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The Squires Mixture

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Petersen & Sørensen The Squire's Mixture

(Pfeifentabak)

Markenname:Petersen & Sørensen
Hersteller:Planta
Mischung:Virginia, Orient, Latakia, Black Cavendish
Schnittbreite:Mixture
Typ:englisch aromatisiert
Flavour:irish (?)
Stärke:medium
Verpackung:Runddose 50 g
Preis:6,01 Euro

Georg Pohl

Vorgeschichte: Bin Vertreter der miFi-Fraktion, der süße Tabake bevorzugt, aber auf dem Weg zum würzigen Tabak ist. Wollte einen Latakia-Tabak probieren, es dabei aber nicht übertreiben. Den Squire's empfahl man mir als würzig, aromatisch mit etwas Latakia Nach dem Öffnen der Dose ein sehr zarter und angenehmer Duft, eher würzig als süß. Der Tabak hat gerade den richtigen Feuchtegrad. Die Fasern sind sehr fest gepresst. Sehr wenig helle (Virginia) Anteile, mittleres (stumpfes) und sehr dunkles Braun überwiegen. Soweit ist feststellen kann kein Black Cavendish.
Die Fasern sind eher kurz geschnitten und lassen sich nach dem Auflockern in der Dose problemlos stopfen. Zum Anzünden reicht ein Streichholz, danach brennt der Tabak langsam bis zum Ende sauber durch. Die Pfeife wird nicht heiß, es entwickelt sich kaum Kondensat und es bleibt nur ein Häufchen heller Asche übrig. Eine 1/3 Füllung (mittleres Volumen) ca. 30 Minuten.
Die Raumnote ist dezent bis gefällig. Mein privater Test: Kantine bei uns im Betrieb. Wenn ich alleine am Tisch sitze, dann war's nix.
Der Geschmack war für mich als Süßpanscher eine angenehme Überraschung. Er ist würzig, aber nicht herb. Latakia kommt durch und ist deutlich zu schmecken, überwiegt aber nicht. Wenn man ganz genau hinschmeckt, erreicht einen eine Spur von Süße. Der Geschmack bleibt nahezu konstant bis zum Schluss.
Dieses Review bezieht sich auf mehrere Füllungen unter Verwendung von AKF. Ich habe auch ohne Filter versucht, aber merkwürdigerweise (muss wohl an mir liegen) war der Geschmack weniger nuancenreich als miFi.

Fazit:
der Tabak kann uneingeschränkt empfohlen werden (Latakia-Hardcore-Raucher sollten ihn zumindest probieren); es ist zwar kein Alldays-Tabak, aber für zwischendurch eine gelungene Abwechslung

(13.10.2000)


Frank Nicolai

Der Werbetext spricht von einer typisch irischen Aromatisierung. Nur assoziiere ich mit diesem Begriff etwas ganz Anderes. Tabake, die floral aromatisiert sind wie z.B. der Formers Blend und Flake oder einige der Bulldog-Tabake sind für mich "irisch". Aber sei's wie es sei; es zeigt mal wieder, wie sehr sich Tabake einer Einteilung entziehen.
Das vorausgeschickt will ich nun versuchen, ein paar einschätzende Worte loszuwerden.

Die Squires Mixture verhehlt bereits beim ersten Kontakt - beim Öffnen der Dose - nicht ihre Verwandschaft mit The Bankers. Mir scheint, dass der Grundtabak der gleiche ist. Allerdings fehlt der dumpfe Anteil, der mich den Bankers nicht allzu gern rauchen liess.
Hier in der Squires Mixture tragen die Virginias gemeinsam mit dem Orient den Geschmack. Unterstützt vom Latakia und der bemerkbaren Aromatisierung. Diese ist süßlich ohne jedoch aufdringlich zu sein. Aber immer präsent. Ich kann diesen Geschmack/Geruch keiner Frucht oder Ähnlichem zuordnen. Doch das Aroma gefällt.

Der Tabak ist fest in die Dose gepresst. Die Dose ist auch etwas flacher als übliche 50 Gramm-Runddosen. Und - Planta-like - wurde der Tabak noch in Zellophan verpackt. Deshalb sollte man versuchen, den Inhalt nicht allzusehr aufzulockern (erst vor dem Rauchen und dann nur in der benötigten Menge) denn sonst trocknet er zu schnell aus. Zumal die Dose nicht wirklich fest schließt.

Ich habe den Squires sowohl mit Filter als auch ohne geraucht. Und meine, dass er für das Filterrauchen konzipiert ist. Denn nur mit Filter schmeckt er rund. Ohne pisackt er ein wenig die Zunge und wirkt eckig und kantig.

Die Filter sind nach dem Rauchen relativ trocken und nur wenig verfärbt: ein Zeichen, dass ich den Tabak nicht zu heiss geraucht habe und/oder, dass die Kondensatbildung eher gering ist. So musste beim filterlosen Rauchen nur selten der Pfeifenreiniger benutzt werden. Und wenn, dann nur beim allerletzten Viertel der Füllung. Bei den letzten Zügen kann der Tabak dann auch bitter und bissig werden. Da hilft nur: Räumen der Pfeife.

Auch das Nachstopfen ist kaum vonnöten. Der Tabak glimmt kühl und langsam herunter. Man kann ihn ruhig etwas fester in den Pfeifenkopf stopfen - er nimmt das nicht übel und brennt so länger.

Die Raumnote ist tabakecht mit einem Anflug an aromatisiertem Latakia - sicherlich nicht jedermanns Sache.

Fazit:
Die Squire's Mixture hat das, was mir beim Bankers fehlte. Sie ist süßer, runder und "netter" im Geschmack - einfach: gefälliger. Ohne dabei jedoch leicht und nichtssagend zu sein. Sie bietet genügend Fülle auch für die abendliche Pfeife. Und hinter dem süß-würzigen Geschmack versteckt sich ein nicht gerade kleiner Nikotinanteil.

Ein wenig erinnert mich der Tabak geschmacklich an solche Tabake wie den "Frog Morton on the town" oder Esoterica "Margate" und "Pembroke" - ohne jedoch an deren Qualität heranzureichen.

Mir gefällt er und ich denke, dass er nachgekauft wird.

(09.10.2002)


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