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Eigenmischung Tom's Fatale Eigenmischung
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Eigenmischung |
| Hersteller: | Eigenmischung |
| Typ: | englisch aromatisiert |
| Stärke: | leicht-medium |
Jörg Eichelberger
Nun das ist doch schon was anderes.
Die Mixture bietet dem Auge ein lebhafte Bild, das von mittleren Brauntönen getragen wird, dem fröhliche gelbe Lichter aufgesetzt wurden und durch die schwarzen Anteile Perspektive bekommt.
Virginia unterschiedlicher Provenienzen sind wohl durch einen geringen Anteil syrischen Latakias angereichert.
Die leichte Süße im Duft setzt sich nach dem anzünden im Geschmack nahtlos fort. Wie es dem Schnitt, der mich sehr an die Rattrays erinnert, zukommt brennt der Tabak ohne Mucken.
Zunächst kommt Probe 2 etwas zahm daher, im weiteren Verlauf des Rauchopfers legt er aber kontinuierlich zu. Die Süße verstärkt sich und wird gleichzeitig von einer leichten Bitternis begleitet, die dem Ganzen einen gewissen Pfiff verleiht.
Ansonsten war nur leichtes Glätten der Asche angesagt und einmal Feuchtigkeit mit dem Reiniger absaugen. Als dann die Pfeife erlosch blieb lediglich feine graue Asche und wenig Kondensat übrig.
Den Rest habe ich dann in der Dunnie Prince weggeraucht. Hatte ich den Tabak vorher eher als medium empfunden, kam er mir nun etwas stärker vor. Der Geschmackseindruck war jedoch der gleiche wie gehabt.
Auf der Zunge gibt sich Probe 2 sehr zivilisiert und verursacht keine Irritationen.
Fazit:
Ein angenehmer Tabak, den man sich getrost mal zulegen kann. Insbesondere sollte er auch für Einsteiger in die englische Richtung geeignet sein.
Wolf-Rüdiger Jürgens
Probe #2 ist von gänzlich anderer Natur. Das Erscheinungsbild verrät eine Mixture aus kurzfaserigen ca. 1-2 breitem Virginia, Orient, Latakia, evtl. Burley. Naturgemäß bereiten Stopfen und Anzünden bei dieser Art des Schnittes keine Probleme. Der Geruch aus der Tüte ist nicht eindeutig, auf jeden Fall riecht man den Latakia, und den Orient. Eine leichte Aromatisierung ist auch im Hintergrund vorhanden, sie geht in Richtung gedörrte Aprikose. Bei den ersten Zügen macht sich diese Aromatisierung als ich würde sagen "Aprikosenkompott mit Schlagsahne" bemerkbar. Diese wirkt ein wenig gekünstelt, so wie bei künstlichen Aromen in manchen Getränken einer großen Firma. Ich meine im Abgang den typischen Planta-Geschmack zu entdecken. Dieser künstliche Eindruck verschwindet jedoch nach einem Drittel und lässt dem Tabak eine Chance zum Zuge zu kommen. Diese Wirkung kenne ich vom Black Velvet. Nur kommt danach der spannende Teil des Rauchopfers. Dieser bleibt hier aus. Ein breiter, süßer, wenig Aufsehen erhebender Geschmack bestimmt den Weg bis zum Boden. Wenigstens der Latakia kommt jetzt ein wenig mehr zum Vorschein. Der Abbrand ist ohne Fehl und Tadel, der Tabak lässt sich recht kühl rauchen, auch ein etwas heftiges Ziehen bestraft er nicht gleich mit Zungenbrand wohl aber mit Geschmacksverlust. Zurück bleibt feine graue Asche. Die Stärke ist eher leicht, aber der Mitte mit Tendenz in Richtung medium.
Fazit:
Ich fand ihn recht fade, der Black Velvet ebenfalls ein aromatisierter Tabak mit Latakia gefällt mir besser. Keine Ahnung um was es sich handelt, vermutlich ein Planta oder Pöschl.
Björn Hollensteiner
Probe No. 2 ist eine Mixture. Sie besteht aus hellbraunem, mittelbraunem und dunklem Blattgut, welches recht fein geschnitten ist (ca. 1 - 2 mm) und erinnert rein vom Aussehen an eine "moderne" Mixture. Dazu trägt auch der Duft bei. Der Tabak ist eindeutig aromatisiert, und zwar in Richtung Vanille/Frucht. Dazu kommt aber auch eine leicht rauchige Note, die den Verdacht aufkeimen lässt, dass ein paar Zipfelchen Latakia enthalten sind. Des weiteren enthält der Tabak Strünke, die aufgrund ihrer Länge nicht für die Pfeife geeignet sind und deshalb aussortiert werden müssen. In der Pfeife entwickelt sich ein mehrschichtiges Aroma. Neben dem allzeit präsenten Top Flavouring sind durchaus interessante Tabaknoten vernehmbar. Leicht herbe Noten lassen an Burley oder Kentucky denken, eine dezente, sehr hintergründiger Latakianote ist mit 95 prozentiger Sicherheit auch dabei. Ich weiß nicht recht, aber irgendwie erinnert mich dieser hintergründige Duft an Pöschls Blue Train. Interessant ist vielleicht, dass ich die beiden, an zwei verschiedenen Tagen in der selben Pfeife gerauchten Füllungen unterschiedlich gut fand: Beim ersten Mal kam mir die Geruchsmelange irgendwie unausgegoren vor, beim zweiten Mal fand ich sie gut... Der Tabak hat einen guten Abbrand und erzeugt kaum Kondensat. Seine Stärke würde ich als medium einschätzen.
Fazit:
Ein zwiespältiger Tabak. Irgendwie ist die Latakianote interessant, anderseits hatte ich erst das Gefühl, dass sie nicht dazu passt. Welcher Tabak auf dem Markt könnte es sein? Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster: Ist es unter Umständen Toms Eigenmischung, die IIRC auch Blue Train enthält?
Frank Nicolai
Probe 2 hat bei mir sofort beim Anblick und beim ersten Schnuppern die "Pöschl-Alarmglocken" schellen lassen. Was hat Tom uns denn da geschickt? Der Tabak ist eine Mixture aus fast schwarzen, über verschiedene Brauntöne reichende bis zu fast weißen Tabakanteilen. Vor allem die hellen VA-Anteile sehen aus wie gerissen; das erinnerte mich sofort an Blue Train.
Auch das Aroma, dass dem Tabak entströmt ist getragen von einer künstlichen Note. Mir scheint dahinter jedoch ein geringer Latakia-Anteil hervorzuschimmern. Ich bin gespannt auf den Geschmack.
Das Stopfen und Entzünden ist aufgrund des Schnitts sehr einfach. Von Anbeginn an schmeckt der Tabak künstlich aromatisiert; irgendwie undefinierbar süß-herb Diesen Geschmack habe ich einmal als schwülstig bezeichnet. Der Geschmack legt sich auf die Zunge und hinterlässt einen für mich unangenehmen Nachgeschmack. Ich verspüre auch Tabakgeschmack. Das wohl. Aber auf meiner Zunge legt sich dieses nach Kakao schmeckende Aroma wie eine Schicht, so dass meine Geschmacksnerven getrübt werden.
Der Abbrand ist hervorragend. Ohne heiß zu werden und auch ohne zu Sottern brennt der Tabak ab. Übrig bleibt nach erstaunlich langer Zeit ein wenig grau-weiße Asche.
Fazit:
Auch wenn das Aroma mich anfangs weniger erschreckte als die Geruchsprobe vermuten ließ; nein. Ich mag den Tabak nicht. Zu künstlich ist der Beigeschmack des Ganzen. Möglicherweise bin ich voreingenommen an den Test herangegangen, denn ich weiß, dass Tom sich eine Eigenmischung aus Blue Train und einem weiteren Tabak gemischt hat. Sollte die Probe 2 diese Eigenmischung sein?
Die Eigenmischung bestand zu 40% aus Blue Train, 40% Rattray's 3Noggins und 20% Rattray's Dark Fragant
(20.03.2001)