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Vanilla

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Danske Club Vanilla

(Pfeifentabak)

Markenname:Danske Club
Hersteller:Stanwell (Steuernummer 176)
Mischung:hauptsächlich Burley und BC, auch etwas Virginia
Schnittbreite:2-3 mm breit, 5 mm lang, der Virginia (gerissen) in größeren Fetzen
Typ:aromatisiert
Flavour:Vanille
Stärke:leicht
Verpackung:Pouch 50g, Dose 100g, Dose 200g
Preis:9,71 Euro, 200g 37,- DM /

Enno Berend

Zuerst lasse ich die Packung sprechen: "Eine ausgewogene Mischung goldgelber Virginias und mildem, dänischen Dark Cavendish, Orient Tabaken und hellem Tennessee Burley. Handgeblendet mit sonnengetrockneter Mexikanischer Vanilla mit ihrem feinen milden Geschmack."

Das Aussehen des Tabaks ist jedoch ein vornehmes Schwarz/dunkelbraun (BC/Burley etwa 1:1). Hellbraune Flocken des Virginias sind in homöopathischer Menge vorhanden. Der Tabak ist locker und feucht. Wenn man mit den Fingern reingreift hat man das Gefühl, man könne ihn auswringen, was dann aber doch nicht gelang. Auch nach zwei Wochen in einer nicht ordentlich verschlossenen Pouch verliert der Tabak nicht seine Feuchtigkeit. Der Geruch ist sehr aufdringlich (verglichen mit echten Vanilleschoten). Es schwingt noch ein fruchtiges Aroma mit, Kirsche oder Stachelbeere. Tabak jedoch rieche ich bei bestem Willen jedoch nicht.

Geraucht habe ich den Tabak in einem Maiskolben oFi :-) und ein letztes Mal in einer JC-Bruyere mit Ermuri Meerschaumfilter (siehe Crossover). Das Stopfen entpuppt sich als etwas problematisch, da der Tabak ziemlich klebrig ist. Man sollte ihn nicht zu fest in den Pfeifenkopf einbringen, da sehr schnell einige Bereiche verkleben und nicht mehr ziehen.

Das Anzünden ist nicht so leicht, wie bei den anderen Tabaken, die ich geraucht habe, aber vor unüberwindbare Hindernisse stellt es mich nicht. Den Abbrand vermag ich nicht zu beurteilen, dazu ist das Kraut nicht rauchbar genug. Ich habe es wirklich nicht geschafft, einmal eine Pfeife zu Ende zu rauchen, das liegt aber weniger an seinem Abbrandverhalten, als vielmehr an seinem unerträglichem Geschmack.

Sehr vorsichtig gezogen, entströmt ihn ein säuerliches Vanillearoma, begleitet von einem etwas fischigem Beigeschmack. Einen etwas stärkerer Zug lässt den geneigtem Pfeifenfreund ein wahres Feuerwerk an Aromen erleben. Von sauren Gurken über rohes Fleisch bis zu Fruchtessig ist alles dabei, stets stoisch begleitet von Vanille mit Fischbeilage. An Heißrauchversuche habe ich mich gar nicht erst herangewagt, dazu fehlt mir die masochistische Neigung. Ich habe noch nicht viel geraucht, aber diesen Tabak als Zumutung zu bezeichnen, erlaube ich mir nicht nur, sondern bestehe auch darauf. Die Raumnote lässt den Mitmenschen nichts von den Qualen erahnen, die der Raucher durchmacht.

Noch etwas zum Crossover: Nach einem Viertel einer Halbgestopften Bruyere habe ich die Pfeife ausgeräumt, um mir weitere Qualen zu ersparen. Die nächste Ladung Old Fashioned konnte ich vergessen. Old Fashioned mit sauren Gurken ist nicht mein Fall. Meine Bewertung: Aua!

(04.10.2000)

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