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Motzek Typ 2 - Scottish Blend
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Motzek (Kiel) |
| Mischung: | Virginia, Burley, Cavendish |
| Schnittbreite: | Mixture |
| Typ: | naturbelassen |
| Stärke: | leicht-medium |
| Preis: | 50 gr. 4,25 EUR |
Winfried Keisinger
Hersteller-Angaben:
Motzek beschreibt den Tabak wie folgt: "Unser Scottish Blend ist ein aufgeriebener Virginia-Burley-Preßtabak, der mit einem ausgereiften schwarzen Cavendish zu einem, im Rauch weichen, wohlriechenden Tabak gemischt wird."
Erscheinungsbild:
Das Tabakbild ist geprägt von hell- und dunkelbraune Farbtöne, durchsetzt mit dem Schwarz des Black Cavendish. Der Tabak ist kurzfaserig und fein geschnitten. Manchmal sind auch flakeähnliche Anteile dabei und vereinzelt finden sich auch noch harte, holzige Tabakfasern. Der Tabak war bei seiner Ankunft gut konditioniert, nicht zu feucht. Ich habe ihn sofort in ein großes Einmachglas umgefüllt, was ihm durchaus gut bekommen ist.
Aroma:
Der Geruch beim Öffnen der Verpackung ist natürlich süß, ich rieche auch noch etwas Nussiges sowie leicht Erdiges. Es handelt sich um einen naturbelassenen Tabak ohne Aromatisierung.
Raucheigenschaften:
Der Tabak ist leicht zu stopfen, die gelegentlich auftauchenden härteren Teile sollte man besser aussortieren und die flakeähnlichen Stücke aufrubbeln. Das Entzünden geht einfach von statten, der Tabak bäumt sich nur verhalten auf und brennt auch gut und relativ kondensatarm durch. Da ich aber nicht zu den Pfeifenrauchern gehöre, die behaupten können, sie würden eine Pfeifenfüllung nach einmaligem Anzünden ohne Nachfeuern bis zu einem Häufchen Asche durchrauchen, musste ich gelegentlich nachzünden.
Geschmacklich nimmt der Tabak das auf jeden Fall nicht übel. Der Scottish Blend raucht sich - mit ein wenig Aufmerksamkeit - relativ kühl. Die Kondensatbildung war eher gering, der Tabak brennt nicht zu zügig runter.
Das Aroma ist von einer natürlichen Süße und einem tabakechten Geschmack geprägt. Es bleibt relativ konstant bis zum Ende.Zu heiß geraucht wird der Geschmack allerdings nichtssagend, erholt sich aber nach einer Abkühlphase wieder. Übrig bleibt ein wenig graue Asche. All das spricht für eine hohe Tabakqualität. Die Raumnote erschien mir als sehr angenehm, Meinungen unbeteiligter Dritter hierzu liegen mir allerdings nicht vor.
Ich habe den Scottish Blend aus allen möglichen Pfeifen genossen. Am besten hat er mir aus etwas größeren Köpfen geschmeckt. Zu Verwendung kamen sowohl Filterpfeifen (diese dann bestückt v.a. mit Balsaholzfilter, Papierfilter, seltener AKF) wie auch oFi-Pfeifen. Zungenbrand hat sich bei mir nie eingestellt. Vom Nikotingehalt würde ich den Tabak als leicht mit einer Tendenz Richtung medium einstufen.
Eignung:
Der Scottish Blend ist sicherlich anfängergeeignet und für all diejenigen interessant, die gerne natürliche Tabake rauchen. Für Süßkram-Liebhaber (ich selbst schätze durchaus auch mal eine Ladung Larsen No. 50 in der Pfeife) ist er aufgrund seiner natürlichen Süße vielleicht auch mal einen Versuch wert.
Fazit:
Ich habe bislang ca. 200 gr. des Tabaks in Asche übergeführt. Manchmal habe ich ihn mehrfach täglich geraucht, manchmal auch eine Woche überhaupt nicht. Sicherlich gibt es bessere Tabake, die mehr Geschmack, Tiefe, Abwechslung, Nuancen usw. bieten, aber ganz sicher nicht für diesen Preis. Es muss nicht immer was Besonderes sein und für solche Momente ist ein - im positiven Sinne - schlichter und grundehrlicher Tabak wie der Scottish Blend prima geeignet. Sein Preis-Leistungs-Verhältnis machen ihn IMHO unschlagbar und jeder, der eher naturnahe Tabake bevorzugt, sollte ihm mal eine Chance geben. Ich möchte ihn jedenfalls nicht mehr missen.
Zu beziehen bei Motzek Kiel (http://www.raucherhimmel.de - Wer die Seite aufruft, sollte sich nicht wundern, dass nur von Zigarren die Rede ist - die Bestellung diverser Pfeifentabake und Pfeifenzubehör ist über die Webseite nicht möglich, sondern nur telefonisch bzw. über ein Bestellformular).
(24.07.2006)