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DTM Th. Timm's Own Blend No. 60
(Pfeifentabak)
| Markenname: | DTM |
| Hersteller: | DTM |
| Mischung: | Virginia, etwas BC |
| Schnittbreite: | Mixture |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | leicht |
| Verpackung: | 100 g Hochdose |
| Preis: | nicht mehr erhältlich |
Stefan Ott
In der Dose riecht der Tabak etwas heuig-süßlich, ein Geruch, den ich nicht so recht einordnen kann. Er sieht sehr hübsch aus, ein einheitliches, helles Ockerbraun, mit schwarzen Flocken durchsetzt. Laut Dan Pipe besteht er aus Ready Rubbed Virginia mit einer Prise BC.
Das erste Mal habe ich den Fehler gemacht, diesen Tabak sehr locker zu stopfen (mache ich immer so bei neuen Pfeifen). So ist er aber gar nicht vernünftig zu rauchen, er geht sehr stark auf beim Anzünden, das schiebt die Glut auseinander, und schwupps isser wieder aus. Das Problem umgeht man, wenn man die Pfeife dichter stopft, dann geht er zwar auch noch etwas auf, aber spätestens, wenn man eine dünne Ascheschicht über dem Tabak hat, brennt er gemütlich herunter.
Tja, und der Geschmack, hm. Den habe ich am Anfang als geradezu nichtssagend empfunden, irgendwie nach gar nichts. Bis ich darauf gekommen bin, dass die Aromaten, die ich zu der Zeit gerne geraucht habe, mir anscheinend den Geschmack verdorben haben. Ich hab dann mal den Stanwell Vanilla in den Schrank gestellt und mich etwas intensiver mit dem Timm Nr. 60 beschäftigt, und siehe da: Endlich konnte ich die vielgerühmte Natursüße der Virginias herausschmecken, und seitdem mag ich diesen Tabak mit jedem mal rauchen lieber.
Die Raumnote ist durchaus Nichtraucherfreundlich, da vor allem unaufdringlich, also weder nach "Kameldung" noch nach Vanille-Pflaume-Schoko-Kirsch-Käsetorte.
Das Abbrandverhalten ist geradezu vorbildlich, Kondensatentwicklung ist kaum spürbar, und es bleibt nur feine hellgraue Asche zurück. Und das sogar bei einer neuen Pfeife ohne Kohleschicht... ich werde diesen Tabak ab jetzt immer zum Einrauchen verwenden.
Und meine Aromaten werde ich weiterrauchen... aber immer erst _nach_ dem Timm Nr. 60, denn wenn man andersherum verfährt, verkommt er zum Durchschnittstabak und schmeckt nach gar nichts mehr.
Fazit:
Ein Tabak, mit dem man sich (zumindest als Anfänger) etwas intensiver befassen muss, ansonsten: einfach lecker!
(31.10.2000)