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The Original Scottish Blend

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McConnell Robert The Original Scottish Blend

(Pfeifentabak)

Markenname:McConnell Robert
Hersteller:Kohlhase & Kopp
Mischung:Red Kentucky, Virginia, Turkish, Carolina Black, Latakia
Schnittbreite:Feinerer Pfeifentabakschnitt, langfaserig,
Typ:englisch
Stärke:medium-stark
Verpackung:50g-Dose
Preis:7,20 Euro

Christian Probst

Beim öffnen der Dose.....
....Strömt einem erst einmal der rauchige, etwas säuerliche Latakia und Periquegeruch entgegen. Dieser Tabak kann es nicht leugnen auf vollster Linie dem Englischen Tabakideal zu entsprechen.
In Ansätzen kommt auch Schwarzbrotaroma durch. Der Schnitt ist, wie bereits erwähnt, relativ fein und erinnert an Dunhill-Tabake. Das Tabakbild ist relativ dunkel, zurückzuführen auf den hohen Latakia-Anteil. Der Virgina, Burley etc. ist im Verhältnis zum Latakia relativ wenig enthalten. Auf den enthaltenen Perique schließe ich durch die leicht säuerliche Note, die unterschwellig zu erahnen ist.
In der Pfeife...
...brennt der Tabak, sicherlich durch den relativ feinen Schnitt, recht gut ab. Der Tabak verzeiht es einem wenn man ihn etwas fester stopft. In Brand zu setzen ist er der Tabak sehr leicht, ich brauche nur 1-2 Streichhölzer damit eine gleichmäßige Glutfläche entsteht. Der Abbrand ist sehr gleichmässig, wenn sich auch für meinen Geschmack etwas viel Kondensat bildet, das jedoch sehr einfach mit einem Pfeifenreiniger aufzusaugen ist. (oFi-Pfeife)
Der Geschmack ist typisch Englisch, Latakia dominiert. Dennoch ist er nicht zu schwer, insgesamt ein recht harmonischer Geschmack, er erinnert mich ein wenig an den Balkan Sobranie. Zum Ende des "Rauchopfers" nimmt das Volumen etwas zu und es sind leichte Bitteraromen durchzuschmecken. Alles in allem ein schöner, runder Geschmack, nicht zu leicht, nicht zu stark, ich würde sagen K&K hat hier gute Arbeit geleistet.
Was gibt es zum Raumklima zu sagen? Was erwartet man wohl von einem Typischen Engländer; typischer Latakiageruch. Vom Umfeld kommen Rückmeldungen wie "was riecht denn hier so nach Lagerfeuer" oder "wer verbrennt den hier einen Tannenbaum".

Fazit:
Ich hatte zuerst vermutet das es sich bei diesem Tabak um eine Virginia-Mixture handelt, wie es einem der Name "Scottish Blend" vermitteln mag. Doch als ich den Tabak öffnete und die Nase in den vollen Latakiaduft streckte, bekam ich unweigerlich Appetit auf mehr. Noch schöner ist, dass der Tabak sein Versprechen, das er beim ersten Riechen gegeben hat, beim Rauchen einhält. Eine gut gemachte Mixture, wie gesagt K&K hat hier ganze Arbeit geleistet.
Ich kaufe ihn bestimmt noch mal wieder, könnte mein Begleiter durch den Winter werden. Prädikat: Empfehlenswert

(08.10.2000)


Detlev Büscher

Wer beim Scottish Blend von Robert Mc Connell etwas aehnliches erwartet wie bei der populaeren "Mixture" -Scottish Blend- von Mac Baren, wird sich stark getaeuscht sehen. Doch dazu duerfte es kaum kommen, immerhin klebt auf der Rueckseite der Mc Connell Runddose (es gibt zwei Groessen mit jeweils 50g Inhalt) eine als aussagekraeftige Tabakbeschreibung getarnte Werbebotschaft, die aber wenigstens keinen Zweifel bezueglich der Art des Tabaks aufkommen laesst. Hier geht es nicht um eine daenische Mischung mit Honigaroma, sondern vielmehr um einen Tabak, bei dem der rauchig-wuerzige Latakia geschmacklich die Hauptrolle spielt. Spaetestens die erste Schnupperprobe bringt es an den Tag, der Latakiaduft steht in angenehmer Weise im Vordergrund.
Auch wenn vielleicht gar nicht so viel Latakia enthalten sein mag, wie man auf den ersten Blick vermuten moechte. Aehnlich wie bei mancher Mischung der Rattray's- und der John Aylesbury-Reihe ist ein Teil der dunklen Tabakbestandteile dem verwendeten Black Cavendish zuzurechnen. Btw: Die Beschreibung des Finest British (John Aylesbury), ebenfalls von Kohlhase und Kopp, liest sich wie ein Auszug der Tabakbeschreibung des hier vorliegenden Scottish Blend, die genannten Grundtabake sind sogar identisch, ebenso der Hinweis auf Kupfertrommeln bzw. Kupferfaesser.

Der Kaltgeruch, wie schon erwaehnt eine gefaellige Latakianote, und die Optik, im wesentlichen hellbraun, mittelbraun und schwarz, lassen den erfahrenen Raucher sofort zu einer mit Latakiamischungen eingerauchten Pfeife greifen und im naechsten Moment ein wenig unwillig das Gesicht verziehen; fuer eine Mischung dieser Art scheint der Tabak etwas zu feucht zu sein. Das ist aber, wie sich ein wenig spaeter herausstellen duerfte, kein Problem. Die Raucheigenschaften
und der Geschmack leiden nicht darunter. Man kann eine Fuellung Scottish Blend mit Hilfe eines einzigen Streichholzes in einen tabakrestfreien Hauch von Asche verwandeln. Sollte einem das nicht gelingen, so liegt es wahrscheinlich eher am Stopfen, Rauchen oder an irgendwelchen Umstaenden als am Tabak.

Voll, kraeftig, irgendwie kompakt, auf alle Faelle latakiadominiert und auf eine angenehme Weise unspektakulaer, jedoch keinesfalls langweilig. So in etwa koennte man den Geschmack der vorliegenden Mischung charakterisieren. Das Ende der Suche nach dem perfekten Tabak wird durch das Probieren der Original Scottish Blend allerdings wohl nicht eingelaeutet. Auch wenn die Herstellerbeschreibung verspricht, dass genau dieser Umstand in den meisten Faellen, allerdings nur bei "erklaerten Pfeifenrauchern", eintritt. Eine solide englische Mischung, zu der man, Appetit auf Latakia vorausgesetzt, durchaus mal greifen kann, ist der Robert Mc Connell Scottish Blend aber allemal.

Interessanterweise ergab es sich, dass sich viele unterschiedliche Menschen mit der Raumnote dieser Latakiamischung konfrontiert sahen. :-) Beschwert hat sich keiner. Ganz im Gegenteil: auf meine Nachfragen bekam ich immer nur positive Rueckmeldungen. Um jedoch keine falschen Hoffnungen zu wecken: jemand mit Hausverbot fuer Latakia wird mit diesem Tabak auch nicht durchkommen. Viele andere Latakiamischungen raumnoten sicher genauso gut, doch wenn sich jemand mit einer Latakia-Abneigung zu schmuecken beliebt, steckt oft etwas ganz anderes dahinter.

Die Parallelen zur Tabakbeschreibung des Finest British geben mir ein wenig zu denken, doch dass es sich um den gleichen Tabak handeln soll, kann ich mir im Moment nicht vorstellen. Es gibt zwar Gemeinsamkeiten, wie z.B. den angenehmen Kaltgeruch und das Gleichbleibende des jeweiligen Geschmacks, aber eben auch Unterschiede, wie z.B. die fehlende Saeuerlichkeit, das angenehmere Latakiaaroma und eben die Tatsache, dass ich nicht ungern zum Mc Connell griff, waehrend mir das Rauchen des Finest British eher wie eine Art Selbstbestrafung vorkam. ;-) Andererseits habe ich den Scottish Blend bis auf ein einziges Mal ausschliesslich mit Kohlefilter und den Finest British immer nur ohne geraucht. Ersterer war ausserdem in einer Unterdruckdose verpackt, waehrend der andere in Form einer 100g Klemmdeckeldose vorlag. Wie dem auch sei, im Rahmen eines Reviews kann man ja nur seine persoenlichen, zeitgebundenen Eindruecke beschreiben.

Fazit:
Eher ein bodenstaendiges Latakia-Grundnahrungsmittel als eine exzentrisch-kaprizioese Tabakcreation.

(01.07.2003)

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