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Mac Baren Uncle Louie's Whisky
(Pfeifentabak)
| Hersteller: | Mac Baren |
| Mischung: | Virginia, Burley, Cavendish |
| Schnittbreite: | Mixture - Wild Cut |
| Typ: | aromatisiert |
| Flavour: | Whisky |
| Stärke: | leicht-medium |
Daniel Wegehaupt
Das Review wird erstellt auf Grundlage von zwei Probepäckchen
Herstellerbeschreibung:
In this blend you will experience the variety in taste coming from the bright Virginia, light brown Burley and modern Mac Baren Cavendish. Just a touch of the famous Mac Baren original Cavendish has been added to complete the taste. Your surroundings will take great pleasure in the unique Uncle Louie whisky aroma as it slowly spreads in the room. Due to the different tobacco cuts, this blend is easy to light and will give you a slow and cool smoke. We recommend Uncle Louie s Bar Selection to true lovers of all good things in life.
Vorn auf der Packung steht noch: Specially selected tobaccos delicately blended with a smooth and rich single malt whisky.
Nach dem Öffnen bietet sich das bekannte Bild einer modernen Wild-Cut Mixture in hellgelb bis tiefschwarz. Der Geruch aus dem Beutel ist deutlich süß, eher nach Whiskylikör als nach starkem Malt Whisky. Der Tabak im Probepäckchen hat genau die richtige Feuchtigkeit um gleich in die Pipe gestopft zu werden. Ein paar härtere Brocken Cavendish wollen zuvor aufgerubbelt werden.
Das Entzünden ist kein Problem, der Tabak bäumt sich kaum auf. Die ersten Züge sind etwas bissig, was sich aber schnell wieder legt. Hat sich der Tabak etwas beruhigt, gibt er einen wundervollen, süßen Duft an seine Umgebung ab. Eine Raumnote die man getrost als BH-tauglich bezeichnen kann. Die Aromatisierung teilt sich auch dem Raucher gut mit, aber immer sehr süß und irgendwie so wie ich mir einen Whiskylikör vorstelle.
Beim wiederanzünden und besonders im letzten Drittel wird der Tabak etwas bitterer. Der Abbrand ist nicht immer so kühl wie der Werbetext verspricht und ganz ordentlich Kondensat wird auch freigesetzt. Der AKF in der Testpfeife war jedenfalls reichlich feucht. Die Stärke des Tabaks liegt IMO auf der leichteren Seite von medium.
Wenn sich die lieblichen Duftwolken verzogen haben, bleibt etwas dunkelgraue Asche im Pfeifenkopf zurück.
Fazit:
Daumen waagerecht. Ich war sehr gespannt auf den neuen Mac Baren Tabak - und bin enttäuscht. Hier hatte ich mir doch etwas mehr erwartet als nur wieder eine moderne Mischung mit modernem Tabak.
Wenn schon Whisky süß dann würde ich auf alle Fälle Orliks Jock Scott vorziehen. Das vorliegende Rauchkraut scheint mir vor allem auf eine gute Raumnote denn auf einen wirklichen qualitativ hochwertigen Rauchgenuß ausgelegt zu sein. Schade. Meine Neugier ist gestillt, eine größere Packung werde ich mir erstmal nicht kaufen.
(16.10.2003)
Bernd Hohmann
Mein erster Eindruck vom Tabak (Nase tief in das Probepäckchen gehalten) war zwiespältig. Als Kopfnote habe Whiskey und Tabak erhofft und Currywurstsauce (die - was nicht jeder weiss - massiv Zucker enthält) bekommen. Nach einer Weile ist die aufdrigliche Süsse verschwunden und ein zartes Pfeffer und undefinierbares Minzaroma bleiben übrig. Das Whiskeyaroma ist in meinem Muster entweder bereits entlaufen oder als Referenz wurde "The Belvenie Double Wood" (Endreifung in Sherryfässern, dadurch recht süsser Malt) genommen.
In der Pfeife will der Tabak auf keinen Fall fest gestopft werden. Weil die Tabakstreifen recht weich sind, kann man sich da gerne vertun. Vorsichtig stopfen und regelmässige Zugkontrolle verhindern das Schlimmste.
Ohne Filter und langsam geraucht hat er einen unspektakulären, leicht süssen - aber angenehmen - Geschmack hinterlassen. Mit einem Papierfilter wurde die Süsse etwas ausgeblendet und ein zartes "Sonstwasaroma" trat in den Vordergrund. Könnte durchaus Whisky gewesen sein.
Es ist ratsam eher leicht zu stopfen, die Füllung anzurauchen und ihn danach ein paar Minuten ruhen zu lassen.
Zum Tabak passt ein nicht zu trockener Riesling und ein milder Malt. Dazu Dean Martin, Thin Lizzy oder ein Chembalokonzert von J.S.Bach
Fazit:
Mitteldaumen. Wenn ich mal über eine 50gr Dose oder Pouch stolpere, nehme ich ihn bestimmt mit um meine Kollektion zu bereichern. Weil er aber Geduld braucht, ist es kein All-Day Smoke sondern eher was für die ruhigen Stunden.
(10.01.2005)