zurück
Solani The Blend 779
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Solani |
| Mischung: | Virginia, Latakia, Orient |
| Schnittbreite: | 1-2mm / Mixture |
| Typ: | englisch |
| Stärke: | medium |
| Verpackung: | 50g Dose |
| Preis: | 9,00 Euro |
Sven Königsmann
Erscheinung: Dunhill-ähnliche Schnittart mit schwarzen,braunen und hellbraunen Komponenten. Gelegentlich sind gepresste Anteile zu entdecken, jedoch so klein, dass sie nicht vor dem Stopfen zerkleinert werden müssen.
Stopfen und Anzünden: Einsatzbefehl für meine Stanwell No. 195, die den englischen Tabaken vorbehalten bleibt. Das Stopfen ist, wie bei der Schnittart zu erwarten, kein Problem, ebenso das Anzünden - ein Zündholz genügt.
Geschmack: Der Geschmack entspricht genau dem, was Optik und Duft haben ahnen lassen. Es ist ein typischer Engländer, der mich an Dunhill's Standart Mixture erinnert. Der Latakia gibt die typische rauchige Würze, ohne dabei allzu sehr in den Vordergrund zu treten. Das ganze wird getragen von Virginia mit voller Süße, eine leiche Säure ist im Hintergrund zu erahnen (Orient?). Ich würde den Tabak, gemessen an englischen Maßstäben, als schwach-medium einstufen, er ist mit Sicherheit keine Nicotinbombe. Der Abbrand ist hervorragend, die Kondensatbildung minimal.
Ohne Filter: ohne Filter geraucht trifft oben gesagtes ebenfalls zu, wobei der Geschmack natürlich ohne Filter etwas kräftiger ist, aber durchaus auch für den seltenen oFi-Raucher tolerabel. Ich bilde mir ein, dass oFi die süße Komponente etwas stärker durchschmeckt.
Fazit:
Ein wirklich guter Engländer der, wie gesagt, mich sehr an die Standard Mixture von Dunhill erinnert - leider habe ich keinen hier um einen direkten Vergleich anzustellen. Für Anhänger der englischen Richtung auf jeden Fall ein Versuch wert, wüsste ich welcher es ist, ich würde ihn kaufen. Also: Daumen hoch !
(15.03.2002)
Jörg Bellinghausen
Probe Nr. 2 besteht m.E. aus hellem Va, dunklem Ready-Rubbed-Va und Latakia.
Im Tabakbild dominieren helle Brauntöne, dazu etwa zu gleichen Teilen dunkelbraune RR-Anteile und schwarze Anteile, der Schnitt ist Mixture-typisch.
Der Geruch ist heuig-würzig mit feiner Süße, der Latakia ist deutlich merkbar, aber nicht übermäßig dominant, ein Topflavour bemerke ich nicht.
Der Tabak ist eher auf der trockenen Seite anzusiedeln, aber trotzdem gut rauchbar.
Als Testpfeife habe ich meine db Freehand mit eher kleinem Füllvolumen verwendet, aus der ich am liebsten klassische "Englische" Mischungen rauche.
Als Filter kamen ein neuer Vauen PaFi, sowie ein Vauen AkFi zum Einsatz, leider reichte die Tabakmenge nur für zwei Füllungen, über die oFi-Raucheigenschaften kann ich daher leider nichts sagen.
Das Stopfen gestaltet sich auch hier mit der Drittelmethode problemlos, dem Tabak macht es nichts, etwas fester gestopft zu werden.
Zum Anzünden benötige ich 2 Streichhölzer, der Tabak bäumt sich nicht allzu stark auf.
Der Abbrand ist ganz hervorragend, der Tabak braucht wenig bis gar keine Aufmerksamkeit, einfach "mit der Pfeife atmen" und er brennt problemlos zu recht viel feiner weißer Asche herunter. Wiederanzünden schadet nicht, Kondensat entsteht kaum bis gar nicht.
Der Geschmack ist im Prinzip eine Fortsetzung des Geruchs: süß, heuig-würzig, vom Latakia untermalt, mit etwas Schärfe, die ich als sehr angenehm empfinde. Ab der Mitte der Füllung verschwindet diese und macht einer leicht nussigen Note Platz, der Latakia ist nur noch schwach schmeckbar. Die Stärke würde ich als maximal medium einstufen, mit AkFi sogar eher leicht, wobei ich meine, das die süße Geschmackskomponente hierbei noch etwas hervorgehoben wird. Der Latakia ist mit AkFi bestenfalls peripher wahrzunehmen, wenn man sich darauf konzentriert; er gibt aber dennoch einen unterschwelligen "body" zum Geschmack dazu.
Fazit:
Tolles Kraut, würde ich sehr gerne wieder rauchen. Wie ich mein Glück kenne, ist dieser Tabak aber nicht in Deutschland erhältlich.
(15.03.2002)
Sepp Merkl
Den Solani hat mir mein Händler empfohlen, mit dem Wunsch nach einer etwas ruhigeren, englischen Mischung. Sonst hätte ich die eher unauffällige, schwarze Dose sicherlich übersehen.
Erhälich auch auf der Internetseite des Dealers unter www.tabak-brucker.de, eine sehr informative Seite.
Natürlich mußte die Dose so schnell als möglich geöffnet werden. Der Tabak ist fast schwarz und in überwiegend schmale, mittellange Streifen geschnitten. Beim Geruch überwiegt der Orient und erinnert mich em ehesten an Früchtebrot.
Leicht eingefüllt und den Tabak nur kurz angedrückt ist die beste Methode den Solani zu stopfen. Anfangs machte ich den Fehler, den Tabak zu fest zu verdichten, was in den ersten 15 Minuten ganz gut ging. In der Mitte der Füllung jedoch wurde der Widerstand so stark, daß ich den Tabak auflockern mußte. Der Solani bäumt sich so gut wie gar nicht auf und brennt spätestens nach dem 2. Streichholz gleichmäßig durch.
Geschmacklich gefällt mir die Mischung sehr gut, eine englische Mischung mit wenig Latakia. Gleich von Anfang an schmeckt man das vollmundige Aroma des Tabaks, das überwiegend vom Orient geprägt und vom Latakia fein unterstützt wird. Wie alle englischen Mischungen rauche ich auch den Solani ohne Filter und kann kein Brennen oder Beißen feststellen. Normalerweise kann man als Raucher seinen eigenen Tabak nicht riechen. Umso erstaunter war ich, als ich einmal versuchte den ausgeblasenen Rauch wieder einzuschnaufen.
Ein angenehmer, würziger Duft schlug mir entgegen.
Den Geschmack und die Stärke würde ich als kräftig bezeichnen, zudem der Solani ziemlich lange brennt und es sich dabei um ein ausgedehntes Rauchvergnügen handelt. Am besten gefiel er mir in einer schlichten Lovat mit mittlerem Volumen, ohne Filter. Das gelegentlich auftretende Sottern konnte ich dann ganz leicht mit einem Pfeifenreiniger wieder beenden.
Alles in allem ist der Solani ein ausgewogener Tabak, der mich sicher wieder zum Kauf animieren wird. Auch für die Umgebung scheint die Mischung bestens geeignet zu sein, weil ich keinen einzigen verächtlichen Blick bekommen habe, wie beim Balkan Blend oder Torben Dansk No1. Allerdings haben
die auch wesentlich mehr Latakia im Döschen.
(16.08.2005)