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McConnell Robert The Original Red Virginia
(Pfeifentabak)
| Markenname: | McConnell Robert |
| Hersteller: | Kohlhase & Kopp |
| Mischung: | VA und Perique |
| Schnittbreite: | Normalschnitt/mit Ready Rubbed Anteilen |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 50g Dose |
| Preis: | 7,20 Euro |
Bernhard Gigl
Hier zuerst die englische Beschreibung: Rich chestnut coloured leaf of Rocky Mount Carolina combine with Virginia Brights to produce a mild but satisfying tobacco. A touch of Perique gives this blend a taste of elegance and quality. No Latakia.
Das Tabakbild macht dem Namen des Tabaks alle Ehre. Es herrschen die roten Farbtöne hervor mit ein paar helleren Virginia Anteilen. Laut Holtappels von 1986 wir der Tabak vor dem Schneiden 3-4 Tage gepresst. Der Schnitt ist überwiegend kurzfaserig und mit einigen Broken Flake Stückchen versetzt. Das Stopfen geht problemlos von der Hand. Der Tabak riecht süß und ein wenig nach Schokolade/ Karamell. Der Geschmack ist weich und kühl und wird von einer schweren Süße überlagert. Erst nach der halben Füllung kommen auch andere Nuancen zu Geltung. (Tabakgeschmack) Ich bin mir nicht sicher, ob nicht doch ein Casing außer Perique verwendet wird. Der Geschmack bleibt bis zum Ende erhalten. Bei zu hastigem Ziehen am Ende der Füllung wird der Geschmack ein wenig schärfer. Die Pfeife hat schon nach einer Füllung den Geschmack des Tabaks angenommen.
Fazit:
Der Tabak ist eine gute Abwechslung zwischendurch. Aber ein "Allday Smoke" wird er für mich sicher nicht. Durch die allgegenwärtige Süße reicht mir eine Füllung ,wenn wir nach Naschwerk zumute ist, vollkommen aus.
(26.05.2000)
Detlev Büscher
Red Virginia ist ja bekanntlich nicht wirklich rot sondern eher mittelbraun. Das trifft weitestgehend auch auf den hier vorliegenden Red Virginia aus der Robert Mc Connell Reihe zu, der trotz hellerer und dunklerer Sprenkel ein homogen wirkendes Tabakbild aufweist. Der Schnitt liegt irgendwo zwischen einem Mixtureschnitt und einem Ready Rubbed und laesst an einen Cavendish denken. Der Duft des Tabaks aus der vom Deckel befreiten Dose ist ziemlich intensiv. Es ist dieser typische schokoladige Tabakduft, den manche Virginias aufweisen. Recht aehnlich duftet z.B. auch der Peterson Sherlock Holmes.
Das Stopfen geht leicht von der Hand, doch auf ein zu festes Andruecken der Fuellung sollte verzichtet werden; der Tabak ist naemlich ausgesprochen feucht. Trotz der Feuchtigkeit ist der Abbrand, langsames Rauchen vorausgesetzt, interessanterweise voellig unproblematisch. Zurueck bleibt ein wenig hellgraue Asche, ein einigermaßen feuchter Filter, sofern einer verwendet wurde, und vom Winde verweht: einige Kubikmeter aromatischer Tabakrauch.
Der Geschmack ist heuig, schokoladig-tabakig und im Rahmen der weitgehend naturbelassenen Tabake, insbesondere mit Aktivkohlefilter genossen, ziemlich suess. Das erste Drittel der Fuellung ist besonders duftig-aromatisch, im weiteren Verlauf wird es etwas kraeftiger, wobei der Grundcharakter allerdings bis zu den letzten Zuegen erhalten bleibt.
Geschmacklich ist der Red Virginia viel weiter vom Peterson Sherlock Holmes entfernt, als es der Geruch des nicht angezuendeten Tabaks anfangs vermuten laesst. Das vordergruendige Aroma dieser Mc Connell Mischung findet man beim PSH, der vergleichsweise eine groessere geschmackliche Tiefe und ein breiteres Nuancenspektrum aufweist, allenfalls als Nebenaroma wieder. Das macht den Red Virginia zu einem eher unkomplizierten Tabak fuer jede Gelegenheit, der einerseits nicht belastet, aber andererseits bei wiederholtem Genuss den Wunsch nach etwas Abwechslung aufkommen laesst. Die Raumnote wurde gelegentlich ebenfalls als schokoladig und in jedem Fall als angenehm beschrieben.
Eine ausgepraegte Crossover-Neigung konnte ich nicht feststellen. Meines Erachtens kann der Red Virginia problemlos mit anderen Virginiamixturen oder Flakes gewechselt werden. Aufgrund der hohen Feuchtigkeit kann man durchaus einen Verbrauchszeitraum von drei Monaten planen, ohne den Tabak umfuellen zu muessen. Erst wenn nur noch ein paar Gramm in der Dose sind, faengt der Tabak an trocken zu werden.
Fazit:
Ein gefaelliger "Schoko-Virginia", den man ruhig mal probieren kann.
(20.09.2003)