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The Irresistible

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Keistler The Irresistible

(Pfeifentabak)

Markenname:Keistler
Hersteller:Kohlhaase & Kopp
Mischung:Virginia, Kentucky, Perique, Latakia
Schnittbreite:ready rubbed
Typ:leicht aromatisiert
Flavour:Guinness
Stärke:leicht-medium
Verpackung:50g Runddose
Preis:9,80 Euro

Karl-Heinz Krebs

Das Tabakbild ist insgesamt sehr dunkel, die Flakstücke sind von dunkel- bis hellbraunen Tabakfasern durchzogen.

Der Duft ist interessant und vielschichtig. Deutlich kann ich Perique, Latakia und die malzige Note der Aromatisierung wahrnehmen.

Der Tabak ist recht feucht, läßt sich aber gut stopfen. Nicht zu fest ist meine Empfehlung.
Das Anzünden verläuft unproblematisch, dabei expandiert der Tabak nur geringfügig. Etwas andrücken und nachfeuern, danach glimmt der Irresistible willig bis zum Schluß. Der Geschmack entwickelt sich langsam. Zu Beginn ist er weich und bringt eine leichte Süße. Nach und nach kommen die verschiedenen Zutaten im Geschmack zum Tragen. Neben der leichten Süße der Virginias macht sich nun auch der Latakia bemerkbar, dieser bestimmt auch die Raumnote.
Nach einem Drittel wird er im Geschmack etwas herber, ein leichtes Prickeln ist auf der Zunge wahrnehmbar. Besonders angenehm empfinde ich das harmonische Zusammenspiel von Latakia und der malzigen Note.
Meiner Meinung nach ist der Tabak eher leicht. Zum Ende nimmt die Süße wieder etwas zu, Latakia und Aromatisierung bleiben weiterhin präsent.

Mit etwas Konzentration läßt sich der Irresistible kühl und trocken bis zum Schluß rauchen. Er verglimmt ohne große Rückstände.
Ein Tabak zum nebenher Rauchen ist er nicht. Man sollte sich schon etwas Zeit nehmen, um sich die verschiedenen Geschmacksnoten zu erschließen.

Alles in allem ein interessanter Tabak. Die Idee, Latakia und Guinnes zu kombinieren, hat K&K gut umgesetzt. Leider ist er mit 9,80 € für 50g im oberen Preissegment angesiedelt, was ihn nicht zum allday-smoke macht, aber das soll er auch nicht sein.

(19.09.2003)


Frank Nicolai

Der Tabak mit dem unaussprechlichen Namen ist eine der teuersten Hausmischungen, die ich kenne. Aber - das schon mal vorweg - er ist sein Geld wert.
Die Mischung ist eine absolute Besonderheit und es gibt nichts Vergleichbares auf dem Tabakmarkt (soweit ich das überblicke). Der Tabak riecht vom Öffnen an unwiderstehlich nach Guiness und Banane. Wobei der Bananengeruch und -geschmack meine persönliche Meinung sind, das Guiness steht in der Beschreibung. Ich wäre ohne den Beschreibungstext nicht darauf gekommen; alkoholisches hätt ich allerdings vermutet.

Der Tabak ist leider viel zu feucht nach dem Öffnen der Dose. Selbst nach 8 Wochen ist der Tabak noch so feucht, dass er sich nur schwer entzünden läßt. Doch das ist wirklich das einzige Manko des Tabaks. Denn das, was da füllig und cremig den Mund füllt, ist mit kaum einem anderem Tabaks-Geschmack vergleichbar.
Und je länger der Tabak brennt, desto besser schmeckt er mir. Deshalb habe ich ihn auch immer aus hohen und weiten Pfeifen geraucht. Anfangs dominiert eindeutig das Aroma. Im Laufe der Füllung jedoch kommt immer mehr Tabak durch - und zum Ende der Füllung hin ist auch der Latakia als Würze herauszuschmecken. Vom Kentucky, der meiner Meinung nach nur sehr sehr sparsam benutzt wurde, ist ein Zug Kraft spürbar - eine Andeutung dessen, was dieser Tabak vermag.

Man sollte, man muss diesem Tabak seine ganze Aufmerksamkeit schenken: Anfangs schon allein deshalb, weil man ihn ständig neu erzünden muss, später dann, um dem wirklich diffizielen Geschmack nachzuspüren. Es ist einfach schade, den Irrstible nebenher zu rauchen; das hat er nicht verdient. Zudem hat er - vielleicht aufgrund seiner Feuchte - den Hang dazu, heiss zu werden. Und das tut dem Tabak nicht sehr gut; denn dann wird er nur süß. Das Aroma verflacht und wird beliebig. Aber nach dem Abkühlen schmeckt er wie zuvor.
Ich empfehle auch, den Tabak ohne oder mit Papierfilter zu rauchen. Zwar kann das die Zunge ein wenig reizen; aber es schmeckt. Kohle- oder Meerschaumfilter nehmen dem Tabak die Zungenbissigkeit aber leider auch viel von dem Aroma. Hier leidet vor allem das natürliche Tabakaroma; das Guinessaroma bleibt auch mit Filter erhalten.

Fazit:
The Irrestible ist nur deshalb nicht meine (aromatische) Nummer eins, weil er zum einen doch recht teuer ist und zum anderen viel Aufmerksamkeit beim Rauchen benötigt. Da ich aber meist irgendetwas anderes mache, während ich rauche, ist der Tabak für mich oft zu kompliziert.
Ich empfehle den Irrestible trotzdem jedem Raucher, der mit schwierig zu rauchenden Tabaken klarkommt. Anfängern ist er nicht zu empfehlen.
Diese Mischung aus würzigem Grundtabak und einem vollmundigen, weich-würzigem, aber trotzdem süßen Aroma ist einmalig.

(04.04.04)

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