern, der Stanwell Xmas 2000 (jeweils mit MF) und einer uralten geerbten Jeantet-Bulldog (OF).

Also meine bedingungslose Empfehlung zumindest für das lokale Umfeld.

(18.04.2006)

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