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Tobacco Factory Gentlemans Pleasure

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Tobacco Factory Gentleman’s Pleasure

(Pfeifentabak)

Markenname:Gentleman’s Pleasure
Mischung:Virginia, Latakia
Schnittbreite:Mixture
Typ:englisch
Stärke:gerade medium
Verpackung:50 gr/125 gr
Preis:7,95 Euro/18,85 Euro

Fritz Pöppler

"Eine vollmundige Latakia-Mixture, angereichert mit Ready Rubbed Virginia. Das garantiert einen weichen Rauchgenuss mit natürlicher Süße. Typisch englisch. Excellent - eine Spitzenleistung unseres enthusiastischen Tabak-Masterblenders."

Der Tabak ist mittelgrob geschnitten und farblich schön durchmischt. Verschiedene Brauntöne der Virginias, die teilweise ready rubbed aufbereitet sind, mischen sich mit dem schwarzen Latakia.

Aus der gerade geöffneten Dose kommt der Tabak für einen Engländer doch recht feucht daher, sodass ein längeres Auslüften empfehlenswert erscheint.

Nach dem ersten Riechen bleibt dem geneigten Raucher nur, anerkennend zu Nicken: wirklich typisch englisch! Zunächst wird man vom rauchigen Latakiaduft angesprungen. Rauchig wie ein Lagerfeuer, leicht ledrig, auch ein bisschen modrig-würzig, an Herbstwald erinnernd. Das allein lässt mich schon Gutes hoffen. Dann aber nimmt die Nase auch die feinen hintergründigen Düfte wahr. Leichte natürlich süße Anklänge, vielleicht sogar eine sehr dezente Zitrusnote tauchen auf.

Alles in allem ein frischer, sehr rauchiger Duft, der Appetit auf mehr macht. Geruchsmäßig ist die Verbindung von Virginia und Latakia gelungen.

Dank des Schnitts lässt sich der Gentleman’s Pleasure unproblematisch in mittlere bis große Pfeifen stopfen, in denen sich sein Geschmack kühl und sanft entfalten kann. In kleineren Köpfen wird er schnell heiß und dann auch recht harsch/bitter. Er braucht also Platz und Ruhe und ist mithin kein Tabak, den man nebenher ohne große Aufmerksamkeit rauchen kann/sollte.

Die Mischung ist schnell entzündet und brennt kühl und gleichmäßig ab. Geschmacklich ist er aber keine "Latakiabombe", wie der erste Dosengeruch vermuten ließ. Hier halten sich Virginia und Latakia die Waage und halten das, was das zweite und intensivere Riechen an der Dose versprach:

Rauchig, irgendwie herbstlich, vor allem aber schön würzig und ein kleines bisschen salzig. Die Zitrusnote ist ganz dezent auch zu schmecken. Der Gentleman’s Pleasure wartet allerdings nicht mit besonderer Virginiasüße auf. Vielmehr sorgt hier der Virginia dafür, dass die herbe Grundnote des Tabaks nicht zu bitter wird.

Insgesamt ist diese Mischung alles andere als eindimensional oder gar dumpf. Der recht konstante Geschmack bietet über die ganze Füllung immer wieder neue Aromen, denen man nachschmecken kann. Bei ruhiger Rauchweise entsteht so gut wie kein Kondensat. Kurze Rauchpausen übersteht die Mischung ohne Geschmacksverlust.

Ein Genuss für den Raucher, was die Raumnote betrifft allerdings garantiert kein Ladykiller.

Fazit:
Gentleman’s Pleasure ist sicher nicht die beste, aber doch eine bodenständige englische Mischung, die aufgrund ihrer Raucheigenschaften auch Anfängern zu empfehlen ist, die schon erste Schritte auf der "dunklen Seite" gemacht haben. Die Stärke schätze ich als gerade medium ein. Ich habe den Tabak ausschließlich mit Stanwell AKF geraucht.

(03.12.2010)

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