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University Flake

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Peterson University Flake

(Pfeifentabak)

Markenname:Peterson
Mischung:Mahogany, Burley, Kentucky
Schnittbreite:Flake
Typ:leicht aromatisiert
Stärke:extra-stark
Verpackung:50g
Preis:9,95 Euro

Willi Albrecht

Beim Öffnen der Dose scheint gleich der ganze Raum von einem Duft erfüllt zu sein, der sich mit dem Sherlock Holmes aus gleichem Haus und dem Erinmore Flake vergleichen lässt: tabakecht, kräftig mit einem fruchtigen Top-Flavour ohne den oft seifigen Geruch irischer Mixtures.
Die dunkelbraunen, mit wenigen hellen Streifen durchzogenen Flakes sind ca. 2 x 20 x 60 mm geschnitten und fein säuberlich in die typische, rechteckige Flakedose gelegt. Beim Aufrubben zerfallen die Scheiben in grobe Streifen, durchsetzt mit kleinen, festeren Stücken. Dadurch erklärt sich auch sicherlich die Meinung von R. C. Hacker, der Tabak biete einen lang anhaltenden Rauchgenuss.
Das Anzünden funktioniert trotz der Feuchte einfach und unkompliziert, nach 2 Streichhölzern kann man sich entspannt zurücklehnen und genießen. Womit schon meine Meinung kundgetan wäre: als Latakia-, Orient- und Virginia-Raucher habe ich eine schöne Abwechslung gefunden. Ein tabakechter Flake, einfach zu handhaben mit einem irisch-fruchtigen Flavour bereichert meinen Bestand. Die Fruchtnote des University Flake darf natürlich nicht mit Indigo oder Rose & Crown etc. verglichen werden, die meines Erachtens etwas übertreiben. Im Gegenteil unterstützt das Topflavour im richtigen Maß die gute Qualität der verwendeten Tabaksorten. Der Abbrand ist vorzüglich und trocken, die Pfeife lässt sich ohne größere Anstrengung bis zum Boden rauchen. Wegen des starken Eigengeschmacks werde ich diesem Peterson (eventuell gemeinsam mit dem Sherlock Holmes) eine eigene Pfeife widmen, da ich mir nicht vorstellen kann, aus der gerade benutzten jemals wieder Escudo rauchen zu können. Obwohl: ein cross-over mit einer Latakia-Mischung könnte vielleicht ganz interessant sein.

Fazit: eine willkommene Abwechslung zu reinen Latakia- Virginia- und Perique-Mischungen. Aufgrund der Stärke und Nikotinhaltigkeit nichts für schwache Gemüter und den Morgen.

(27.07.2000)


Ingo Gebert

Nach dem Öffnen der Dose schauen einen rechteckige, etwas dickere Flakestücke an, das Erscheinungsbild des University Flake entspricht dem Erinmore Flake. Man könnte glatt meinen, es handelt sich hierbei um Geschwister ;-). Die Geruchsprobe lässt mich ein dezentes Pflaumenaroma erahnen. Zum Beginn des Einfüllens habe ich den Flake etwas zerbröselt, und anschließend den Flake per Knicken und Falten eingebracht. Das Brandverhalten des University Flake ist doch etwas zickig, auch nach dem Anzünden ist Nachfeuern angesagt. Nach den ersten Zügen entfaltet der Tabak seine richtige Kraft, und der ist weiß Gott nicht von schlechten Eltern. Auch der Nikotingehalt ist nicht ohne, nach dem Konsum eines Pfeifchens war ich erst einmal für die nächste Zeit satt. Das pflaumenartige Aroma unterstreicht den Geschmack, anstatt, wie es ja leider manchmal der Fall sein kann, ihn zu erdrücken. Für den Genuss eines Pfeifchen voll mit diesem Tabak sollte man Zeit mitbringen,. denn der University Flake ist ziemlich kompakt, und selbst aus einer Pfeife mit kleinem Füllvolumen kann das Rauchopfer so ein bis anderthalb Stunden dauern. Trotz aller Stärke, die dieser Tabak an den Tag legt, ist er zungenfreundlich, ich brauchte hierfür keinen AKF.
Diesen Tabak würde ich nicht unbedingt zu den Aromaten rechnen, er ist meiner Meinung nach ein Bindeglied zischen den naturbelassenen Tabaken und den Aromaten. Als Allday-Smoke ist der Tabak auf Grund seiner Stärke nicht geeignet, aber als "Gute-Nacht-"Pfeifchen und zur Entspannung werde ich mir sicherlich hin und wieder ein Pfeifchen genehmigen. Einem Novizen des Pfeifenrauchens würde ich diesen Tabak nicht unbedingt empfehlen, denn wir wollen doch unsere Runde noch etwas vergrößern;-).

Fazit:
Daumen rauf. Ein guter, kräftige Tabak für die Mußestunden...

(27.03.2002)


Ludger Vorat

Nach dem Öffnen der 50g Rechteckdose mit Hilfe einer Münze ist das Vakuum entfleucht. Jetzt erscheint das übliche aufklappbare goldene Pappinlet, wie es für Flakes üblich ist. Darin gebettet befindet sich fein säuberlich gestapelt das wahre Gold.
Rein optisch handelt es sich um mittelbraune Flakestreifen der üblichen Art. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, gut durchmischt, verschiedene Farbtöne von gold- bis dunkelbraun.
Die Geruchsprobe ergibt einen erdigen tabakechten Geruch in Richtung Schwarzbrot. Nur ganz eben ist der Geruch einer Aromatisierung wahrzunehmen. Definieren lässt sie sich nicht.
Der Tabak ist gut konditioniert, aber ein Nachreifen der geöffneten Dose im Humidor hat ihm nicht geschadet.
Gestopft habe ich immer nach der Knick-Falt-Methode. Geraucht immer ohne Filter. Der Tabak brennt gut an, glimmt gleichmäßig und kühl.
Im ersten Drittel der Füllung kann man deutlich eine Aromatisierung irischer Art (ähnlich Erinmore Flake) feststellen.
In diesem Drittel ist der Tabak zwar Full aber nicht extra stark.
Der Rest der Pfeife entwickelt sich dagegen zu einer wahren Wuchtbrumme und will in ruhiger Mußestunde genossen werden.
Zungenbrand hatte ich nie.
Ich habe ihn allerdings nie bis zum letzten Krümel durchgeraucht, obwohl dies wohl ohne Problem möglich gewesen wäre.
Die Kondensatbildung ist für einen Flake als normal einzustufen.

Fazit:
Daumen hoch. Gleich noch mal bestellt.
Ein kräftiger Flake, der auch mal ein bisschen in der Nase kitzelt.
IMO auch gut fürs Draußenrauchen geeignet.
Für Anfänger nicht gerade geeignet.

(13.02.2008)


Gunnar Blumert

Gestern habe ich es endlich gewagt und die Dose University Flake geöffnet, die ich schon einige Monate liegen habe.
Neugierig war ich geworden, weil er auf der K&K Web-Site als "nicht aromatisiert, und zwar mit Pflaume", beschrieben wird. :)
Die Rezensionen auf daft.de hatte ich mir erst nach der Bestellung durchgelesen, und die hatten mir doch etwas Angst eingeflößt.

Glücklicherweise steckt in der Dose offensichtlich nicht der Tabak, den die Rezensenten besprochen haben: Von einem "Duft, der nach dem Öffnen der Dose den ganzen Raum erfüllt", kann keine Rede sein; schon gar nicht fühlte ich mich an das prägnante Erinmore-Aroma erinnert.
Ich konnte bei intensivem Schnuppern neben dem natürlich-erdigen Tabak-Geruch nur ein ganz leichtes Flavour wahrnehmen, ohne mit Bestimmtheit sagen zu können, welches. Pflaume könnte aber hinkommen.

Die optimal konditionierten Flake-Scheiben lassen sich gut voneinander trennen; das Stopfen gelingt mit der Knick-Falt-Methode problemlos. Einige Krümel obendrauf, anzünden - stopfen - nachfeuern - und die Pfeife glimmt problemlos bis zum Ende durch. Zurück bleibt ein kleines Häufchen stahlgraue Asche.

Zu Beginn schmeckt die Aromatisierung ganz leicht durch, ohne jedoch den Tabak-Geschmack zu überdecken. Mit der Zeit verliert sich die Aromatisierung, übrig bleibt sanfter Tabak-Geschmack, der mit der Zeit voluminöser wird (aber die Zunge schont).
Tatsächlich kam mir University Flake insgesamt wie eine "entschärfte" Variante des Irish Flake vor. Der Geschmack ist ähnlich, aber weniger intensiv. Wirklich starken Pfeifentabak bekommt man in D ja leider ohnehin nicht (kennt jemand etwas stärkeres als Skipper's oder Irish Flake???), aber auch im Rahmen der hier erhältlichen Bandbreite würde ich ihn allenfalls als "gut medium", zur Not als "fast stark" einschätzen, keineswegs aber als "extra-stark" wie auf daft.de angegeben.

Fazit:
Ein hervorragender Tabak und eine gute Alternative, wenn einem, warum auch immer, der Irish Flake zu stark ist. Ich werde mir bei nächster Gelgenheit einige Dosen davon einlagern.

(31.03.2009)


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