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Stanwell The Rose & The Crown Easy Flake
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Stanwell |
| Mischung: | Virginia, Black Cavendish, Burley |
| Schnittbreite: | Flake - Krumble Cake |
| Typ: | aromatisiert |
| Flavour: | Früchte |
| Stärke: | leicht |
| Verpackung: | 50 Gr Rechteckdose |
| Preis: | 10,50 Euro (Dezember 2011) |
Martin Steinthaler
Von DAN PIPE bestellt. Und mir schon beim Bestellen gedacht - toll endlich ein Flake der auch etwas aromatisiert ist.
Erscheinung: Dunkelbrauner "Easy Flake" der sehr leicht in der Hand zerfällt. Eine Scheibe reicht für eine mittlere Pfeife.
Geruch aus der Dose: Fruchtiger angenehmer milder aromatisierter Flake - Geruch der im Nachgeschmack/ Geruch etwas an den Danish Truffles (schwarz) erinnert. Der Tabak ist mit Honig Zimt und Vanille aromatisiert und riecht auch dementsprechend aufdringlich.
Stopfen: Nun ja ich reibe also die Scheibe in der Hand auf und er zerfällt sehr leicht zu verschieden großen Stücken. Ein wenig fast Staub ist auch dabei. Ich fülle die Pfeife fast nur durch die Schwerkraft und drücke leicht an.
Anzünden: Erstes Licht auf den Tabak. Na ja ganz gut - raucht sich sehr kühl eigentlich. Am Gaumen breitet sich Erstaunen aus. Schmeckt gar nicht so schlecht. 3 Minuten später fangt der Tabak sein volles Aroma zu entfalten an. OOPS schweere Süße und klebriges Aroma mischen sich dazu. Er wird von Minute zu Minute ungenießbarer. Ich habe gerade das erste Viertel hinter mir und denke schon an Flakes wie Orlik und [[Escudo -> Tabak.EscudoNavyDeLuxe}}. Die Tortour ist aber noch nicht zu Ende. Wer gedacht hat hier könnte man mit viel Tee oder Cafe ein wenig den Tabak abschwächen der ist im Irrtum. Der Flake wird nicht nur süßer sonder nun auch beißender auf der Zunge. Brrr......
Ein Versuch noch den Test zu rechtfertigen: Ich frage meine Frau wie sie denn den Tabak findet ?? Sie sagt der riecht aber super. Die Raumnote ist äußerst angenehm und sehr süßlich (laut Tanja).
Bummm und aus !!! Das war die letzte Bestätigung der THE ROSE & THE CROWN Easy Flake ist nichts für mich.
Die Pfeife ist außerdem nicht trocken zu rauchen und der Flake klebt etwas in der Brennkammer.
Ich habe ihm schon noch so zwei drei Tests gegeben aber nichts ist geschehen. Er ist ein Flake den ich nicht rauche.
Thomas Weller
Gottseidank ist der "Stanwell Rose & Crown" ein Flake. Wäre es es nicht, würde ich den Tabak wahrscheinlich als "Durchfaller" bezeichnen. Die negativen Reviews bestätigen dies, allerdings bin ich der Meinung, man sollte ihm noch mal eine Chance geben und den Tabak vor all Dingen "flake-gerecht" behandeln. Dazu später aber noch mehr...
Das Szenario ist ja oft wie folgt: "Ach so, ein Flake...aromatisiert, interessant...und die schöne Dose..!!" und schon hat man einen Tabak wie "Indigo Flake" oder den vorliegenden im Einkaufsnetz. Spätestens nach Öffnen der Dose ist sowieso klar, das man hier einen absoluten Grenzfall vorliegen hat: ein Feuerwerk von Wohlgerüchen - vor all Dingen Zimt und Rum - lässt entfernt die Weihnachtsglocken läuten und bei Manchem die Englein singen...
_Exkurs Teil 1:_ Meines Erachtens glimmen die meisten Flakes recht gut von alleine, also ohne das man viel tun muss: Nimmt man ein ganzen Flakestreifen aus der Dose und zündet ihn am Rand an, wird er mit ein ganz wenig anblasen länger glimmen als das ein gemeinhin recht gut brennender Tabak tut im gleichen Umfeld (z.B. "Early Morning Pipe", "Sun of Kentucky", ...).
Aus dieser Erfahrung habe ich gelernt, dass man eben ohne viel Zutun "Rose & Crown" genießen kann, die ganze Sache aber doch ein großes Fehlerpotential birgt.
Ich mache es so: Zwei Streifen Flake übereinander legen, in der Mitte quer knicken (wobei die Knickstelle bricht) und dann mit der Bruchstelle nach unten hinein in die Pfeife drehen (laborieren). Jetzt sieht man mit Blick von oben die ehemaligen Schnittstellen. Diese aufgeraut und zu einen ebenen Fläche "gehobelt": Stopfen erledigt. Der Zug sollte normal sein - wie üblich: nicht zu fest und nicht zu lose...
Anzünden - und los! Der Tabak schmeckt, wie er riecht! Auch die Umwelt freut sich, Wiederaufnahmeverhandlungen über anstehende Pfeifenprojekte erfahren jetzt ungewohnte Unterstützung - und wie vermutet, der Ofen glimmt ohne Mühe...
_Exkurs Teil 2:_ Wenn jetzt der Flake nicht vollständig über die ganze Fläche brennt, einfach weiterrauchen und locker bleiben. Nach einem Drittel kommt es zuweilen vor, dass irgendwie "Nebenluft" ins System eindringt. Kein Thema: Die vielleicht noch stehenden Ränder nach innen umlegen (sind jetzt auch von unten durchgekokelt) und alles sacht mit der Oberfläche wieder zu einer Ebene glätten, anzünden und weiter geht die Wilde Fahrt... Sollte bei dieser Aktion die ganze Sache ein bissi zu fest geraten sein, ist das kein Anlass zur Aufgabe oder einen Kurztrip nach Amerika, indem man zieht, bis man rot und blau anläuft und Sternchen sieht... Mit dem Räumdorn dicht am Kopfinnern entlang in Richtung Kopfloch einen Kanal bohren, alles wieder leicht feststopfen und weiter gehts. Das ist allerdings typisch für Flake: kleine Stückchen bringen das Ganze öfter zum Halt. Empfindliche Seelen, die ihre Pfeifen auch mit ins Bett nehmen, schrecken hier vielleicht zurück und sollten wegen oben beschriebenen Jetlags und sollten jetzt doch lieber aufgeben...
Dieser Flake ist eine wahre Freude: der verpasste Nachtisch kann hier simuliert werden und speziell in der Winterzeit, zu Weihnachten im Schnee (wir haben jetzt gerade Anfang Mai..) ein toller Kick!!
Zurück bleibt ein wenig Asche und nicht ganz verbrannte Stückchen. Diese rührt man auf, klopft die Pfeife aus und bläst die Pfeife danach aus, damit sich alles löst. Es sollte sich kaum Kondensat gebildet haben, dennoch: Pfeifenreiniger in den Holm und einen Tag Ruhe. Die Pfeife hat nicht gelitten.
Vielleicht habe ich ja jemanden ermutigen können, es mal zu versuchen! Sollte sich das hier für jemanden als absoluten Blödsinn entpuppen, bitte schreibt mir, meine Erfahrungen gelten bestimmt nicht für jeden!!
(30.04.2000)
Martin Bleisteiner
Ein sehr stark aromatisierter Flake: gleich nach dem Öffnen der Dose füllt sich das ganze Zimmer mit dem Duft von Wald- und sonstigen Beeren. Der Flake ist, wie die meisten aromatisierten, viel zu feucht. Die Flakescheiben zerfallen leicht in Brocken, fein bekommt man das Zeug nur schwer. Das Stopfen ist mühsam, weil der Tabak so klebrig ist. Entsprechend geht auch das Anzünden sehr schwer. Der Geschmack birgt keine Überraschung, ist süß und fruchtig eben. Das bleibt er auch fast über die ganze Füllung. Außerdem bildet er Unmengen Kondensat und verbrennt die ganze Zunge. Am Schluss geht er oft aus, sottert noch mehr und macht eigentlich was er will. Habe ihn nur mit Filter ertragen, die halbe Dose habe ich verschenkt. Die Raumnote, habe ich mir sagen lassen, sei hervorragend.
(13.11.2000)
Frank Nicolai
Dieser Flake war mein erster Versuch eines Flakes. Das ist lang her. Nun habe ich ihn noch einmal gekauft um zu testen, wie es um meinen Geschmack steht; denn damals gefiel er mir sehr. (Allerdings hielt ich zu jener Zeit den Danish Black Vanilla für das Maß aller Dinge).
Nun, wie die anderen Reviewer schon beschrieben haben: der Tabak ist pitschenass in der Dose. Allerdings lassen sich die Flakescheiben leicht aufkrümeln (im Ganzen glimmt er nicht). Dabei kleben die Stücken zwar an den Fingern so dass man meinen könnte, der Tabak ist unentzündbar; aber weit gefehlt. Nur Stopfen darf man den Tabak nicht. Lose in die Pfeife gekrümelt läßt er sich auch aus großvolumigen Pfeifen problemlos rauchen. Ab und an sollte man mit dem Stopfer die Asche auf die Glut legen - so vermeidet man übermäßige Kondensatbildung und in der Pfeife bleibt ein kleines Häufchen feine, graue Asche über in der sich einige Sprenkel unverbrannten Tabaks finden.
Der Geruch aus der Dose verspricht es schon: Früchtekompott. Und so auch der Geschmack. Allerdings: langsam und damit kühl geraucht kann der Tabak sogar gefallen. Allerding stört mich ein leicht dumpfer Unterton, der die gesamte Füllung über anhält.
Stanwell spricht von "Zimt, Mirabelle und Jamaica-Rum"... na ja. Ich kann weder Zimt noch Rum erschmecken; auch würde ich die Frucht nicht nur auf Pflaumen begrenzen. Aber insgesamt: geht so. Der Tabak ist rauchbar und für die süßen Momente gedacht.
Fazit:
Die, die mich kennen, sahen mich befremdet an ob der Raumnote, die ich mit diesem Tabak um mich verbreitete. Nun weiss ich nicht, wie das zu werten ist :-)
Ich bin nicht begeistert von diesem Flake; aber auch nicht entsetzt. Es gibt genügend Aromaten, die schrecklicher sind. Kaufen werde ich ihn mir sicherlich die nächste Zeit erst mal nicht wieder; die noch offene Dose aber mit Freude leerrauchen.
Für jemanden, der es süß mag und Flakes probieren möchte: bitteschön. Besser als der Indigo-Flake allemal. Allen anderen, nicht allzu Experimentierfreudigen rate ich eher ab - allein des dumpfen Geschmacks wegen.
Denn gegen die Raucheigenschaften läßt sich nichts sagen. Und wenn der Tabakrauch ganz kühl ist, dann kann man sogar die Andeutung von Tabakgeschmack erkennen...
(29.04.2003)
Ingo Gebert
Nach dem Öffnen der Dose kann ich oben auf dem Tabak platziert zu allererst die herstellerseitige Beschreibung dieses Produktes entdecken: "Ein Dark Cavendish wird mit Burley- und Virginia-Tabaken gemischt und noch einmal locker gepresst. Das Black Cavendish-Blattgut fermentiert ein drittes Mal. Mit Zimt, Mirabelle und Jamaica-Rum veredelt, "zerfallen" die Flakes "in die Pfeife" und erschließen mild und kühl den zartfruchtigen Geschmack."
Nachdem ich die Auflage nun komplett entfernt habe, erblicke ich dicker geschnittene Flakescheiben, die fein säuberlich hintereinander aufgestellt sind. Sie machen auf mich einen ziemlich kompakten Eindruck, und vor dem Rauchen bin ich davon ausgegangen, dass dieser Flake doch ziemlich lange vor sich hinglimmen wird. Die obligatorische Geruchsprobe lässt mich eine durchaus starke Aromatisierung erahnen.
Die Flakes lassen sich wirklich gut "auseinandernehmen", allerdings sollte man die Pfeife nicht randvoll stopfen, da der Tabak sich beim Anzünden doch aufbäumt. Das Abbrandverhalten dieses Flakes ist akzeptabel, ab und zu musste ich doch einmal nachfeuern. Der Geschmack erinnert mich wirklich an Mirabella mit einem Schuss Rum, aber das Tabakaroma wird dadurch fast vollkommen verdrängt, und nach ungefähr der Hälfte des Rauchopfers wird der Geschmack auch immer geringer, bist es alsbald eine ziemlich öde Angelegenheit wird.
Erstaunlicherweise brennt der Flake wider Erwarten doch ziemlich zügig ab, und so kann man ihn auch ruhig aus größeren Pfeifenköpfen rauchen. Am Ehesten hat mir der Flake mit seinem Aromenmischmasch zum Tee geschmeckt, zu einem Bier könnte ich mit jedoch nicht vorstellen, diesen Tabak zu schmauchen. Die Kondensatbildung ist übrigens auch nicht ohne, der Meerschaumfilter, denn ich verwendet habe, hat sich doch ganz schön mit Kondensat vollgesogen
Fazit:
Daumen runter, wenn ich alles zusammennehme, bleibt mir gar nichts anders übrig. In meine Tabakbar wird der Rose & Crown seinen Weg nicht so schnell finden. Ein aristokratisch angehauchter Name macht halt lange noch keinen guten Tabak aus.
(15.09.2003)
Lars Hermanns
Der Stanwell „The Rose & Crown Easy Flake“ zählt schon seit vielen Jahren zu den Tabaken, die ich mir immer wieder mal kaufe. Gerade jetzt, im Winter – bzw. in der Weihnachtszeit – ist er für mich der ideale Tabak, da er aufgrund seiner Aromas nach Frucht und Zimt einfach nur gut in die Zeit passt. Da bedarf es keines besonderen Weihnachts- oder Wintertabaks. Man kann ihn das ganze Jahr über beziehen. Und das ist auch gut so!
Er kommt in einer kleinen eckigen Dose zu 50g für € 10,50 daher (Stand Oktober 2011), die sich mit dem Tschechen bequem vom Vakuum befreien und öffnen lässt. In der Dose befindet sich ein Papierkuvert mit Siegel, in dem die Flakes in zwei ordentlichen Stapeln nebeneinander aufgeschichtet sind. Den Flakes entströmt dabei ein sanfter, angenehm fruchtiger Duft, der sich schwerlich beschreiben lässt. Süßlich-fruchtig, mit leichter Zimtnote. Den enthaltenen Rum oder gar die Mirabellen kann ich hierbei nicht gezielt feststellen.
Optisch sind die Flake Scheiben in einem mittleren Braun mit hellen Virginia-Streifen gehalten. Sie lassen sich zwar leicht der Dose entnehmen, jedoch selten am Stück. Sie lösen sich sehr schnell, so dass dies ein wenig Übung erfordert. Oder man sollte sich damit abfinden, keine ganze Flake-Scheibe entnehmen zu können.
Eine Flake-Scheibe ist dabei etwa halb so breit wie die Dose und lässt sich bequem in einen Pfeifenkopf mittlerer Größe einbringen. Ich bevorzuge hierbei die bewährte Knick-Falt-Methode, die bei mir bei diesem Tabak stets das beste Ergebnis erzielt. Einfach in die Pfeife eindrehen, oben festdrücken… fertig. Aufgrund der Feuchte des Flakes ist es zumeist notwendig, mehr als ein Streichholz zum Entzünden zu nehmen. Mit dem ersten bringe ich die Oberfläche zum Glimmen und drücke diese danach sogleich sanft runter, bis eine eben Fläche entsteht. Diese bringe ich dann mit einem zweiten Streichholz gleichmäßig zum Glimmen. In der Anfangsphase benötigt der Flake etwas mehr Aufmerksamkeit, da er sonst schnell wieder ausgeht und nachgefeuert werden muss. Nach einiger Zeit glimmt er aber langsam du stetig herunter, bis nur noch ein wenig hellgraue, beinah weiße Asche übrig bleibt.
Geschmacklich ist der Flake angenehm süß, ohne dabei zu pappig oder gar chemisch zu wirken. Selbst der Tabak an sich lässt sich noch angenehm erschmecken. Schön spürbar ist hierbei die fruchtige Note, die ich immer noch nicht als Mirabelle zu erkennen vermag, die aber dennoch sehr gut gefällt. Angenehm unterstrichen durch die leicht würzige Note vom Zimt. Den Rum kann ich auch jetzt noch nicht mit Bestimmtheit erkennen. Man schmeckt zwar, dass Alkohol im Spiel zu sein scheint. Es könnte aber genauso gut auch Whiskey sein. Doch auch dies spielt für mich keine Rolle, da der Tabak in der Gänze zu überzeugen weiß.
Wichtig ist, dass der Tabak auf jeden Fall behutsam du langsam geraucht werden sollte! Bedingt durch die Anteile von Virginia Blattguts könnte er sonst schnell kippen. Und das wäre schade. Dann empfiehlt es sich schon eher, von Zeit zu Zeit nachzufeuern, als zu hektisch zu ziehen. Nur dann kann man das fruchtige Aroma mit einem Hauch von Zimt wirklich genießen.
Die Raumnote ist sehr angenehm. Es duftet weihnachtlich nach Frucht und Zimt, was für mich der Hauptgrund ist, ihn mir in der Weihnachtszeit zu kaufen. Es ist kein Top-Tabak! Aber trotz allem erhält er von mir 70% auf meiner persönlichen Bewertungsskala. Ein Flake aus einer Pfeife mittleren Volumens hält rund 1,5 Stunden vor. Ein angenehmer Genuss, wenn auch nicht für jeden Tag im Jahr…
Mein Review könnt ihr auch auf YouTube sehen: http://www.youtube.com/watch?v=lAhKbPtFTbo
(25.12.2011)