zurück
Bentley Virginia Honeydew
(Pfeifentabak)
| Markenname: | Bentley |
| Hersteller: | DTM |
| Mischung: | Virginia , Black Cavendish |
| Schnittbreite: | Mixture |
| Typ: | aromatisiert |
| Stärke: | leicht-medium |
| Verpackung: | 50 Gramm |
| Preis: | 10,00 Euro |
Adrian Schmidtke
Die Welt der Hocharomaten ist meine eigentlich nicht, der Bentley Virginia Honeydew kam mir eher zufällig in die Finger. Dass er ein Hocharomat ist, daran lässt bereits der erste Geruchseindruck keinen Zweifel: Orange, Honig, Vanille und Anklänge von Zimt und Früchtebrot entströmen der Dose und lassen mich lieber zur Meerschaumpfeife greifen, so deutlich ist die Aromatisierung. Die recht grob geschnittene Mixture ist sehr dunkel, vor allem Brauntöne und das Schwarz des BC bestimmen das Tabakbild.
Da der Tabak etwas zu feucht aus der Dose kommt, bedarf es wenigstens zweifachen Nachfeuerns. Dann allerdings brennt der Bentley zügig und ohne Probleme, erzeugt nur sehr wenig Kondensat und erfreut eventuell anwesende Nichtraucher mit einer äußerst appetitlichen Raumnote. Der Tabak schmeckt, wie er riecht: Sehr fruchtig, süß, dabei von der Stärke her locker im Bereich Medium. Die Aromatisierung hält - und das finde ich wirklich löblich - bis zuletzt und lässt erwartungsgemäß nur sehr wenig Tabakgeschmack durch. Die Aromatisierung ist so stark, dass sie noch ein ganzes Weilchen in der Mundhöhle erhalten bleibt, so dass ein reiner Va-Flake im unmittelbaren Anschluß ein leckeres Bentley-Topping erhält. Dennoch wirkt sie nicht übermäßig künstlich, geschweige denn chemisch oder penetrant.
Erstaunlich: Die Dose ist keinen Monat alt und schon so gut wie leer. Mir persönlich schmeckt der Bentley ausgezeichnet. Gerade in der Unmissverständlichkeit, mit der dieser Tabak aromatisiert wurde, sehe ich eine echte Stärke - zumal die Aromatisierung äußerst wohlschmeckend ist und nicht, wie das bei so vielen anderen Hocharomaten der Fall ist, ab der Hälfte in eine undifferenzierte Pappigkeit umschlägt.
Diesbezüglich befindet sich der Bentley Virginia Honeydew eher in der Gesellschaft der heftigen britischen "soapy" Tabake, die ungeniert mit kräftigen Aromatisierungen bolzen und gar nicht erst versuchen, einen "natürlichen" Tabak abzugeben, denn in der Liga der typisch "deutschen" Aromaten, die mir meist gar nicht gefallen.
Fazit:
Daumen hoch! Von den mir bekannten Hocharomaten ohne Zweifel einer der besten.
(05.12.2006)
Frank Nicolai
Dieser Tabak wurde als Blindtest verschickt. Die folgenden drei Reviews sind die Ergebnisse des Tests.
Herstellerbeschreibung:
''Goldene und rötliche Virginias, gemischt mit süßem, sanft-würzigem Black
Cavendish und duftig verfeinert mit edler Bourbon Vanille. Dezente
Honigtöne runden das Aroma dieser lebhaften Mischung ab. Ein Rauchgenuß von
bemerkenswert reichem Geschmack.''
Heinz-Günter Döteberg
Tabak-Typ: Aromat
Tabaksorten: Virginia, Burley, Black Cavendish
Stärke: leicht
Schnittart: Mixture
Aromatisierung: Karamell, Vanille ?
Zungenfreundlichkeit: gut
Abbrandeigenschaften: gut
Kondensatbildung: wenig
Aromabeständigkeit: sehr gut
Schnittqualität: gut
Stopfbarkeit: gut
Feuchtigkeit: zu trocken
Anzünden: gut
Kurzbewertung: gut +
Beschreibung des Tabakbilds
Mittel- bis dunkelbraune Mixture mittlerer Schnittbreite. Mindestens 3 Tabaksorten, unter denen ich Virginia, Black Cavendish und wahrscheinlich Burley vermute. Ein aromatischer Geruch nach Caramell, evtl. etwas Vanille, und ein eher vom Tabak stammender Nuss-Geruch entströmt dem Zip-Beutel.
Tabakgeruch ist ansonsten eher nicht vordergründig wahrnehmbar. Der Tabak fühlt sich etwas zu trocken an.
Das Stopfen
Einfach zu stopfen nach persönlichen Vorlieben. Da er etwas trocken ist, stopfe ich schichtweise, unten locker und oben etwas fester.
Das Anzünden
Der Tabak lässt sich gut anzünden. Eine Flamme für die ersten Züge, dann kurzes Nachdrücken mit dem Stopfer und mit der zweiten Flamme glimmt die Oberfläche gleichmäßig und ohne Nachzünden bis zum Ende.
Raucheigenschaften
Bei den ersten Zügen macht sich sofort ein aromatischer Geschmack bemerkbar. Karamell, evtl. etwas Vanille? Zusätzlich schmecke ich ein paar säuerliche Spitzen, wie bei vielen naturbelassenen Virginias, aber nur zu Anfang und eher unterschwellig - wenn der Tabak einmal richtig glimmt und dann entsprechend langsam geraucht wird, ist vom Tabakgeschmack höchstens noch eine nussige Note zu bemerken. Ich würde auf Burley tippen. Langsam geraucht bleibt der Tabak recht gutmütig ohne weitere Neigung zum Beißen auf der Zunge.
Das Aroma weicht im unterem Drittel etwas dem Tabakgeschmack, vergeht aber nie völlig.
Nach dem Rauchen bleibt eine Mischung aus heller und mittelgrauer Asche bleibt zurück. Ein Reinigertest kurz vor Ende der Füllung zeigt sehr wenig Kondensat, was für mich ein Hinweis auf eine qualitativ gute Komposition ist.
Raumnote
Sehr aromatisch und auch hier würde ich mich auf Karamell mit ein wenig Vanille festlegen.
Ein leicht herber Tabakgeruch macht sich zusätzlich bemerkbar, wenn das Aroma etwas nachlässt, aber wieder nur unterschwellig. Der Tabak ist m. M. nach sehr gesellschaftsfähig, im Sinne von angenehm im Duft, so wie sich viele Laien eben "Pfeifenduft" vorstellen.
Gesamtbewertung
Ein Hocharomat, aber nicht abwertend gemeint. Sehr stimmige Aromatisierung, die sowohl im losen Tabak, bei der Raumnote nach dem Anzünden und im Geschmack wiederzufinden ist. Ich nehme daher an, dass es sich um eine qualitativ hochwertige Mischung handelt, was auch das schöne Tabakbild wiedergibt. Etwas zu trocken und daher vorsichtig und langsam zu rauchen - hält man sich daran, ist er beständig in Geschmack und Geruch. Ich würde den Tabak als leicht einstufen. Eine Empfehlung für Liebhaber von Aromaten und auch für "fortgeschrittene" Anfänger geeignet, die das langsame Rauchen
einiger Maßen beherrschen.
Empfehlung Empfehlenswert
(03.02.2007)
Stephan Beeck
Mischung: Virginia, Black Cavendish, vielleicht Burley*
Schnittbreite: Breit, Mixture-Cut
Typ: Aromatisiert
Stärke: Leicht
Der Tabak duftet beim Öffnen des kleinen Druckverschluß-Beutels erstmal nur süßlich.
Jetzt weiß jeder, dass diese Beutel nicht gerade mit einer Dose resp. Pouch zu vergleichen sind, die das Aroma einfach besser halten und auch preisgeben, wenn man seinen "Rüssel" reinsteckt und weswegen der Geruch aus dem Beutel erstmal irreführend sein kann.
Ich habe beim Anzünden keinerlei Probleme gehabt und gleich festgestellt, dass ich von einer dezenten Vanille-Karamell, ja vielleicht sogar Marzipan- oder Amaretto-Aromatisierung ausgehen möchte. Das Burley drin ist, möchte ich auf Grund des langsamen Abbrandes mal vermuten. Vor allem auch, weil der Tabak entgegen vieler anderer Aromaten, die ich geraucht habe durchaus bis zum Schluss aromastabil bleibt.
Eins kann ich aber mit absoluter Sicherheit sagen: Der Tabak stammt aus dem Mischtrommeln von DTM, denn er hat dieses "DTM-Eigene" was ich bei allen Tabaken aus Lauenburg & Co. wiedererkannt habe.
Der Tabak brennt gutmütig ab und wurde von meiner BH mit folgendem Spruch kommentiert: "Sag mal, rauchst Du da ne Dr.Oetker-Backmischung?"
Damit wäre eigentlich zur Raumnote alles gesagt und ich konnte sie erst beschwichtigen, als ich wieder zu meinem vertrauten Latakia gegriffen habe.
Fazit:
Nichts spektakuläres, aber durchaus mal etwas süßes, was man sich gönnen kann. Der Tabak ist wie ein Dessert nach einem schweren Essen. Wie vergleicht Hacker? "Wenn Sie gerne ein Porterhouse-Steak mit Pfeffersauce essen, dann ist "Black Mallory" der richtige Tabak für Sie". In diesem Fall würde ich sagen: "Wenn Sie nach dem Porterhouse-Steak auch mal Lust auf ein leichtes Dessert haben, greifen Sie zu diesem Tabak"
(11.02.2007)
Eugen Marmann
Tabak-Typ: Mixture
Stärke: 5 (0-10)
Schnittart: wild cut
Aromatisierung /Casing: Schokolade
Stopfbarkeit: gut aufgrund unterschiedlicher Schnittbreiten
Feuchtigkeit: ausreichend
Anzünden: problemlos
Abbrandeigenschaften: gleichmäßig
Kondensatbildung: stärker
Aromabeständigkeit: gleichmäßig
Vergleichstabake: Torben Dansk Cappuccino
Kurzbewertung:
Beschreibung des Tabakbildes: braun bis schwarz/unterschiedliche
Schnittbreiten
Das Stopfen: problemlos
Das Nachzünden: nicht nötig
Raucheigenschaften: angenehm
Raumnote: angenehm
Gesamtbewertung/Fazit:
Der Tabak ist unterschiedlich breit geschnitten. Die Farbe ist braun bis schwarz. Vermutete Tabakbasis: Burley, Virginia, Cavendish. Das Aroma erinnert an Schokolade und hält bis zum Schluss durch. Das Kondensat nimmt leider zum Ende hin zu. Dafür ist der Abbrand gleichmäßig und es bleibt nur pulvrige Asche zurück. Insgesamt gefällt der Tabak gut, ist mir aber auch zu süß.
(11.02.2007)