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Bentley The classic one
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Bentley |
| Hersteller: | DTM |
| Mischung: | Virginia, Oriental |
| Schnittbreite: | Mixture |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | leicht |
| Verpackung: | 50 Gramm |
| Preis: | 11,50 |
Peter Fischer
Der Bentley präsentiert sich in einer sehr eleganten, rechteckigen Dose, die an der Ober- und Unterseite gewölbt ist. Abmessungen: 10 cm x 14,5 cm x 3 cm Auf dem Deckel findet sich goldfarben das Bentley- Logo, darunter in weiß die Aufschrift "Bentley - Excellence in Pipe Tobacco". Der Tabak selbst befindet sich vakuumverpackt in einer silbernen Folientüte.
Nach dem Öffnen der Verpackung trifft man auf einen überwältigenden Duft nach frischem Heu, angereichert mit dem Duft unzähliger Wiesenblumen.
Herstellerbeschreibung: Für Bentley verwenden wir nur ausgewählte Virginia- und Burley-Tabake, fein und ausgewogen miteinander komponiert. Voll ausgereifte Tabakblätter sorgen für einen aromatischen und doch milden Geschmack. Bentley wird durch ein spezielles Verfahren hergestellt. Der Tabak wird erst in Cakes gepresst und anschließend fünf bis sechs Wochen in der Kaltpresse gelagert. Unmittelbar vor dem Verpacken schneiden wir den Tabak und reiben ihn auf. Das Ergebnis ist ein milder, runder Geschmack mit angenehm kühlem Rauchgenuss. Das dezente Bentley Flavour verleiht dem Tabak seine angenehm zurückhaltende und doch unverwechselbare Raumnote.
Nun wieder zurück zur Realität. Die Farbe des Tabaks ist überwiegend, ins rötliche gehendes mittelbraun, durchzogen von hellen gelbbraunen Strähnen. Das Stopfen bereitet wenig Probleme, solange man die Pfeife auch immer schön dabei dreht. Beim Entzünden zeigt sich dann erster Widerstand. Der Tabak quillt dabei zwar nicht besonders auf, er macht erst mal gar nichts. Das erste Streichholz schien er ganz und gar zu ignorieren. Doch nun ist der Tabak vorbereitet. Nach einer Einebnung mit dem Pfeifenstopfer spricht er dann auf das zweite Streichholz an. Wenn er mal brennt, dann bleibt das auch so. Die Füllung brennt gleichmäßig ab, bis zum Ende.
Zum Geschmack: Gott sei Dank schmeckt er nicht so, wie er riecht. Wer möchte schon gerne Heu rauchen? Nein, er schmeckt einfach nur nach naturbelassenem Virginia. Wäre in der Herstellerbeschreibung nicht die Rede von "dezentem Bentley Flavour" gewesen, hätte ich schwören können, dass er wirklich naturbelassen ist. Auch die milde Süße entspricht eher der natürlichen Süße des Virginias. Der zarte Geschmack des Tabaks bleibt erhalten bis er fast gänzlich aufgeraucht ist. Stellt man eine Änderung des Geschmacks fest, weiß man, dass man nur noch ein paar mal zu Ziehen hat.
Soweit entspricht der Tabak also der Herstellerbeschreibung. Der angenehm kühle Rauchgenuss ist jedoch sicherlich nicht dem Tabak zuzuschreiben. Im Gegenteil! Der Tabak verzeiht nichts! Ein einziger Fehler, und es ist vorbei mit dem Genuss. Wird die Pfeife auch nur einmal zu heiß, schmeckt die gesamte Füllung nach nichts mehr. Da hilft auch kein Abkühlen lassen. Zum echten Problem wird das natürlich im Zusammenhang mit den "Zündschwierigkeiten". Ich würde deshalb auch raten, diesen Tabak nur mit Streichhölzern zu entzünden und nicht mit dem Feuerzeug "rein zu leuchten". Sonst könnte man die Pfeife gleich wieder ausräumen. Der Tabak benötigt auch immer die optimale Feuchtigkeit. Er hält sich zwar innerhalb der Folienpackung in der Dose recht gut, dennoch ist mir ca. ein Drittel zu trocken geworden. Dann raucht er sich wirklich wie Heu und greift sofort die Zunge an. Mittels Humidrole konnte ich den Tabak jedoch reaktivieren. Ich war erstaunt, dass sich dies auch auf den Heu-/Blumen-Duft erstreckte. Hier hätte ich am ehesten erwartet, dass sich Einbußen bemerkbar machen. Der Tabak hatte also fast die gleichen Qualitäten wie am ersten Tag. Ich bin mir jedoch sicher, dass er dies nur ein einziges Mal übersteht. Also am besten gleich umfüllen.
Fazit:
Der Bentley ist eine Mimose zu einem sehr stolzen Preis. Wer etwas von ihm haben will, muss in guter Form sein, gewarnt ist er ja jetzt. Ich denke, dass ich ihn mir gelegentlich mal wieder kaufen werde zum festen Bestandteil meiner Tabakbar wird er jedoch sicher nicht werden.
(06.07.2002)
Frank Nicolai
Dieser Tabak wurde als Blindtest verschickt. Die folgenden drei Reviews sind die Ergebnisse des Tests.
Herstellerbeschreibung:
''Erlesene Virginia- und Orienttabeke, fein und ausgewogen komponiert und in
der Presse gereift.. Als "Ready Rubbed Flake" rauchfertig aufbereitet. Im
Geschmack weich und rund, angenehm kühl glimmend. Ein sanfter Genuß für den
verwöhnten Kenner echten Tabaks.''
Heinz-Günter Döteberg
Tabak-Typ: Naturbelassen
Tabaksorten: Virginia, Burley
Stärke: leicht
Schnittart: mittelfeine Mixture
Aromatisierung: keine
Zungenfreundlichkeit: gut
Abbrandeigenschaften: sehr gut
Kondensatbildung: wenig
Aromabeständigkeit: --
Schnittqualität: gut
Stopfbarkeit: gut
Feuchtigkeit: gut
Anzünden: sehr gut
Kurzbewertung: befriedigend +
Referenztabak: Orlik Golden Sliced
Beschreibung des Tabakbilds
Eher fein geschnittene und relativ kurze Tabaksorten. Sehr helle Anteile, die ich als Virginia einschätzen würde und evtl. wenig, etwas dunklerer Burley. Letzterer würde auch den schwach nussigen Geruch erklären. Der Tabak fühlt sich eher trocken an, läßt sich aber noch problemlos handhaben.
Das Stopfen Einfaches Stopfen wie jede andere gewöhnliche Mixture mit feinerem Schnitt, ohne dabei zu stark zu verdichten. Das ist bei diesem Tabak kein Problem.
Das Anzünden
Der Tabak lässt sich gut anzünden. Eine Flamme um die oberste Tabakschicht zu entfachen, dann kurzes Planieren mit dem Stopfer und einmal nachzünden. Danach glimmt der Tabak gleichmäßig vor sich hin.
Raucheigenschaften. Der typische Virginiageschmack ist sofort bemerkbar und ich bleibe dabei, dass keine Aromatisierung enthalten ist. Der etwas spitze, oder besser säuerlich-prickelnde Geschmack auf der Zunge ist ebenfalls typisch, ähnlich wie beim OGS... Der Tabak neigt leicht zum Heißrauchen und erfordert etwas Aufmerksamkeit, läßt sich aber problemlos bis zum Ende rauchen. Dieses ist dann etwas abrupt: Gerade noch angenehmer Rauch im Mund und beim nächsten Zug ist die Pfeife plötzlich aus. Der Abbrand ist sehr kondensatarm und es bleibt feine, hellgraue und trockene Asche zurück.
Raumnote
Die Raumnote ist eher unspektakulär - eben wie so oft bei naturbelassenen Virginias.
Gesamtbewertung
Eine typische Virginia-Mixture, die sich zwar gut rauchen lässt, aber nicht unbedingt ein all-days ist. Ich würde ihn eher als Mischtabak oder zum Einrauchen neuer Pfeifen verwenden. Für mich ist die Ähnlichkeit in Geruch und Geschmack zum Orlik Golden Sliced auffällig. Dieser Tabak könnte eine Nicht-Flake-Variante sein...
Empfehlung Bedingt empfehlenswert
(28.01.2007)
Stephan Beeck
Mischung: Virginia, Orient-Anteile
Schnittbreite: gröberes Blattgut (teilweise langfaserig, teilweise kleinere
Flake-Anteile)
Typ: naturbelassen
Stärke: Leicht-Mittel
Geruchlich erinnert der Tabak an HOTW oder andere VA-Mischungen, nicht besonders spektakulär, aber würzig und voll. Das Stopfen geht ob der Schnittart recht einfach von Statten, eben nur in die Pipe rein, etwas nachdrücken und dann anzünden, was ebenfalls problem los vonstatten geht.
Der Tabak bäumt sich kaum auf und kann mit einem behutsamen Nachstopfen gebändigt werden. Ein Nachfeuern war ebenfalls unnötig.
Geschmacklich kommt direkt der Orient mit seinem pfeffrigen, würzigen Geschmack zum Vorschein, der den VA unterstützt und dessen Bissigkeit ein wenig abwandelt. Die Säure des VA kommt dennoch zum Tragen und verleiht dem Tabak eine gewisse Frische.
Der Abbrand ist relativ problemlos und ohne Nachfeuern ist etwa die Hälfte der Füllung wegzuqualmen, wenn man gelegentlich etwas nachstopft.
In der zweiten Hälfte der Füllung tritt die Süße der VA-Anteile mehr in den Vordergrund, wodurch der Tabak sehr interessant wird, gerade für jemanden wie mich, der nicht unbedingt als "VA-Raucher" gilt. Diese Süße ist genau der entgegengesetzte Geschmack dessen, was man bei VAs gewohnt ist, werden die sonst ab der zweiten Hälfte der Füllung oftmals kräftiger und nikotinreicher. Dieser wird jedoch "weicher" für meinen Geschmack und macht daher mehr Spaß. Zum Ende hin, schmecke ich eine vermeintliche, leichte Ingwer-Note, die dem Tabak noch mal einen Kick gibt und durchaus zum Gesamtbild des Tabaks passt und ihn abrundet. Ich denke, dass hier das Casing eine Rolle spielt. Leider bleibt dieser Geschmack nicht ganz bestehen, denn er wandelt sich recht schnell in das "übliche Ende" wo man noch mal was würziges schmeckt, bevor man letztendlich den letzten Krümel verbrannt hat und die Füllung ein Ende genommen hat.
Fazit:
Durchaus ein empfehlenswerter naturbelassener und auch für Anhänger der "englischen" Richtung mal ein VA der Spaß macht und eine willkommene Abwechslung bieten kann. Daumen hoch!
(11.102.2007)
Eugen Marmann
Tabak-Typ: Mixture
Stärke: 6 (0-10)
Schnittart: Feinschnitt/Flakestücke
Aromatisierung /Casing: keins
Stopfbarkeit: sehr gut
Feuchtigkeit: eher trocken
Anzünden: einfach/ein Streichholz
Abbrandeigenschaften: problemlos/kein Nachzünden
Kondensatbildung: wenig
Aromabeständigkeit: gut bis zum Ende
Kurzbewertung:
durchschnittlicher Nikotingehalt, gleichbleibender Geschmack, gutes Abbrandverhalten
Beschreibung des Tabakbildes: Feingeschnittene Fasern mit Flakestücken hellbraun bis braun
Das Stopfen: lässt sich problemlos filtergerecht stopfen, wenig nachzustopfen
Das Anzünden: kein Nachzünden nötig
Raucheigenschaften: problemlos
Raumnote: angenehm leicht, etwas würzig
Gesamtbewertung/Fazit:
Ein angenehm leichter Tabak. Das Schnittbild zeigt sehr schmal geschnittene Fasern (Krüllschnitt?) gemischt mit kleinen Flakestücken. Die Farbe ist hell- bis mittelbraun. Der Tabak lässt sich gut stopfen. Das Entzünden funktioniert problemlos und ich musste nicht nachzünden. Der Abbrand ist gut und es bleibt nur eine feine Asche mit wenigen Tabakresten zurück. Der Geschmack ist angenehm würzig und bleibt bis zum Ende erhalten. Bei der Aromatisierung bin ich mir nicht sicher, da der Geschmack des Tabaks deutlich im Vordergrund steht. Geschmacklich würde ich ihn bei den DTM Tabaken einordnen.
(06.02.2007)